David Richards kann sich einen Formel-1-Einstieg derzeit nicht vorstellen

Formel 1 2010

— 17.06.2010

Richards: "Im Moment liegen die Pläne auf Eis"

Prodrive-Chef David Richards verfolgt seine Formel-1-Pläne vorerst nicht weiter: Hochachtung vor HRT, Virgin und Lotus

David Richards will im Motorsport ganz oben mitspielen. Der ehemalige Teamchef von Benetton und BAR wirft immer wieder einen Blick auf die Formel 1. Nur zu gern würde Richards sein Unternehmen Prodrive oder die berühmte Marke Aston Martin in die Königsklasse hieven. Doch die Versuche in der Vergangenheit schlugen fehl. 2008 hatte Richards einen großen Deal mit McLaren-Mercedes an der Hand, doch die FIA setzte dem Projekt durch das Verbot von Kundenfahrzeugen ein Ende.

Als für die Saison 2010 neue Startplätze in der Formel 1 vakant wurden, startete der 58-jährige Brite einen weiteren Anlauf. Auf Grundlage der von der FIA geplanten Budgetobergrenze sollte es endlich mit dem Einstieg klappen, doch die Pläne wurden nie umgesetzt. "Die Situation hat sich seit unserem intensiven Bemühen deutlich verändert", sagt Richards im Interview mit 'Motorsport-Total.com'.

Der Verwaltungsratschef von Aston Martin erklärt: "Damals gab es Pläne für eine Budgetobergrenze. Davon ist man nun wieder weit entfernt, auch wenn es gewisse Spielregeln im finanziellen Bereich für die Zukunft gibt." Sein Geld gibt Richards derzeit lieber an anderer Stelle aus. Aston Martin fährt mit einem Prototypen in Le Mans, man begleitet mehrere GT-Projekte und bringt sich mit MINI nun wieder auf Kurs Rallye-Weltmeisterschaft.

"Im Moment liegen unsere Formel-1-Pläne auf Eis, weil wir eine ganze Menge anderer Projekte verfolgen", erklärt der Prodrive-Boss. "Für neue Teams haben sich die Bedingungen für einen Einstieg grundlegend verändert - zumindest was das Finanzielle betrifft. Auf der aktuellen Grundlage ist für uns ein Einstieg einfach gar nicht möglich." Ob man für 2011 ein neues Le-Mans-Auto baut, steht ebenfalls noch in den Sternen.

Mit Sorge verfolgt Richards die sportliche Entwicklung der drei neuen Formel-1-Teams Lotus, Virgin und HRT. "Ich ziehe meinen Hut vor deren Arbeit und vor dem immensen Aufwand den sie betreiben", sagt der Brite anerkennend. Er fügt jedoch mit sorgenvollem Gesichtsausdruck hinzu: "Trotzdem möchte ich mit Prodrive oder Aston Martin nicht in deren Haut stecken. Für uns käme ein solches Szenario nur in Betracht, wenn wir konkurrenzfähig sein könnten."

Fotoquelle: Prodrive


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