Mark Webber konnte sich erneut vor Sebastian Vettel qualifizieren

Formel 1 2010

— 12.06.2010

Reifen-Poker beendet Red-Bull-Serie

Zum ersten Mal mussten sich Mark Webber und Sebastian Vettel in dieser Saison nach dem Qualifying beide hinter einem Konkurrenten anstellen

Die Pole-Position-Serie von Red Bull ist gerissen. Mark Webber und Sebastian Vettel mussten sich im Zeitenfahren zum Großen Preis von Kanada mit den Positionen zwei und drei zufrieden geben. Sebastian Vettel war dabei um 0,047 Sekunden langsamer als sein Teamkollege.

"Wir dachten, dass wir auf den härteren Reifen gute Arbeit würde leisten können, und dies bewahrheitete sich dann auch", so Webber, der wie Vettel auf den härteren Reifen startet, im Gegensatz zu den Autos vor und hinter dem Red Bull-Duo.

"Wir wussten, dass wir dennoch einen Angriff auf die erste Reihe würden starten können, aber wir wussten auch, dass die McLaren auf den weichen Reifen sehr stark sein würden, den sie auswählten."

"Das wird morgen ein langes Rennen. Wir planen unser Bestes zu geben, und hoffentlich werden wir von den Reifen profitieren. Wir haben auch im Hinterkopf, dass hier und dort das übliche Safety-Car zum Einsatz kommen könnte. Es gibt viele verschiedene Arten, auf die sich das Rennen morgen entwickeln könnte. Aber wir haben unsere Waffen geladen, großartige Arbeit geleistet und Seb und ich sind wir in den Top drei."

"Das war eine ziemlich unterhaltsame Einheit, vor allem im dritten Qualifying-Durchgang", so Vettel. "Wir sind auf den harten Reifen auf die Strecke gegangen, welche etwas benötigen, um zu arbeiten. Wir wussten dies, und um ehrlich zu sein hatte ich bis zur allerletzten Runde keine gute Runde, das war also perfektes Timing, das funktionierte. Meine letzte Runde war nicht so sauber, ich bin aus diesem Grund glücklich, dass ich heute Dritter geworden bin, das ist gut."

"Wenn ich auf den morgigen Tag blicke, so denke ich, dass ich von hier einen guten Start haben sollte. Ich bin glücklich, dass sowohl Mark als auch ich auf diesen Positionen mit den meiner Meinung nach richtigen Reifen stehen. Das gestrige Training hat gezeigt, dass der weiche Reifen nur schwer mehr als ein paar Runden hält."

"Eine wirklich interessante Qualifying-Einheit", so Teamchef Christian Horner. "Wir sind in Bezug auf die Strategie eine andere Route eingeschlagen als die anderen Autos um uns herum, indem wir uns dazu entschieden, auf dem harten Reifen zu fahren. Beide Fahrer hatte das Gefühl, dass es der bessere Reifen ist, um das Rennen morgen zu beginnen."

"Ich bin sowohl mit der Leistung von Mark als auch mit der Leistung von Sebastian auf dieser Strecke sehr glücklich. Als wir hierherkamen wussten wir, dass wir nicht die Stärksten sein sollten. Dass wir nun den zweiten und dritten Rang erzielt haben, ist für das Team ein wirklich starkes Ergebnis."

"Das ist heute ein etwas trauriger Tag", so Renault-Chefingenieur Fabrice Lom. "Denn es ist das erste Mal, dass wir in diesem Jahr nicht die Pole-Position erzielt haben. Aber es ist dennoch ein gutes Ergebnis. Der zweite und der dritte Rang sind sehr respektabel, vor allem auf dieser Strecke. Das ist für die Motoren aufgrund der langen Geraden schwierig. Wir denken jedoch, dass wir das Werkzeug haben, um im morgigen Rennen gut abzuschneiden."

Fotoquelle: xpb.cc


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