Lewis Hamiltons Strategie ist auf eine Safety-Car-Phase im Rennen ausgerichtet

Formel 1 2010

— 12.06.2010

Strategiekampf: McLaren hofft auf das Safety-Car

Martin Whitmarsh (McLaren) und Christian Horner (Red Bull) analysieren ihre unterschiedlichen Strategien für das Rennen in Montréal

Lewis Hamilton hat heute in Montréal die beeindruckende Pole-Position-Serie von Red Bull beendet und sich den ersten Startplatz für den Grand Prix von Kanada gesichert, aber der McLaren-Pilot musste dafür einen hohen Preis zahlen. Denn während Mark Webber und Sebastian Vettel morgen mit harten Reifen starten können, muss er selbst auf weichen Pneus ins Rennen gehen.

"Wir können ruhiger schlafen als die, die mit den weichen Reifen starten müssen", lächelt Red-Bull-Teamchef Christian Horner zuversichtlich. Kein Wunder, denn die Supersofts von Bridgestone sind im Training wegen des starken Grainings oft schon nach drei bis fünf Runden auseinandergefallen. Sollte das auch im Rennen passieren, wäre Hamilton wohl trotz F-Schacht-Vorteil beim Herausbeschleunigen Kanonenfutter für Webber und Vettel.

Aber: "Wir hoffen auf ein frühes Safety-Car", gesteht McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh. "Und selbst wenn nicht: Die schnellste Strategie ist, einen kurzen Stint mit den weichen Reifen zu fahren und dann die meiste Zeit auf den harten Reifen zu sein. Wenn irgendwann ein Safety-Car rauskommt, ist dass eine sehr starke Strategie!" Denn bei einem Safety-Car gilt meistens: Wer seinen Boxenstopp schon absolviert hat, ist im Vorteil.

"Wer so etwas sagt, rechnet meistens mit Schwierigkeiten", lächelt Horner gelassen. "Uns ist natürlich auch klar, dass es hier ein Safety-Car geben kann, aber wir haben im Training gesehen, dass der weiche Reifen nach vier oder fünf Runden mit vollen Tanks schon sehr, sehr schwierig zu fahren sein kann. Daher haben unsere beiden Fahrer darauf bestanden, Q3 mit harten Reifen zu fahren. Wir glauben, dass das die bessere Wahl ist."

Whitmarsh hofft zudem, "dass wir mit den weichen Reifen am Start einen kleinen Vorteil haben werden". Das Ausrollen von Hamilton am Ende des Qualifyings sei nicht auf ein technisches Problem zurückzuführen gewesen: "Er hatte nur noch wenig Sprit und wir haben ihm gesagt, dass er stehen bleiben soll, um Sprit zu sparen, falls wir bei der FIA eine Spritprobe abgeben müssen." Das zeigt, wie knapp McLaren mit dem Gewicht kalkuliert hat.

Bei Red Bull ist nun "ganz klar" der Sieg das Ziel, denn: "Platz zwei und drei auf einer Strecke, die unsere Stärken nicht gerade forciert, ist ein sehr ordentliches Ergebnis", freut sich Horner, der das interne Stallduell folgendermaßen kommentiert: "Die beiden sind nur durch eine Zehntelsekunde getrennt, da kann man nicht von einer klaren Entscheidung sprechen. Aber klar ist, dass Mark im Moment sehr viel Selbstvertrauen hat und dementsprechend gut fährt."

Fotoquelle: xpb.cc


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