Mark Webber und Sebastian Vettel sollen in Valencia nach vorne fahren

Formel 1 2010

— 20.06.2010

Red Bull: Mit frischem Wind auf volle Fahrt

Bei Red Bull setzt man vor dem Grand Prix in Valencia große Hoffnungen in den F-Schacht - Teamchef Christian Horner: "Wir sind in guter Form"

Obwohl man über weite Strecken der bisherigen Saison das eindeutig schnellste Auto hatte, ist Red Bull in der Weltmeisterschaft hinter McLaren zurückgefallen. Die Briten verwandelten bislang jeden Elfmeter, der sich in den vergangenen Grands Prix bot. Die Österreicher liefen hingegen taktisch mehrfach ins Abseits oder der RB6 blieb "verletzungsbedingt" liegen. "Aber die WM ist noch lang", sagt Red-Bull-Teamchef Christian Horner gegenüber 'Autosport'.

Sebastian Vettel ist nach den zwei vergangenen Rennen von Platz zwei der Gesamtwertung auf Rang fünf zurückgerutscht. Der Heppenheimer setzt seine Hoffnungen nun auf Valencia. Red Bull wird den F-Schacht in Spanien bringen, somit will man im Duell gegen die Konkurrenz auf den schnellen Geraden wieder besser aussehen. Red-Bull-Technikchef Adrian Newey hatte das eigene System in Ruhe ausgeklügelt und hält es nun für einsatzbereit.

"Aus den Leistungen von Kanada können wir viel Positives ziehen", meint Horner. "Im vergangenen Jahr waren wir auf Strecken wie Monza oder Valencia nicht gut. Diese Strecken sind ähnlich wie Montréal. Also können wir nun auch auf Kursen mithalten, die sonst die Paradedisziplinen von McLaren und Mercedes sein müssten. Unsere Techniker haben schon oft innerhalb kürzester Zeit regelrechte Volltreffer gelandet", meint der Red-Bull-Teamchef voller Zuversicht.

"Wir sind gut in Form", gibt sich Horner vor dem Grand Prux in Valencia kämpferisch. "Es ist noch ein weiter Weg für uns, aber unser Team arbeitet fantastisch als Einheit. Es ist wunderbar anzuschauen, wie unsere Jungs von Rennen zu Rennen immer weitere Verbesserungen an das Auto bringen." Bei Red Bull ist man zuversichtlich, dass man im Entwicklungswettlauf gegen McLaren, Ferrari und Mercedes bestehen kann.

So groß die Vorfreude auf den Grand Prix von Europa auch sein mag: Horner trägt dennoch noch etwas Ärger mit sich herum. Die milde Strafe für Lewis Hamilton, der sein Auto nach seiner Pole-Position mit Blick auf die Tankanzeige in der Auslaufrunde abgestellt hatte, stößt dem Briten übel auf. Der Ex-Weltmeister war in Montréal mit einer Verwarnung und einer Geldstrafe davongekommen. Die Pole-Position war schließlich Grundlage für den zweiten Sieg in Folge.

"Wenn man für 10.000 Dollar (umgerechnet rund 8.000 Euro; Anm. d. Red.) eine Pole-Position kaufen kann, dann hat man sein Geld gut angelegt. Auf langen Strecken wie Spa-Francorchamps könnte man mit einer solchen Herangehensweise einen erheblichen Vorteil haben", klagt Horner. Die FIA hat allerdings mittlerweile klargestellt, dass man zukünftig in ähnlichen Fällen mit einer drastischeren Bestrafung rechnen muss.

Fotoquelle: Red Bull/Getty


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