HRT-Pilot Karun Chandhok träumt von einem Cockpit bei Force India

Formel 1 2010

— 21.06.2010

Chandhok träumt von Force India

Karun Chandhok ist bei HRT zufrieden - Trotzdem träumt der Inder mit Blick auf das Rennen in seinem Heimatland von einem Cockpit bei Force India

Karun Chandhock verweist die Spekulationen, laut denen er wegen ausbleibender Sponsorenzahlungen sein Cockpit verlieren könnte, entschieden zurück. Der zweite Inder in der Formel 1 ist unter den fünf Rookies der zuverlässigste. Nur zweimal in acht Rennen sah der 26-Jährige nicht die Zielflagge. Obwohl er meist am Ende des Feldes ist, liefert er für HRT neben Geld auch viele Kilometer ab. Mit Blick auf den Indien-Grand-Prix im kommenden Jahr träumt Chandhok von einem Cockpit bei Force India.

Zunächst gilt es aber die aktuelle Saison zu Ende zu fahren. "Soweit ich weiß sitze ich in Valencia und für den Rest der Saison im Auto. Es gibt viele Spekulationen und ich weiß nicht, ob das von einem Fahrer ohne Cockpit oder wem auch immer gestartet wurde", wird Chandhok von 'Reuters' zitiert. "Vor drei Wochen hieß es, dass Bruno Senna draußen wäre und jetzt wird das über mich geschrieben."

Wie die Zukunft des kleinen HRT-Teams aussieht steht noch in den Sternen. Der Vertrag mit Chassis-Entwickler Dallara wurde aufgelöst. Die Mannschaft um Chef Colin Kolles will für kommendes Jahr das Auto eigenständig entwickeln. Im Hintergrund stellt der findige Deutsche bereits alle Weichen. Deshalb meint Chandhok: "HRT hat gute Pläne für die Zukunft, deshalb hat das Team für mich auch Priorität. Es wurde noch nichts veröffentlicht, denn es muss noch einiges ausgearbeitet werden."

"José Ramón Carabante (der Teameigentümer, Anm. d. Red.) hat mir in Montréal erklärt, dass das Programm für 2011 sehr interessant ist", sagt Chandhok. Er ist außerdem von seinen persönlichen Leistungen überzeugt. "Ich denke HRT ist sehr glücklich mit mir. Vom Start weg haben sie mich unterstützt und öffentlich gemacht, wie sehr sie mit mir zufrieden sind."

Indien ist für die Formel 1 und die Automobilhersteller ein Markt mit viel Potenzial. Mit Chandhock hat es nach Narain Karthikeyan der zweite Pilot aus dem aufstrebendem Land in die Königsklasse geschafft. Force India hat sich in seiner dritten Saison im Mittelfeld etabliert. Im nächsten Jahr findet zum ersten Mal ein Großer Preis in Indien statt. Es wäre eine logische Entscheidung, wenn Chandhok für Force India fahren würde.

"Aus kommerzieller Sicht macht es Sinn, wenn sie einen indischen Fahrer hätten. Ich bin nun ein respektierter Formel-1-Fahrer und sie sind ein etabliertes Team. Es ist eine logische Verbindung, wenn uns die Menschen zusammenbringen", meint Chandhok . "Es ist derzeit sehr schwierig Sponsoren aufzutreiben. Aber es ist noch komplizierter, wenn ein indischer Fahrer und ein indisches Team nicht zusammenarbeiten."

Indien verfügt über ein großes wirtschaftliches Potenzial und mit Blick auf den ersten Grand Prix, könnte es genug Firmen geben, die die weltweite Bühne der Formel 1 für sich nutzen könnten. Unter den 1,2 Milliarden Einwohnern führt die Königsklass noch ein Nischendasein. Ein indisches Team mit einem indischen Fahrer würde logischerweise eine große Identifikation darstellen. In der Vergangenheit hat Teambesitzer Vijay Mallya jedoch einen Bogen um Chandhok gemacht und ihn in den Nachwuchsserien nicht unterstützt. Ob sich das ändert ist fraglich.

"Es ist kein Geheimnis, dass alle drei neuen Teams auf der Suche nach weiteren Sponsorn sind. Es ist sehr schwierig, denn die Topteams können gute Preise anbieten, viel billiger als in der Vergangenheit", kennt sich Chandhok im Business aus. "Jeder Sponsor, der nur ein paar Millionen zur Verfügung hat, kann einen billigen Deal mit einem Topteam abschließen, zum Nachteil für die kleinen Mannschaften."

Fotoquelle: xpb.cc


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