Renault könnte Mastercard als Nachfolger von Ex-Titelsponsor ING präsentieren

Formel 1 2010

— 30.06.2010

Renault: Geldsegen und Räikkönen?

Bei Renault hat man offenbar einen neuen Titelsponsor im Visier - Hat Teilhaber Gerard Lopez erste Gespräche mit Kimi Räikkönen geführt?

Bei Renault läuft es seit Saisonbeginn sportlich deutlich besser als viele Beobachter dies nach den Veränderungen in den Eigentumsverhältnissen und den eher mäßigen Testfahrten erwartet hätten. Gerard Lopez ist mit seinem Unternehmen Genii Capital der neue starke Mann im Hintergrund, Eric Boullier macht als Teamchef einen ebenso guten Job wie Robert Kubica am Steuer des R30. Die jüngsten Erfolge könnten schon bald belohnt werden.

Angeblich steht Renault kurz vor der Unterzeichnung eines neuen Sponsorendeals von großem Umfang. Das Kreditkartenunternehmen Mastercard plant die Rückkehr auf die große Motorsportbühne ('Motorsport-Total.com' berichtete exklusiv) und Renault wird vermutlich der passende Partner sein. Ein entsprechender Vertrag würde viel frisches Geld in die Kassen der Franzosen spülen, es ergäben sich plötzlich ganz neue Chancen.

Betroffen sein könnte unter anderem Vitaly Petrov. Renault wäre mit einem neuen Titelsponsor in der Lage, auf die Sponsormillionen aus Russland zu verzichten. Nach Informationen der Kollegen von 'Autosport' denkt man bei Renault bereits wieder in größeren Kategorien. Lopez soll angeblich den Kontakt zu Kimi Räikkönen suchen, um ihn als zweiten Mann neben Robert Kubica für 2011 zu verpflichten. Der finnische Ex-Formel-1-Weltmeister fühlt sich im Rallyesport zwar wohl, aber schließt eine Rückkehr in die Königsklasse nicht aus.

Kubica dürfte bei Renault auch für das kommende Jahr sicher sein. Der Vertrag des Polen läuft zwar nur ein Jahr, aber es gibt derzeit keine adäquaten Alternativen für die nächste Saison. Bei Ferrari, Red Bull, Mercedes und McLaren sind die Plätze für 2011 bereits vergeben. Ein Wechsel zu einem anderen Team wäre für Kubica womöglich eher ein Rückschritt. Am 15. Juli läuft offenbar eine Option zur Verlängerung des Renault-Vertrages um ein Jahr aus. Eine Entscheidung wird also schon bald fallen.

Fotoquelle: Renault


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