Lewis Hamilton zählt zu den eifrigsten Überholern in der Formel 1

Formel 1 2010

— 01.07.2010

Hamilton: "Habe keine Angst, andere zu überholen"

Lewis Hamilton ist froh, in dieser Saison wieder um den Weltmeistertitel kämpfen zu können und möchte seinem Stil treu bleiben

Nach einem durchwachsenen Jahr 2009 gehört Lewis Hamilton in dieser Saison wieder zum engsten Kreis der Titelanwärter der Formel 1. Der Weltmeister von 2008 führt die Fahrerwertung gegenwärtig mit acht Punkten Vorsprung vor seinem Teamkollegen Jenson Button an. "Jenson macht einen hervorragenden Job - und ich liebe es, gegen ihn zu fahren", beteuert Hamilton gegenüber 'spox.com'.

Zwischen den beiden Weltmeistern der vergangenen beiden Jahre herrscht offenbar eine Menge Respekt. "Jenson ist einfach ein hervorragender Fahrer und wir können noch immer viel voneinander lernen", so Hamilton weiter. "Nur so konnten wir das aktuelle Auto siegfähig machen. Und ich denke, wir können es zusammen sogar noch besser machen."

Nach den Erfahrungen der Vorsaison genießt es Hamilton nun offenbar, wieder um Rennsiege und den Titel kämpfen zu können. "Ich bin jetzt viel besser involviert. Es ist mein viertes Jahr in der Formel 1 und die Dinge entwickeln sich in die richtige Richtung." So habe er 2009 gelernt, wie man schwierigen Phasen umgehe und sein Verständnis für die Technik verbessert.

Seine aggressive Fahrweise hat Hamilton allerdings bewusst beibehalten. Der Grund dafür liegt für ihn auf der Hand. "In der Formel 1 geht doch ums Racing, oder? Ums Überholen und Spannung. Und genau das liefere ich. Natürlich will ich auch als fairer und umsichtiger Fahrer gesehen werden, der mit minimalem Risiko fährt. Aber zuallererst will ich gewinnen. Immer. Also fahre ich mir die Seele aus dem Leib."

Hamilton weist die Kritik, er gehe zu aggressiv mit den Reifen um und gefährde zuweilen sogar seine Konkurrenten entschieden zurück. "Das ist absoluter Müll! Ich habe einfach keine Angst davor, andere Piloten zu überholen. Ganz im Gegenteil: Ich liebe einen anständigen Kampf auf der Strecke. Es macht ganz einfach Spaß. jemanden vor sich zu haben und einen Weg an ihm vorbei zu finden."

Hamilton hat Schumacher früher bewundert

Zu seinen schärfsten Konkurrenten zählt in dieser Saison auch Sebastian Vettel. "Schon bei Toro Rosso war er schnell, aber bei Red Bull sitzt er in einem echten Sieger-Auto", findet Hamilton. Ein solches Sieger-Auto fehle Michael Schumacher derzeit, weshalb es auch noch zu keinem direkten Duell auf der Strecke gekommen sei. "Aber ich will mich lieber nicht beschweren. Denn das ist schließlich auch ganz gut für uns", scherzt Hamilton.

Trotzdem freut sich der McLaren-Pilot darüber, dass Schumacher in die Formel 1 zurückgekehrt ist. "Als ich ein Kind war, habe ich Michael für seine Erfolge bewundert. Und gegen einen siebenmaligen Weltmeister zu fahren und ihn auch zu schlagen, ist wohl das Größte für jeden Piloten."

Fotoquelle: McLaren


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