Fernando Alonso ist enttäuscht, denn er wollte sich den Sieg holen

Formel 1 2010

— 13.06.2010

Ferrari ist enttäuscht: Der Sieg war möglich

Während Massa nach Zwischenfällen weit zurückgeworfen wurde, hatte Alonso Pech mit dem Verkehr und verpasste so einen möglichen Sieg

Wie vom Team erhofft konnte sich Fernando Alonso beim Großen Preis von Kanada nach vorn arbeiten - allerdings nicht so weit wie erhofft. Der Spanier belegte am Ende in Montréal den dritten Rang. Für Teamkollege Felipe Massa lief es nicht rund. Der Brasilianer war in einige Zwischenfälle verwickelt, unter anderem in eine Kollision mit Michael Schumacher, die ihn den Frontflügel kostete. Am Ende wurde er auf Position 15 gewertet.

"Es ist großartig, wieder auf dem Podium zu sein", so Alonso. "Vor allem aufgrund der Tatsache, dass ich wieder in der Lage war, um Top-Platzierungen zu kämpfen. Heute hätten wir gewinnen können, aber das haben wir nicht geschafft, da wir ein paarmal für den Verkehr schwer bezahlen mussten. Diese Dinge können allen im Rennen passieren, dieses Mal waren wir an der Reihe."

"Wenn wir unser Ziel erreichen wollen, müssen wir versuchen, immer auf das Podium zu kommen. Und dieses Ergebnis ist für das Team eine großartige Motivation, das heute großartig gearbeitet hat, sowohl in Bezug auf die Strategie, als auch bei den Boxenstopps."

"Es war schwierig, mit den Reifen umzugehen. Die weichen haben am Start sehr schnell an Abnutzung gelitten, aber selbst die harten hatten ein anderes Problem mit Graining. Glücklicherweise geht unser Auto mit den Reifen ganz sanft um."

"Nachdem, was wir in der Türkei gesehen haben, hatten wir nicht wirklich erwartet, dieses Leistungsniveau zu haben. Für das kommende Rennen in Valencia kommen eine Menge Updates. Ich hoffe wirklich, dass sie es uns erlauben werden, auf allen Streckentypen konkurrenzfähig zu sein. Bei meinem zweiten Heimrennen bin ich nie auf das Podium gekommen, nach jenem in Barcelona würde ich dies gern in zwei Wochen schaffen."

"Das war ein schreckliches Rennen, in dem mir alles passiert ist", so Massa. "In der ersten Kurve hatte ich einen Zwischenfall, der mich in Bezug auf den Kampf um eine Top-Platzierung aus dem Spiel brachte. Ich hatte einen sehr guten Start, aber ich fand mich selbst eingequetscht zwischen Button und Liuzzi wieder, der mich berührte. Man konnte sehen, wie das alles endete. Das ist eine Schande, aber solche Dinge passieren."

"Das Auto war heute sehr gut, so wie das für gewöhnlich in den Rennen im Vergleich zum Qualifying der Fall ist. Danach steckte ich immer in viel Verkehr fest. Und als ich es zumindest geschafft habe, wieder zurück in die Punkte zu kommen, gab es eine weitere Kollision, dieses Mal mit Michael. Das kostete mich die kleinste Chance auf Punkte. Ich erwarte, in Valencia besser zu sein, denn dann werden wir Updates am F10 haben. Ich hoffe, dass ich dort um Top-Platzierungen kämpfe."

"Dieses Ergebnis ist sehr bedauerlich", so Teamchef Stefano Domenicali. "Denn es hat nicht dem Potenzial entsprochen, das wir an diesem Wochenende gezeigt haben. Fernando, der ein großartiges Rennen fuhr, hätte gewinnen können, aber ein paar Zwischenfälle kamen uns nicht entgegen. Solche Dinge können im Rennsport passieren, aber das macht es nicht weniger enttäuschend."

"Felipe scheint hier in Montréal besonderes Pech zu haben, denn immer passiert etwas. Es geschieht nicht häufig, dass sich ein Fahrer aufgrund von Zwischenfällen, die nicht seine Schuld waren, zweimal die Nase des Autos wechseln lassen muss. Das ist schade, denn auch er hat das Potenzial des Autos gezeigt."

"Das ist in der Tat auch der schönste Aspekt des Wochenendes, dass wir uns wieder im Kampf um Top-Platzierungen befinden. Die Tatsache, dass wir hier mit einem Auto angekommen sind, das praktisch zu jenem identisch ist, das wir in der Türkei hatten, wo wir definitiv nicht konkurrenzfähig waren, sorgt dafür, dass ins Grübeln kommen. Es benötigt lediglich ein paar Elemente - die Charakteristiken der Strecke, Reifen -, um das Bild zu verändern."

"Nun müssen wir bei der Entwicklung des F10 so viel Druck wie möglich machen. In Valencia werden wir in 14 Tagen ein paar beträchtliche Updates haben, aber dann müssen wir das Auto weiter verbessern, um bis zum Ende im Kampf zu sein. Die Fahrermeisterschaft ist völlig offen, und auch wenn die Konstrukteurswertung etwas schwieriger aussieht, kann sich die Situation wirklich schnell verändern."

"Auf der einen Seite", beginnt Chefingenieur Chris Dyer seine Analyse, "herrscht Befriedigung über das Leistungsniveau, das wir heute gezeigt haben, aber auf der anderen Seite gibt es Enttäuschung über ein Ergebnis, das nicht unseren Erwartungen gerecht wurde. Wir hatten alles, um zu gewinnen: die Geschwindigkeit des Autos, die erste strategische Wahl in Bezug auf die Reifen, die Qualität der Arbeit des Teams bei den Boxenstopps. Unglücklicherweise kosteten uns eine Handvoll benachteiligender Momente den Sieg."

"Felipe hatte ein sehr unglückliches Rennen. Hier ist die erste Kurve immer sehr riskant, und er wurde unschuldig in eine Kollision verwickelt. Als er zumindest anklopfte, um ein paar wenige Punkte zu holen, die wichtig für die Meisterschaft sind, gab es einen weiteren Zwischenfall mit Schumacher. Das ist bedauerlich, denn wir hätten Montréal mit vielen Punkten mehr verlassen sollen."

Fotoquelle: xpb.cc


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