Charlie Whiting und Ross Brawn müssen noch viel über den Heckflügel besprechen

Formel 1 2010

— 03.07.2010

Brawn verteidigt verstellbaren Heckflügel

MercedesGP-Teamchef Ross Brawn hat keine Sicherheitsbedenken beim verstellbaren Heckflügel - Der Engländer erklärt das Konzept des Systems

Ross Brawn hat als Vorsitzender der Technischen Arbeitsgruppe der Teamvereinigung FOTA viel bei Änderungen mitzureden. Nun verteidigt der Mercedes-Teamchef den verstellbaren Heckflügel, der ab der nächsten Saison das Überholen erleichtern soll. Obwohl speziell die Fahrer Sicherheitsbedenken zu diesem Konzept äußerten, ist der 55-Jährige von der Idee überzeugt. Es muss aber in den sportlichen Regeln sichergestellt sein, dass das Überholen nicht zu einfach wird.

Den Sicherheitsaspekt sieht er nicht als Problem. "Mehrere Teams haben bereits einige Arbeit investiert. Der Flügel ist so konfiguriert, dass er bei einem Fehler in der Position mit dem höchsten Anpressdruck kaputt geht", wird Brawn von 'Autosport' zitiert. "Generell wird der vordere Teil des Flügels angehoben, es wird nicht der hintere gesenkt. Das Hauptstück des Flügels bleibt in seiner Position, und wenn ein Schaden auftritt, geht das vordere Stück in seine Ausgangsposition zurück."

Die Teams arbeiten derzeit daran die technischen Regeln zu finalisieren, damit die Höchstgeschwindigkeit nicht zu groß und ein Überholvorgang zu einfach wird. Derzeit sieht der Plan vor, dass sich der bewegliche Teil in einem Rahmen zwischen zehn und 50 Millimeter bewegen kann. Dieser Bereich könnte aber reduziert werden, sollte sich herausstellen, dass die Autos damit um mehr als 10 km/h schneller werden.

"Wir haben ein Ziel gesetzt, um wie viel man den Flügel verstellen darf. Vielleicht sind wir auch etwas über das Ziel hinausgeschossen, aber das gibt uns die Möglichkeit den Verstellbereich zu reduzieren, falls der Geschwindigkeitsvorteil zu groß wird", so Brawn. "Wie müssen nun sorgfältig definieren, wann man dieses System verwenden kann."

"Die Idee liegt derzeit bei einer kalkulierten Situation, die auf Sektorenzeiten und Induktionsschleifen auf der Strecke basiert. Wenn ein Auto also auf seinen Vordermann aufgeschlossen hat, bekommt es die Nachricht, dass eben nah genug dran ist", sagt Brawn. "Der Fahrer kann den Heckflügel dann im nächsten Sektor oder einer ganzen Runde verstellen." Es wird also noch am Einsatz gefeilt.

Fotoquelle: xpb.cc


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