Force-India-Teamchef Vijay Mallya will in Zukunft einen Inder in seinem Auto sehen

Formel 1 2010

— 04.07.2010

Mallya fördert indischen Nachwuchs

Erst zwei indische Fahrer haben es in die Königsklasse geschafft - Vijay Mallya will in der zahlreichen Bevölkerung den nächsten Lewis Hamilton finden

Force-India-Teamchef Vijay Mallya will bekanntlich in Zukunft einmal einen indischen Fahrer in seinem Auto sehen. Sein Landsmann Karun Chandhock fährt für HRT, doch Mallya will ein System der Nachwuchsförderung aufbauen, um junge Talente in seiner Heimat zu finden. Da in Indien der Motorsport nicht sehr entwickelt ist, sollen die Youngster nach dem Kartsport in den europäischen Formelserien ihr Handwerk lernen.

"Unter 1,2 Milliarden Menschen muss es einen neuen Lewis Hamilton geben. Ich muss mich nach jungen Talenten umsehen", sagt Mallya gegenüber 'ITV'. "Es ist wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen, aber wir werden jetzt ein nationales System starten, das sehr komplex ist. Aus verschiedenen Gründen ist der Motorsport in Indien nicht sehr groß. Man findet nicht leicht Fahrer, die für die Formel 1 geeignet sind."

Trotzdem haben es schon zwei Inder in die Königsklasse geschafft, wenn auch mit mäßigem Erfolg. "Es gibt Narain Karthikeyan, Karun und ein paar weitere, darunter Armaan Ebrahim, der in der Formel 2 fährt und einen Burschen namens Patel. Da sind also Talente vorhanden", so Mallya. "Ich muss nun entscheiden, ob sie meine Vorraussetzungen für die Formel 1 erfüllen."

Im Hintergrund hat sich da auch schon einiges getan, obwohl kein Inder im Nationalteam sitzt. "Ich war sehr fair, denn ich habe einem davon schon eine Chance im Simulator gegeben. Wir haben vier Fahrer ausprobiert und den Besten genommen. Das war eben Paul di Resta", erklärt der Teamchef. Der Schotte kommt sporadisch am Freitag zum Einsatz und hat bisher solide Leistungen abgeliefert.

Nun soll das Programm der Nachwuchsförderung gestartet werden. Mallya erklärt, wie das genau aussehen soll: "Es sind mehrere Kartstrecken über das Land verteilt. Wir haben eine organisierte Methode, um die Leute zur Teilnahme zu bringen. Es ist ein konkurrenzfähiges Programm. Wir werden wahrscheinlich die größten Talente nach Europa schicken und alle Kosten übernehmen. Wir begleiten und unterstützen sie, bis sie in ein Formel-1-Cockpit steigen können."

Dabei handelt es sich natürlich um ein langfristiges Projekt. Adrian Sutil und Vitantonio Liuzzi müssen sich daher im Moment keine Sorgen machen. "Ich bin zufrieden mit unseren Fahrern", ist Mallya glücklich. "Sie sind nicht am Ende ihrer Karrieren, denn sie haben jetzt ihre besten Jahre. Für die Zukunft würde ich aber gerne einen guten Inder sehen."

Fotoquelle: xpb.cc


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