Die Große Frage: Welche Reifenmarke hinterlässt ab 2011 ihre Spuren?

Formel 1 2010

— 23.06.2010

FIA-Weltrat: Reifenfrage auf der Agenda

Bei der heutigen Sitzung des FIA-Weltrates soll endlich die Reifenfrage auf den Tisch kommen: Ausschreibung oder schneller Pirelli-Deal?

Der FIA-Weltrat wird am heutigen Mittwoch bei seiner Sitzung in Genf über wichtige Fragen entscheiden. Auf der Agenda stehen unter anderem die Regelvorschläge der Technischen Arbeitsgruppe und die Reifenfrage. Die Teams haben sich in langwierigen Diskussionen in den vergangenen Monaten offenbar auf Pirelli als neuen Lieferanten ab 2011 verständigt. Doch FIA-Präsident Jean Todt hatte erst kürzlich gemahnt, dass die Teamvereinigung FOTA eine solche Entscheidung nicht treffen könne.

"Die FOTA mag den Eindruck erwecken, eine Entscheidung treffen zu können", so Todt in der französischen Zeitung 'Le Parisien'. Er fügt hinzu: "Nicht derjenige, der am lautesten schreit, ist der Stärkste." Klare Worte des FIA-Präsidenten. Eine Machtdemonstration seiner Behörde könnte die Folge sein. Während die Teams eine schnelle Entscheidung pro Pirelli suchen, könnte die FIA blockieren. "Wir werden gemeinsam mit dem Vermarkter der Formel 1 eine Ausschreibung anstoßen."

Eine solche offizielle Ausschreibung würde nicht nur Verzögerungen mit sich bringen, sondern auch reichlich Diskussionen. Bernie Ecclestone macht keinen Hehl aus seinem Wunsch, die Amerikaner von Avon als Ausrüster haben zu wollen. Die Frage ist, ob Pirelli die nötige Geduld und Zuversicht mitbringt, um dieses neue Machtspiel zwischen FIA/FOM und FOTA auszusitzen. Die Zeit drängt, denn die Teams müssen beim Bau ihrer neuen Boliden zumindest ansatzweise die Charakteristik der neuen Pneus kennen.

Auf der Tagesordnung der Sitzung des FIA-Weltrates steht außerdem der Wunsch der Teams nach einem zusätzlichen Test, um erste Erfahrungen mit den neuen Reifen sammeln zu können. Diese Probefahrten sollen angeblich im Anschluss an die Saison entweder in Abu Dhabi oder in Bahrain über vier Tage stattfinden. Auch die Namensänderung von Sauber ('Motorsport-Total.com' berichtete exklusiv) wird Thema in Genf sein.

Die Mitglieder des Weltrates sollen außerdem die neuesten Vorschläge der Technischen Arbeitsgruppe abnicken. Die Erhöhung des Mindestgewichts, der Einsatz eines leistungsstärkeren KERS und ein neuer verstellbarer Heckflügel sollen im Regelwerk für 2011 verankert werden. Zusätzlich sollen das Verbot des F-Schachts, des verstellbaren Frontflügels und Präzisierungen von aktuellen Regularien verabschiedet werden.

Dabei geht es unter anderem um das Überholverbot unter Safety-Car-Regeln, wie es in Monaco im Fokus stand. Michael Schumacher hatte Fernando Alonso kurz vor der Ziellinie überholt und war anschließend bestraft worden. Man will nun klare Regelungen für die Zukunft schaffen. Ein weiteres Thema wird laut 'Autosport' US F1 sein. Die Amerikaner, die ihren Startplatz in der Formel 1 nicht einnehmen konnten, sollen womöglich in irgendeiner Form belangt werden.

Fotoquelle: xpb.cc


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