Paul Di Resta bleibt in Montréal nur ein Platz an der Boxenmauer

Formel 1 2010

— 08.06.2010

Kanada: Liuzzi wechselt Chassis, Di Resta setzt aus

Da Adrian Sutil und Vitantonio Liuzzi in Montréal jede Trainingsminute selbst gebrauchen können, bleibt Ersatzfahrer Paul Di Resta nur die Zuschauerrolle

Force India geht den Grand Prix von Kanada etwas anders an als die vergangenen Rennen. So werden Adrian Sutil und Vitantonio Liuzzi beide Freien Trainings am Freitag bestreiten, da man noch viel Abstimmungsarbeit mit dem neuen Heckflügel vor sich habe. Test- und Ersatzfahrer Paul Di Resta bleibt damit nichts anderes übrig, als sich die Freitagstrainings von der Boxenmauer aus anzusehen.

"Wie üblich werde ich an den Besprechungen teilnehmen und die Strecke abgehen", so der Schotte. "Ich war noch nie in Montréal, es wird also eine tolle Erfahrung. Während der Sessions sitze ich an der Boxenmauer und verfolge die Gespräche, helfe beim Beobachten und gebe dem Team jedes Feedback, dass es vielleicht gebrauchen kann."

Sutil fuhr bereits 2007 und 2008 auf dem Circuit Gilles Villeneuve, kam aber beide Male nicht ins Ziel. "In den ersten Jahren war ich hier etwas ungestüm", so Sutil. Nun sei er eine ganz andere Person, wesentlich selbstbewusster und erfahrener. "Ich liebe Montréal und die Atmosphäre. Die Strecke selbst ist recht anspruchsvoll."

"Dort gibt es nicht viel Grip, da sie im Laufe des Jahres nicht sehr häufig genutzt wird", so Sutil weiter. "Allerdings verbessert sich das ein wenig über das Wochenende. Die langen Geraden und die Haarnadelkurven verlangen eine Konfiguration mit wenig Abtrieb und es fühlt sich auch ein bisschen wie ein Straßenkurs an, was ich mag."

Das Rennfahren mache dort viel Spaß, da man sich vor den Kurven im Windschatten der Konkurrenten ansaugen und spät bremsen könne. "Um hier gut abzuschneiden, braucht man einen guten Motor, ein hohes Tempo auf den Geraden, ein Auto, das wenig Luftwiderstand bietet und eine gute, weiche Balance auf den Randsteinen." Also genau die Dinge, eigentlich überall gefragt sind.

Sutil ist froh, dass Force India in Kanada erneut seinen neuen Heckflügel ausprobieren wird. "Wir haben an Tonios Auto gesehen, dass er eine große Verbesserung darstellt. Wenn wir ihn also an meinem Auto einsetzen, wird er ein wirklich großer Fortschritt sein. Es ist für mich ein gutes System, denn ich kann es nutzen, ohne dabei die Hände vom Lenkrad zu nehmen."

Sutil ist entspannt wie nie

Nachdem Sutil in Istanbul zum vierten Mal in die Punkte gefahren ist, ist er entspannt wie nie. "Ich habe ein gutes Auto und eine gute Gruppe an Leuten um mich herum. Es ist viel angenehmer in ein Rennwochenende zu starten, wenn man weiß, dass man um Punkte kämpfen kann. Wenn man ein gutes Auto hat, ist man mental viel stärker, glücklicher und selbstbewusster. Und wenn man glücklicher ist, fährt man schneller."

Nach einem guten Rennen in Monte Carlo erlebte Liuzzi zuletzt in Istanbul erneut einen Rückschlag. "Wir haben viele Stunden in der Fabrik verbracht und einen kleinen Schaden am Chassis gefunden, den wir uns in Monaco eingefangen haben", so der Italiener. "Wir dachten, wir hätten es repariert, aber als Vorsichtsmaßnahme wechseln wir zurück zum alten Chassis, das ich in den ersten vier Rennen benutzt habe."

Liuzzi hat generell gute Erinnerungen an Montréal. "Ich habe mich dort schon in den Top 12 qualifiziert und hatte einige aufregende Rennen. Wenn ich den Grip finde, den ich brauche, kann ich hoffentlich wieder an der Tür zu Q3 klopfen und auf Punktejagd gehen." Allerdings habe man in der Vergangenheit gesehen, wie unberechenbar die Rennen in Kanada seien.

Smith bleibt vorerst bei Force India

Teamchef Vijay Mallya sieht sein Teamchef derzeit in einer ausgezeichneten Position. "Ich denke, wir sind vorne dran, fahren gegen die Ferraris und Mercedes", so Mallya. "Im Hinblick auf Kanada glaube ich, dass wir gut in Form sind. Wir haben ein paar neue Entwicklungsteile für dieses Rennen, darunter einige neue Aerodynamik-Teile für die Konfiguration mit wenig Abtrieb."

Mallya widerspricht zudem den jüngsten Berichten, wonach es in der Technikabteilung des Teams einen Aderlass gebe. Nach Technikchef James Key, der zu Sauber abgewandert ist, steht auch dessen Nachfolger Mark Smith vor einem Wechsel zu Lotus. "Unser Technikteam ist nach wie vor intakt. Mark wird bis April 2011 bei uns bleiben und wir werden selbstverständlich rechtzeitig ein Gefüge bekannt geben, das uns auf das nächsthöhere Leistungsniveau heben wird."

Fotoquelle: xpb.cc


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