Christian Horner (links) und Helmut Marko sind sicher: Es gibt keinen Stallkrieg

Formel 1 2010

— 14.06.2010

Red Bull: "Wir haben unsere Lektion gelernt"

Istanbul und seine Folgen: Teamchef Christian Horner über das intensiv geführte Teamduell der beiden Red-Bull-Fahrer.

Beim Großen Preis der Türkei 2010 gerieten sich Sebastian Vettel und Mark Webber in Führung liegend mächtig in die Haare, doch pünktlich zum Kanada-Rennen hatten die beiden Red-Bull-Piloten ihre Differenzen ausgeräumt. In Montréal präsentierte sich der österreichisch-britische Rennstall samt seinen beiden Fahrern wieder in bester Stimmung - das Verhalten auf der Rennstrecke ist nun endgültig geklärt.

"Wir hatten ein sehr konstruktives Gespräch in Milton Keynes", erläutert Red Bulls Motorsport-Konsulent Helmut Marko. "Alle relevanten Punkte wurden angesprochen und auch gelöst. Die Quintessenz dieses Gesprächs war, dass es eine teamorientierte Auslegung des Rennens geben muss. Das ist von der jeweiligen Situation abhängig", so der ehemalige Formel-1-Rennfahrer.

"Die beiden können gegeneinander racen, müssen sich aber respektieren. Das Interesse des Teams muss letztendlich aber im Vordergrund stehen", sagt Marko. Ein teaminternes Überholmanöver soll es demnach nur geben, wenn sich die Piloten über die jeweilige Rennsituation im Klaren sind, wie Marko erklärt: "Der Fahrer hat nämlich nicht genug Informationen, dass er entscheiden kann."

"Der Fahrer kennt die Lage nicht. Er weiß nicht, wie viel Benzin der andere an Bord hat, in welchem Spritmodus dieser unterwegs ist und mit welchen Reifen", meint der Österreicher und fügt hinzu: "Die Fahrer bekommen die nötige Information, dass sie ein Gesamtbild haben. Aufgrund dieses Gesamtbildes ergibt sich für jeden Fahrer klar, wo eventuell der Vorteil liegt", hält Marko fest.

Horner: Red Bull ist an Istanbul gewachsen

Durch diese teaminterne Regelung soll ausgeschlossen werden, dass Vettel und Webber erneut aneinander rasseln. Teamchef Christian Horner ist jedenfalls davon überzeugt: "Die ganze Türkei-Geschichte hat uns unterm Strich etwas stärker gemacht. Wir haben in Istanbul unsere Lektion gelernt", so das Red-Bull-Oberhaupt. "In diesem Business kannst du halt täglich etwas lernen."

"Dabei spielt es keine Rolle, ob du nun Fahrer, Team oder Einzelperson bist. Ich hoffe nur inständig, dass wir in Zukunft nicht wieder mit einer solchen Situation umgehen müssen. Wenn doch, dann würden wir die entsprechenden Maßnahmen ergreifen", kündigt Horner in Kanada an. Dazu besteht im Augenblick aber keine Veranlassung, denn "die Jungs arbeiten zusammen wie eh und je."

"Das geschieht in einer offenen und transparenten Art und Weise", sagt Horner. "Wir tauschen die Daten aus und ziehen an einem Strang, um das Auto zu verbessern. Beide Fahrer sind Profis und haben schon viele Grands Prix bestritten. Das Team vertraut den beiden auf der Rennstrecke", gibt Horner zu Protokoll. "Sie werden wieder gegeneinander antreten - allerdings nicht so, wie in Istanbul."

Fotoquelle: xpb.cc


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