Michael Schumacher und David Coulthard haben zusammen schon viel erlebt

Formel 1 2010

— 15.06.2010

Coulthard: "Michael ein Schatten seiner selbst"

David Coulthard macht sich Gedanken über die schwache Vorstellung von Michael Schumacher in Kanada - Drehzahllimit ein mögliches Problem?

Montréal 2010 wird Michael Schumacher nicht als bestes Rennen in seiner Erinnerung bleiben. Nach einem guten Start fiel der 41-Jährige mit einem Reifenschaden weit zurück. Mit den weichen Pneus kämpfte er in den letzten Runden auf verlorenem Posten und verlor noch in der letzten Runde zwei Plätze. Auch David Coulthard ist von der schwachen Ausbeute enttäuscht.

"Michael fährt derzeit wie ein Schatten seines früheren Selbst", schreibt Coulthard in seinem Blog im 'Telegraph'. "In seinem letzten Abschnitt war er vier Sekunden langsamer als der Rest. Er brachte die Reifen einfach nicht zum Arbeiten. Meiner Meinung nach hat er einige harte Manöver gezeigt, um seine Position zu halten. Er hat sehr viel Glück gehabt, dass er keine Strafe für die Kollision mit Felipe Massa erhalten hat. Die Regeln sind klar: Man darf beim Bremsvorgang nicht zweimal seine Linie wechseln. Ich weiß nicht, warum er damit davongekommen ist."

Trotzdem will Coulthard nicht auf seinem ehemaligen Kontrahenten einprügeln. "Wir hatten in der Vergangenheit unsere Differenzen, aber ich habe sehr großen Respekt vor ihm. Ich will nicht über Michael herziehen. Ich habe immer gesagt, dass wir ihm eine halbe Saison Zeit geben müssen. Nach acht Rennen ist es bald soweit."

Zwei vierte Plätze hat der Rekordweltmeister bisher erreicht. Mit 34 Punkten liegt Schumacher derzeit auf Rang neun. Teamkollege Nico Rosberg hat 40 Zähler mehr geholt. Deshalb fragt sich Coulthard: "Was läuft bei Michael falsch? Ich weiß es nicht, aber irgendetwas fehlt. Es sieht im Moment danach aus, als würde er einen Schritt vorwärts und zwei rückwärts machen. Ich glaube nicht, dass sein Reaktionsvermögen nachgelassen hat. Seine körperliche Fitness ist auch in Ordnung. Er hat seine alte Rennkunst auch schon aufflackern lassen."

Als Ex-Rennfahrer hat der Schotte auch seine Theorien, warum es so harzig läuft. "Ich würde sagen, dass sich die Formel 1 verändert hat. Michael hat mit den neuen Reifen zu kämpfen, aber ich habe auch einen anderen möglichen Grund gefunden. Vielleicht ist er kein Fan des Drehzahllimits von 18.000 Umdrehungen. Der Kraftbereich der aktuellen Motoren ist sehr schmal. Man muss sehr oft die Gänge wechseln. Deshalb hat mir die Formel 1 in den letzten Jahren meiner Karriere auch keinen Spaß mehr bereitet."

Dass sich Schumacher mit einem schwachen Comeback seine tolle Karriere und den außerordentlichen Ruf zerstört, schließt Coulthard aus. "Er macht sich sein Vermächtnis nicht kaputt. Wenn Michael denkt, dass er noch etwas zeigen kann, dann unterstütze ich seine Entscheidung zu 100 Prozent. Aber für mich ist Mittelmaß nicht gut genug, wenn man etwas Außergewöhnliches erwartet."

Fotoquelle: xpb.cc


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