Sebastian Vettel hatte wieder einmal technische Probleme, kam aber ins Ziel

Formel 1 2010

— 13.06.2010

Red Bull ist ermutigt: Stärker als erwartet

Schon im Vorfeld rechnete man damit, dass man in Montréal nicht absolut konkurrenzfähig sein wird, am Ende holten beide Piloten wertvolle Punkte

Für das Red-Bull-Team ging die Reifenwahl beim Großen Preis von Kanada nicht auf. Lewis Hamilton konnte ungefährdet von der Pole-Position zum Sieg fahren. Für Sebastian Vettel und Mark Webber ging es sogar nach hinten. Der Deutsche wurde am Ende Vierter, Webber kam dahinter ins Ziel.

"Ich war überrascht, dass ich als Führender zu meinem ersten Boxenstopp kam, jedoch als Vierter wieder auf die Strecke zurück ging", so Vettel. "Ich denke, dass alles, was wir vorhergesagt hatten, von unserer Seite aus der Fall war. Die anderen kamen früh an die Box, um wie erwartet neue Reifen abzuholen."

"Üblicherweise wäre ihr Rennen damit gelaufen gewesen, da sie in Verkehr auf die Strecke hätten kommen sollen, aber das passierte nicht. Als wir von unserem Boxenstopp zurück auf die Strecke kamen, lagen sie vor uns. Wir müssen aus diesem Grund verstehen, was da passiert ist."

"Ansonsten hatte ich von der Hälfte des Rennens an ein Problem mit dem Getriebe, was bedeutete, dass ich langsamer machen musste. Wegen überrundeter Autos verlor ich in zwei Runden sechs Sekunden auf Jenson, ich war aus diesem Grund nicht in der Lage, um das Podium zu kämpfen. Es ist jedoch gut, dass wir diese finalen Positionen erzielt haben."

Als wir in das Wochenende gingen, waren wir nicht die Favoriten, aber tatsächlich hatten wir eine sehr gute Geschwindigkeit und wir haben damit ein paar Leute überrascht. Wir konnten während des Rennens aufgrund der Art und Weise, wie es sich entwickelt hat, unsere wahre Geschwindigkeit nicht zeigen. Aber es ist viel versprechen."

"An der Spitze der Tabelle ist es ein enger Kampf, und wie wir gesehen haben, können sich die Dinge sehr schnell ändern. Von unserer Seite gibt es keinen Grund zur Panik, wir haben ein sehr gutes Auto und wir freuen uns auf Valencia."

"Die Reifen spielten im heutigen Rennen eine gewaltige Rolle", so Webber. "Schlussendlich haben wir unser Bestes gegeben. Ich habe nach der Strafe heute Morgen gemischte Emotionen. Am Start hatte ich ein paar gute erste Runden, aber das setzte dem ersten Reifensatz zu, weswegen ich etwas früher an die Box kommen musste als ich wollte."

"Im zweiten Abschnitt des Rennens lag ich vorn und habe den Abstand auf Lewis beobachtet. Ich zog zu Beginn etwas weg, da er die Geschwindigkeit auf dem Weg ins Ziel kontrollierte. Ich versuchte, meine Geschwindigkeit konstant zu halten, aber schlussendlich wollten die Reifen die Geschwindigkeit nicht, und dann lassen sie einen im Stich. Es ist praktisch unmöglich, die Reifen hier davon abzuhalten, abzubauen, egal, wie langsam man fährt."

"Schlussendlich war es nicht wirklich eine Überraschung, dass ich von meinem zweiten Boxenstopp auf der fünften Position zurück kam, da ich wusste, dass die Leute an der Spitze knapp hinter Lewis lagen. Wir drehten dann die Drehzahl zurück, um das Auto für das kommende Rennen zu schonen."

"Wir hatten erwartet, dass dies ein hartes Event werden würde, und am Ende waren wir näher dran, als wir dies erwartet hatten. Ich wollte heute etwas Champagner bekommen, das hat nicht geklappt, aber wir werden zurückschlagen."

"Das war heute Nachmittag ein interessantes Rennen", so Teamchef Christian Horner. "Wir haben mit den harten Reifen strategisch etwas anderes probiert, aber trotz der Tatsache, dass sie es geschafft haben, die Autos auf die Positionen eins und zwei zu bekommen, hatten wir nicht die Geschwindigkeit, um auf den harten Reifen davon zuziehen."

"Wir wandten im mittleren Teil des Rennens für beide Autos eine andere Strategie ein, setzten Sebastian auf den weichen Reifen, während wir Mark auf den harten setzten. Unglücklicherweise hatte Sebastian von der Hälfte des Rennens an ein Problem mit dem Getriebe, mit dem wir umgehen mussten, um sicherzustellen, dass das Auto ins Ziel kommt."

"Wir sollten über den vierten und fünften Rang nicht enttäuscht sein, das sind immer noch wertvolle Punkte für beide Meisterschaften. Und sie haben sie beide auf einem Kurs geholt, von dem wir immer wussten, dass wir nicht besonders stark sein würden."

"In Bezug auf das Ergebnis war es kein besonders großartiges Wochenende", so Renault-Chefingenieur Fabrice Lom. "Wir haben ein paar Punkte geholt, aber nicht so viele, wie wir nach dem gestrigen Qualifying-Ergebnis erwartet hatten. Gleichzeitig muss man sagen, dass die Strecke zu den Motoren sehr hart ist, und das Positive ist, dass wir ein weiteres fehlerfreies Wochenende hatten, was ermutigend ist."

Fotoquelle: xpb.cc


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