Karun Chandhok griff unabsichtlich in den Kampf an der Spitze ein

Formel 1 2010

— 19.06.2010

Chandhok sucht das Gespräch mit Alonso

HRT-Rookie Karun Chandhok über die positiven Aspekte des Kanada-Wochenendes und die ausstehende Erklärung an Fernando Alonso

Nach Platz 18 im vergangenen Rennen in Montréal ist Karun Chandhok im sportlichen Bereich sehr zufrieden. Immerhin konnte der Inder den Grand Prix hinter Heikki Kovalainen als zweitbester Pilot der neuen Teams abschließen. Aber dennoch hat der Formel-1-Rookie noch eine Last auf den Schultern. In der Endphase des Rennens hatte er unabsichtlich Fernando Alonso aufgehalten und so dessen Siegchancen geschmälert.

"Es war unheimlich schwierig, den Führenden aus dem Weg zu gehen", erklärt Chandhok in seiner Kolumne im 'Daily Telegraph'. Abseits der Ideallinie sei die Strecke sehr schmutzig gewesen. "Gegen Ende des Rennens hat Fernando Alonso hinter mir Zeit verloren, dadurch konnte ihn Jenson Button noch schnappen. Das war wirklich schade für ihn, aber ich wusste nicht, dass hinter ihm Button und Sébastien Buemi lauern."

"Ich musste vor Kurve sechs zur Seite gehen, um Buemi vorbeizulassen, deswegen war ich dann in der nächsten Kurve innen", beschreibt der Inder die Szene. "Weil ich vorher abseits der Linie unterwegs war, waren meine Reifen total dreckig. Daher konnte ich nicht schnell genug beschleunigen und Fernando nicht aus dem Weg gehen."

"Fernando gehört zu den verständisvollen Fahrern, wenn es um das Überrunden geht. Ich habe versucht, im Anschluss an das Rennen das Gespräch mit ihm zu suchen, aber das hat nicht geklappt", sagt Chandhok. Dies werde er nun in Valencia nachholen: "Dort werde ich bestimmt mit ihm sprechen." Rein sportlich lief es für den HRT-Piloten gut in Kanada - mit Ausnahme des Samstags.

"Am Freitag war ich überrascht, wie rutschig es auf der Strecke ist. Auf einem Straßenkurs erwartet man so etwas, aber es war dort sogar noch schlimmer als in Monaco", so die Eindrücke vom ersten Tag auf der Île Notre Dame. "Trotzdem war es der beste Freitag der bisherigen Saison. Wir waren in beiden Sessions zweitbestes der neuen Teams und durchaus in der Lage gegen Virgin zu kämpfen."

Chandhok sucht das Gespräch mit Alonso"Doch am Samstag lief es genau gegenteilig. Im dritten Freien Training konnte ich wegen eines Getriebeproblems gar nicht fahren, im Qualifying stand mit nur jeder zweite Gang zur Verfügung. Es war frustrierend, dort im ersten, dritten, fünften und siebten Gang herumrollen zu müssen", so die Schilderung des Debakels am Samstag. "Dafür hat der Sonntag wieder unsere eigenen Erwartungen übertroffen."

Als einer von drei Piloten der neuen Teams HRT, Lotus und Virgin kam der Inder über die volle Renndistanz. Kovalainen musste er mit dem deutlich schnelleren Lotus T127 ziehen lassen, aber der Virgin von Lucas di Grassi lag weit zurück. "Bruno und ich konnten gut gegen Virgin kämpfen. Leider berührte Bruno zuerst eine Mauer und schied dann mit Getriebeschaden aus. Ich war aber sogar vier Sekunden vor Timo Glock als der Deutsche ausfiel. Das war wirklich sehr ermutigend."

Fotoquelle: xpb.cc


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