Felipe Massa liegt aktuell mit 67 Punkten auf Rang sieben der Gesamtwertung

Formel 1 2010

— 07.06.2010

Massa entschlossen: Zurück in den Titelkampf

Trotz des Drucks durch den neuen Teamkollegen Fernando Alonso hält sich Felipe Massa "mehr denn je" für einen Titelkandidaten in der Formel 1

Für Ferrari-Pilot Felipe Massa stand am Wochenende ein etwas heikler PR-Termin auf dem Programm. Der Brasilianer besuchte eine Bohrinsel von Ferrari-Sponsor Shell - angesichts der aktuellen Katastrophe nach der Explosion einer BP-Bohrinsel im Golf von Mexiko keine leichte Aufgabe. "Ich bin der Überzeugung, dass es für alle Geschehnisse immer einen Grund gibt", sagt Massa angesichts des Öldramas vor den Küsten der USA.

Diese Aussage ist Ausdruck von Massas Grundhaltung. Der Brasilianer ist gläubiger Katholik, für nicht erklärbare Zufälle ist in diesem Rahmen kein Platz. "Manchmal erlebt man unglaubliche Sachen, die man sich nicht erklären kann. Das war auch bei meinem Unfall so", sagt Massa dem 'Daily Telegraph'. Er fügt nachdenklich hinzu: "Das war alles sehr furchtbar, aber es gab bestimmt einen Grund dafür."

Massa empfindet seinen Unfall 2009 im Zeittraining von Ungarn als Lektion des Lebens. "Ich habe daraus gelernt, dass nichts selbstverständlich ist", so der 29-Jährige. "In den vielen Jahren zuvor habe ich so viele schlimme Unfälle und Katastrophen mitbekommen. Aber immer ist so etwas nur anderen Leuten passiert." Der heftige Zwischenfall von Budapest, wo Massa eine Stahlfeder an den Kopf geflogen war, hat seine Wertschätzung für Gesundheit und Leben noch einmal erhöht.

Auch der Kampfgeist des Vizeweltmeisters von 2008 bekam zusätzlichen Schub. Er arbeitete sich im Herbst und Winter konsequent durch die Rehabilitation, um pünktlich zum Beginn der diesjährigen Testfahrten wieder fit zu sein. Was folgte, war allerdings eine kleine Ernüchterung. Der neue Teamkollege Fernando Alonso hatte bei Ferrari schnell wichtige Figuren um sich geschart, gewann gleich sein erstes Rennen in Rot.

Er halte sich dennoch nach wie vor für einen Titelkandidaten. "Sogar mehr denn je", sagt Massa entschlossen. Die Probleme in den ersten Rennen der Saison konnten an dieser Einstellung nicht rütteln. "Ich hatte in Australien, China und Spanien Probleme mit den Reifentemperaturen. Das war ein technisches Problem. In der Türkei war alles wieder normal. Nur ist eben unser Auto nicht gut genug", sagt der Ferrari-Pilot.

Massa geriet nach mäßigen Leistungen in den ersten Rennen in der Öffentlichkeit unter Druck. Schnell machten Gerüchte die Runde, der Brasilianer werde am Saisonende durch Robert Kubica oder Sebastian Vettel ersetzt. "Die Leute haben keine Ahnung, wovon sie da reden", wischt Massa die Gerüchte vom Tisch. "Lange Zeit hat sich auch niemand für Mark Webber interessiert. Dann siegt der zweimal und ist plötzlich der Star."

"Plötzlich ist Sebastian unter Druck", beschreibt Massa die Situation beim Konkurrenten Red Bull. "Was ich damit sagen will: Die Leute ändern ihre Meinung extrem schnell, manchmal reichen schon zwei Rennen. Tatsache ist doch, dass es in der Formel 1 eine ganze Menge Piloten gibt, die in der Lage sind, den Titel zu holen." Massa zählt sich auf jeden Fall selbst zu diesem Kreis - mehr denn je.

Fotoquelle: xpb.cc


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