Performance gesucht: Virgin legt in Valencia im mechanischen Bereich nach

Formel 1 2010

— 24.06.2010

Virgin: Der VR-01 soll schneller werden

Virgin hat für den Grand Prix von Europa neue Aufhängungsteile parat: Mit besserer Balance eine Chance gegen Lotus

Die Virgin-Mannschaft um Timo Glock wurde zwar auch in den vergangenen Wochen immer wieder durch technische Defekte eingebremst, doch lagen diese Probleme eher an einem Zulieferer. Das Hydrauliksystem bekam man bislang nie wirklich in den Griff. Nick Wirth, der offenbar keinen Einfluss auf die immer wiederkehrenden Sorgen mit Servolenkung und Getriebe hat, konzentrierte sich zuletzt auf mechanische Verbesserungen am VR-01.

Neue Teile sollen dem Virgin-Cosworth am Valencia-Wochenende eine bessere Balance ermöglichen. "Ich freue mich auf das Wochenende", sagt Glock. "Die Strecke mag ich gern und im vergangenen Jahr habe ich dort die schnellste Rennrunde markiert. Ich kann also nur Gutes über den Parcours sagen. Man muss dort mutig sein. Es gibt - ähnlich wie in Monaco - die Kombination von schnellen Abschnitten und soliden Leitplanken. Da kann man schnell sein Rennen ruinieren."

"Meist ist es dort sehr heiß, aber in diesem Jahr sind wir früher dort. Also wird es wohl nicht ganz so schlimm", meint der Hesse. "Kanada war für uns in Bezug auf das Setup des Autos und den Umgang mit den Reifen ein schwieriges Wochenende. Ich hoffe, dass es am kommenden Wochenende etwas runder läuft. Unser Ziel ist unverändert: Wir wollen möglichst schnell zur direkten Konkurrenz aufschließen und als bestes neues Team dastehen."

Auch Teamkollege Lucas di Grassi freut sich auf den Auftritt in Valencia. "Es ist schön, wieder in Europa zu sein - speziell in Spanien, wo wir viel Unterstützung durch die Fans erfahren. Ich war schon mit der GP2 auf der Strecke und freue mich auf meine erste Fahrt mit dem Formel-1-Auto dort. Ich habe mich im Simulator vorbereitet, außerdem bekommen wir neue Teile, die uns beim Setup des Autos helfen sollten. Kanada war schwierig, aber ich bin guter Dinge, dass es in Valencia besser für uns läuft."

Für das neue britische Team ist die Rückkehr nach Europa wichtig. Die leidgeprüften Mechaniker bekommen wenigstens kurze Ruhephasen, können im Kreise ihrer Familien zwischendurch etwas entspannen. "Wir können nun einen guten Rhythmus für die anstehenden sechs Rennen finden", sagt Teamchef John Booth. "Vor allem bleiben wir immer in etwa in der gleichen Zeitzone. Obwohl wir gerade von Übersee zurückkommen, haben wir etwas Zeit zum Durchatmen gefunden."

"Wir haben die vergangenen Rennen noch einmal betrachtet und auf die kommende Phase der Saison vorausgeblickt", so Booth weiter. "Kaum zu fassen, dass wir nun schon fast eine halbe Saison hinter uns haben. Nun freuen wir uns auf unser Heimrennen in Silverstone. Ich denke, dass wir für die zweite Hälfte der Saison gut aufgestellt sind. Ich hoffe sehr, dass wir bereits am kommenden Wochenende in Valencia ordentlich Schwung aufnehmen können."

"Nach unserer Rückkehr nach Europa kann sich das gesamte Team nun auf die Verbesserung der Performance konzentrieren", sagt Designer Wirth. "Das soll schon in Valencia losgehen. Wir haben hart an jenen Bereichen gearbeitet, in denen wir Defizite erkannt haben. In Valencia werden wir neue mechanische Bauteile haben, die das Ergebnis eines intensiven Entwicklungsprogrammes sind. Die Updates versprechen eine erhebliche Verbesserung."

"Wir erwarten, dass wir durch die neuen Teile ein besseres Fahrzeugverhalten hinbekommen. Dadurch würden dann auch die Rundenzeiten verbessert. Unser Ziel ist es nun, erste Erfahrungen mit diesen neuen Bauteilen zu sammeln, bevor wir in Silverstone ein neues Aerodynamikpaket installieren", beschreibt Wirth die Marschroute der Virgin-Entwicklung. "Zunächst einmal wünschen wir uns ein problemloses Rennwochenende mit guter Zuverlässigkeit."

Fotoquelle: xpb.cc


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