Sebastian Vettel hat nach dem ersten Tag in Montréal gut lachen

Formel 1 2010

— 12.06.2010

Vettel: "Mehr Rallyecross als Formel 1"

Sebastian Vettel freut sich über seine Bestzeit zum Auftakt in Montréal und stellt sich auf ein schwieriges Wochenende ein, was die Reifen angeht

Doch etwas überraschend sicherte sich Sebastian Vettel gestern in Montréal die Tagesbestzeit, denn der Circuit Gilles Villeneuve gilt nicht als Red-Bull-Strecke und das Team des Deutschen trainiert am Freitag meist mit viel Benzin an Bord. Dementsprechend zufrieden wirkte Vettel im Mediengespräch nach der zweiten Session am Nachmittag.

Frage: "Sebastian, wie war's heute?"
Sebastian Vettel: "Ganz gut. Ich denke, wir sind in etwa dabei, auch wenn der Freitag nicht so wichtig ist. Es macht Spaß, die Strecke gefällt mir - auch wenn es heute Morgen noch sehr rutschig war, aber das ist normal. Die letzten zwei Jahre war hier kein Rennen und teilweise wurde die Strecke neu asphaltiert. Am Anfang war es wie Fahren auf Glatteis, aber mittlerweile wird es immer besser. Zum Schluss hat man auch gesehen, dass die Reifen, vor allem die weichen, doch recht Rapide abgebaut haben. Alle sind viel rumgerutscht - das war mehr wie Rallyecross als Formel 1 -, aber ich denke, das wird bis Sonntag noch besser."

Frage: "Wie nahe bist du den Mauern gekommen?"
Vettel: "Das eine oder andere Mal näher als geplant, sagen wir's mal so! Aber man muss sich da eben rantasten. Das ist ein Tanz auf dem Seil: Wenn es in die Hose geht, dann gleich richtig, denn eine Mauer gibt eben - anders als ein grüner Streifen - nicht nach. Aber das ist die Herausforderung hier. Trotzdem muss man jedes Bisschen rauskitzeln. Jede Runde am Limit beziehungsweise an der Mauer entlang bringt auch nichts, denn das ist nicht schnell, aber wenn es mal ein bisschen zu viel rutscht und ein bisschen zu schnell ist, wird es schon eng."

Frage: "Ihr hattet häufig Probleme mit den Vorderrädern, besonders mit den Bremsen. Wie sieht es da aus, seid ihr hier schon am Limit?"
Vettel: "Die Strecke ist sehr 'grün', es liegt noch nicht viel Gummi drauf und sie ist noch sehr rutschig. Deswegen neigt man dazu, wenn man schnell fahren will, die Zeit auf der Bremse rauszuholen. Dann blockieren die Vorderräder schnell. Man könnte natürlich die Bremsbalance nach hinten stellen, aber dann hat man das gleiche Problem auf der Hinterachse. Man muss also einen Kompromiss finden. In der Regel kommt die Strecke zu einem, also muss man ein bisschen Geduld haben und schauen, dass man die Reifen nicht viereckig bremst, sondern noch halbwegs rund lässt."

Frage: "Hast du deinen Teamkollegen hier im Griff?"
Vettel: "Ich weiß nicht. Heute Morgen war ich einen Tick schneller, am Nachmittag muss ich erst schauen, was er gemacht hat. Offensichtlich haben wir ein Programm, das wir durchziehen, sowohl er als auch ich. Aber ich fühle mich ganz wohl und komme ganz gut zurecht. Soweit passt es."

Frage: "Welche Änderungen hast du zwischen der ersten und zweiten Session vorgenommen?"
Vettel: "Nicht viel, um ehrlich zu sein. Auf solchen Strecken ist eines der Geheimnisse, dass man nicht in Panik verfallen darf, weil sich die Strecke oft in deine Richtung entwickelt. Da muss man geduldig sein, aber ich glaube, wir haben über Mittag mit einigen kleinen Änderungen einen Fortschritt gemacht. Das war aber nichts Großes, sondern nur Grundlagen."

Frage: "Michael Schumacher hat dir nach der Türkei eine aufmunternde SMS geschrieben. Hat dich das gefreut?"
Vettel: "Ja, das hat mich gefreut."

Fotoquelle: xpb.cc


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