Testfahrten könnten der HRT-Manschaft das Leben einfacher machen

Formel 1 2010

— 30.06.2010

Willis fordert mehr Testchancen

HRT-Technikberater Geoff Willis muss sich bei aktuellen Entwicklungen fast ausschließlich auf CFD verlassen: Tests dringend nötig

Die drei neuen Teams Virgin, Lotus und HRT gehören mittlerweile zum gewohnten Bild der aktuellen Formel 1. Vor allem Lotus hat sich schnell etabliert und einige Fans des alten Lotus-Teams um sich scharen können. Virgin verbucht mit dem CFD-Ansatz endlich sichtbare Fortschritte und auch HRT macht sich mehr und mehr an die Aufholjagd. Allerdings sind Fortschritte schwierig. Die neuen Teams müssen nach wie vor die Rennwochenenden für Entwicklungsfahrten nutzen.

"Man muss die fehlenden Testmöglichkeiten auf Prüfständen und per Windkanal ausgleichen. Das Geld, was man durch weniger Tests spart, gibt man dort wieder zusätzlich aus", meint HRT-Technikberater Geoff Willis. Aus Sicht des Briten ist man im Sparwahn 2009 einen falschen Weg gegangen. "Aus meiner Sicht war das strikte Verbot falsch. Man muss das passende Mittelmaß finden. Zwischen den Europarennen ist jeweils ausreichend Zeit. Man könnte in Spanien, Italien und Großbritannien beispielsweise testen."

"Nachteil der Geschichte: Beim aktuell sehr vollen Rennkalender müsste man eigene Testteams haben", gibt Willis offen zu. Die perfekte Formel-1-Welt sähe aus den Augen des erfahrenen Technikers anders aus: zwei bis drei Rennen weniger, einige Testfahrten während der Saison mehr. "Wir als kleines Team müssten für die Entwicklung eigentlich während der Saison einen zusätzlichen Windkanal anmieten, aber wir brauchen auch schnelle Fortschritte."

"Das bedeutet, dass wir uns Mitte des Jahres voll auf CFD konzentrieren müssen. Nur so kann es für uns funktionieren", klagt Willis, der sich mit dem eher mäßigen Dallara-Chassis der Spanier beschäftigen muss und für 2011 den Bau eines eigenen Boliden plant. Auch wenn man aktuell oft Probleme mit der Hydraulik und dem Getriebe hat, wird man die Gangwechseleinheit nicht selbst entwickeln. "Wir sehen zwei realistische Varianten. Entweder bleiben wir bei Xtrac, oder wir kaufen bei einem anderen Zulieferer."

Bei den Spaniern, die vom deutschen Teamchef Colin Kolles geführt werden, soll es zum kommenden Jahr deutlich vorangehen. Auch die Wiedereinführung der 107-Prozent-Regel schreckt niemanden ab. "Von mir aus könnte es auch bei 105 Prozent sein", sagt Willis. "Vielleicht hätten wir hier und dort Probleme damit, aber die Messlatte muss hoch sein. Immerhin will man in der Formel 1 gewisse Standards halten. Im Moment liegen wir im Qualifying im Schnitt nur knapp fünf Prozent hinter der Bestzeit."

Fotoquelle: xpb.cc


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