Weltmeister Jenson Button ist zu Beginn in Montréal gut in Form

Formel 1 2010

— 11.06.2010

Silberpfeile dominieren Auftakt in Montréal

Ein Freitagmorgen, wie man ihn kennt: Die Mercedes-Teams dominieren, Red Bull und Ferrari halten sich zunächst noch zurück...

Wie so oft in dieser Saison gaben auch heute in Montréal die beiden Silberpfeil-Teams beim Trainingsauftakt das Tempo vor: Jenson Button (McLaren) sicherte sich in 1:18.127 Minuten die Bestzeit und ließ Michael Schumacher (Mercedes), Lewis Hamilton (McLaren) und Nico Rosberg (Mercedes) knapp hinter sich.

Die besten Vier lagen innerhalb von 0,229 Sekunden und fuhren im zweiten Sektor interessanterweise fast identische Zeiten. McLaren hatte dafür auf trockener Strecke im letzten Sektor mit dem langen Vollgasstück einen Vorteil von zwei Zehntelsekunden - wahrscheinlich auch dank des F-Schacht-Systems für mehr Höchstgeschwindigkeit. Auf die Freitagsbestzeit von 2008 (Hamilton) fehlten aber rund zweieinhalb Sekunden.

Extrem wenig Grip

Die zahlreich erschienenen Zuschauer bekamen zunächst nur wenig Action geboten, denn die Strecke war in den ersten Minuten extrem rutschig. "Derzeit ist es wie eine Wertungsprüfung bei der Rallye Finnland", klagte Lotus-Pilot Heikki Kovalainen am Boxenfunk. Andere beschwerten sich über Graining an der Hinterachse. Insofern sollte man dem ersten Freien Training auch keine allzu große Bedeutung beimessen, denn das Gripniveau wird sich noch stark verändern.

Hinter dem Mercedes-Quartett, das in den ersten 90 Minuten eines Wochenendes schon oft den Ton angegeben hat, sicherte sich Sebastian Vettel in letzter Minute den ersten Verfolgerplatz. Der Red-Bull-Pilot hätte in der neuralgischen Kurve sechs am Ausgang beinahe die Mauer touchiert, drehte aber anschließend noch eine schnelle Runde und kam bis auf 0,422 Sekunden an die Spitze heran - ein ermutigender Auftakt, wenn man bedenkt, dass Red Bull am Freitag meist konservativ fährt.

Dahinter reihten sich Robert Kubica (Renault) und Fernando Alonso (Ferrari) mit jeweils gut einer halben Sekunde Rückstand ein, gefolgt von Vitantonio Liuzzi (Force India), Nico Hülkenberg und Rubens Barrichello (beide Williams) in den Top 10. Hülkenberg fand sich auf dem für ihn neuen Circuit Gilles Villeneuve von der ersten Runde an gut zurecht - Barrichello hatte Mühe, den Rückstand bis zum Ende der Session auf 31 Tausendstelsekunden zu verkürzen.

Zahlreiche Ausritte und Dreher

Ausritte und Dreher gab es vor allem in der sechsten Kurve, in der Haarnadel und in der Zielschikane. Auch einige große Namen blieben davor nicht verschont: Schumacher wäre in der Haarnadel beinahe in den Renault von Vitaly Petrov (13.), mit 319 km/h übrigens der Mann mit dem schnellsten Topspeed, gefahren, während sich Alonso in Kurve sechs einmal verschätzte. Während der 90 Minuten kam es aber zu keiner einzigen Mauerberührung!

Adrian Sutil (Force India/11.), Felipe Massa (Ferrari/12.) und Mark Webber (Red Bull/14.) blieben zum Auftakt recht deutlich hinter ihren Teamkollegen zurück. Das Sauber-Team hatte zunächst mehr als zwei Sekunden Rückstand - die Befürchtung von Pedro de la Rosa, dass der Stop-&-Go-Kurs Gift für den C29 sein könnte, scheint sich also zu bewahrheiten. Dafür gab es im absoluten Hinterfeld erstmals eine kleine Überraschung.

Denn Kovalainen war mit 3,742 Sekunden Rückstand programmgemäß der schnellste Fahrer aus den drei neuen Teams, aber hinter ihm folgte sensationell Karun Chandhok (HRT). Ganz hinten landete diesmal das Virgin-Duo, was darauf schließen lässt, dass HRT erstmals wirklich nennenswerte Fortschritte gemacht haben könnte. Interessant auch: Jarno Trulli testete im Auftrag von Bernie Ecclestone eine Cockpitkamera mit 3D-Technologie.

Fotoquelle: xpb.cc


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