Christian Horner Versuche, Mercedes an Bord zu holen, scheiterten schon 2009

Formel 1 2010

— 09.06.2010

Brawn will Red Bull nicht mit Motoren beliefern

Nach der Absage für 2010 liebäugelt Red Bull weiter mit den begehrten Mercedes-Motoren, doch Teamchef Ross Brawn spricht sich gegen einen Deal aus

Mercedes-Motoren sind begehrt. Das zeigte sich schon Ende 2009, als Red Bull alles versuchte, um an die leistungsstarken Aggregate der Stuttgarter Automobilschmiede heranzukommen. Doch Fehlanzeige: Das Team von Dietrich Mateschitz blitzte ab, weil Mercedes-Partner McLaren ein Veto eingelegt hatte. Anfang 2009 hatte man Mercedes die Belieferung des ums Überlegen kämpfenden Brawn-Teams noch gewährt, der unterschätzte Rennstall wurde Weltmeister.

Doch Red Bull gibt nicht auf: Nach wie vor liebäugelt man mit einem Mercedes-Motorendeal. Wird die Leistung der Aggregate nicht angeglichen, wolle man die Zusammenarbeit mit Renault beenden, heißt es aus Milton Keynes. Ross Brawns Begeisterung, neben den Kunden McLaren und Force India noch ein viertes Team auszurüsten, hält sich allerdings in Grenzen. "Als Konstrukteur müssen wir uns das lange und gut überlegen, ob wir noch einen Kunden zu unserer Liste hinzufügen sollen", drückt Ross Brawn die Hoffnungen von Red Bull gegenüber 'Autosprint'.

"Was die Belieferung angeht, sind wir am Limit", erklärt der Mercedes-Teamchef. Außerdem müsse man auch an die Interessen anderer denken, zumal Motorenhersteller Cosworth darauf angewiesen sei, seine Motoren zu verkaufen. "Wir müssen gewährleisten, dass sie ihre Motoren verkaufen können, das ist nicht die Aufgabe der Automobilhersteller."

Doch geht es hier wirklich um das Überleben von Cosworth? Will Ross Brawn nicht vielleicht verhindern, dass das dominante Red-Bull-Team einen weiteren Vorteil erlangt? Schließlich haben die Mercedes-Motoren den Ruf, am meisten Leistung zu bringen. "Ich weiß nicht, ob wir am meisten Leistung haben", winkt Brawn ab. "Die Wahrheit ist, dass es keine Methode gibt, um die genauen Parameter herauszufinden", spielt er diese Thematik herunter. Und bietet an: "Wir könnten damit leben, wenn alle Motoren von der FIA verglichen und untersucht werden."

Und auch wenn dann herauskäme, dass Mercedes tatsächlich den leistungsstärksten Motor produziert, so wäre dies nur die halbe Wahrheit, meint Brawn: "Es gibt da noch die Kühlung, die Fahrbarkeit, den Spritverbrauch." Abschließend kann sich der passionierte Rosenzüchter auch einen Seitenhieb auf Red Bull nicht verkneifen: "Erst kürzlich sagte der Boss der Motorenabteilung von Renault, dass ihr V8 zwar nicht der leistungsstärkste Motor ist, doch in vielen anderen Bereichen der beste ist."

Fotoquelle: xpb.cc


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