Nico Hülkenberg gewann im Vorjahr das GP2-Sprintrennen in Valencia

Formel 1 2010

— 21.06.2010

Williams: Mit oder ohne F-Schacht in Valencia?

Williams wird in Valencia erneut sein F-Schachtsystem einem Test unterziehen - WM-Punkte sind das erklärte Ziel

Williams konnte den FW32 in den letzten Tagen und Wochen weiter verbessern. In Valencia sollen wieder einige neue Teile an das Auto geschraubt werden. Derzeit noch unsicher ist der Einsatz des F-Schachts. Fix scheint, dass das System, das für mehr Höchstgeschwindigkeit auf der Geraden sorgt, in den Trainingssessions getestet wird. Danach wird über einen Einsatz im Rennen entschieden. Williams hatte das System bereits in Schanghai und Barcelona im Einsatz.

Mit oder ohne F-Schacht, die Williams-Piloten rechnen sich für den Straßenkurs im Hafen von Valencia gute Chancen aus. Rubens Barrichello erinnert sich nur zu gern an die letzte Saison zurück. "Ich habe schöne Erinnerungen an Valencia. Ich habe hier letztes Jahr das Rennen gewonnen, es war mein bis dato zehnter Rennsieg. Der war auch aus dem Grund herausragend, weil er mich wieder zurück ins Titelrennen brachte", so der Brasilianer.

Nur wenige Stunden vor dem Triumph des Routiniers hatte auch Nico Hülkenberg seine große Stunde. Er gewann nämlich das GP2-Sprintrennen. "Valencia ist eine tolle Strecke, die ich wirklich sehr mag. Ich kenne sie noch sehr gut aus der GP2 und freue mich schon darauf, sie mit dem FW32 zu fahren, da ich mich hier sehr wohl fühle. Wie in Monaco und Montréal sind überall Mauern, aber die Strecke ist etwas breiter, ich mag jedenfalls die Herausforderung", meint der GP2-Meister der vergangenen Saison.

Das Pilotenduo ist davon überzeugt, dass die neuen Entwicklungen ihr Auto schneller gemacht haben. "Wir kommen immer näher an die Top-Ten heran, wie wir beim Qualifying in Montréal bewiesen haben. Aber wir müssen weiter Druck machen und noch einige Zehntel herausholen damit wir konstant in den Top-Ten landen", glaubt Hülkenberg. Barrichello lobt sogar den zuletzt in der Kritik gestandenen Motorenpartner: "Cosworth macht gute Fortschritte bei der Verbesserung der Haltbarkeit." Seine Ziele für Valencia hat der Routinier klar formuliert: "Ich will ins Q3 und Punkte einfahren."

Der Technische Direktor Sam Michael kennt die Herausforderung, die an das Auto gestellt werden: "Zu Beginn hat die Strecke nur wenig Grip. Die zahlreichen Kurvenkombinationen stellen für die Reifen eine nicht unwesentliche Herausforderung dar. Durch die Küstenlage können zudem immer wieder Brisen aufkommen, die die Balance des Autos beeinflussen." Auch Michael formuliert die Ziele für das Wochenende unmissverständlich: "Wir haben bei den zwei bisherigen Rennen immer Punkte eingefahren, das ist auch das Ziel für dieses Mal."

Fotoquelle: xpb.cc


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