Ferrari erhält Unterstützung vom italienischen Motorsportverband

Formel 1 2010

— 02.07.2010

Safety-Car: Italienischer Verband teilt Ferrari-Meinung

In der Diskussion um die Folgen der Safety-Car-Phase in Valencia hat sich nun auch die CSAI eingemischt: Auch sie fürchtet um die Glaubwürdigkeit des Sports

Ferrari fand nach dem Rennen in Valencia deutliche Worte: Man fürchte um die Glaubwürdigkeit des Sports. Schließlich sei McLaren-Pilot Lewis Hamilton trotz der Durchfahrtsstrafe, die er für das Überholen des Safety-Cars bekam, Zweiter geworden. Die Scuderia wunderte sich auch, dass Fernando Alonso trotz der Tatsache, dass neun andere Fahrer wegen zu schnellen Fahrens in der Boxengasse eine Zeitstrafe kassierten, nicht weiter vor als auf Rang acht kam.

Nun bekommt Ferrari Unterstützung aus der Heimat. Der italienische Automobilverband CSAI (Commissione Sportiva Automobilistica Italiana) teilt die Meinung der Scuderia. "Der Erfolg eines Sports misst sich an seiner Fähigkeit, glaubwürdig und vor allem für die Öffentlichkeit verständlich zu sein", sagt CSAI-Präsident Angelo Sticchi Damiani in einem Statement.

"Was am Sonntag passiert ist, schädigt die Glaubwürdigkeit der Serie. Ich denke nicht, dass irgendjemand, egal ob auf den Tribünen oder vor den Fernsehern auf der ganzen Welt, versteht, was passiert ist", fährt er fort. "Fahrer, die das Safety-Car überholen, kommen auf das Podium. Andere, die diese Situation auch ausgenutzt haben, hatten ebenfalls einen Vorteil. Doch andere - diejenigen, die Regeln respektiert haben - waren die Opfer."

Vielleicht müsse man manche Regeln, die das Verhalten in der Formel 1 betreffen, überdenken und neu gestalten, so Sticchi Damiani: "Damit sie nicht noch mehr Unsicherheit und Verwirrung stiften." Er betont, dass die Unterstützung der CSAI für Ferrari "nicht kontrovers, sondern konstruktiv" sei.

"Wir hätten gern Klarheit über die Strafen und anhand welcher Kriterien sie vergeben wurden", fordert Sticchi Damiani. Er hegt den Verdacht, dass bei den Bestrafungen ein gewisser "Grad an Subjektivität" mitgespielt hat.

Fotoquelle: xpb.cc


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