Anthony und Lewis: Lange waren die Hamiltons ein Herz und eine Seele

Formel 1 2010

— 05.07.2010

Hamilton: Familienzusammenführung in Silverstone?

In Silverstone könnte es zum Shakehands zwischen Lewis und Anthony Hamilton kommen - Suche nach neuem Manager geht weiter

Lange herrschte Funkstille zwischen Lewis Hamilton und seinem Vater Anthony, weil vor allem der Senior nicht gut damit zurechtkam, plötzlich nichts mehr mit der Karriere seines Sohnes zu tun zu haben. Doch schon seit einigen Wochen stehen die beiden wieder in SMS-Kontakt und in Silverstone könnte es zur endgültigen Versöhnung kommen.

"Ich habe ihn nach Silverstone eingeladen und wir freuen uns darauf", so Hamilton bei einem Medientermin. "Es ist noch nicht wieder ganz so wie früher, aber wir wollen diese Beziehung aufbauen. Die Dinge gehen langsam voran. Wir geben der Sache Zeit und bevorzugen den natürlichen Lauf, statt irgendwas erzwingen zu wollen. Generell ist es positiv. Er schickt mir vor den Rennen immer positive Nachrichten und wir haben vor Montréal miteinander gesprochen."

Gut möglich, dass es auf dem Grid in Silverstone zu einem Shakehands der beiden kommen wird, um die Geister der Vergangenheit endgültig zu verjagen. Denn die geplante Abnabelung zwischen Vater und Sohn hatte für mehr Spannungen gesorgt als zunächst angenommen. Doch dass sich die Dinge langsam wieder normalisieren, beweist auch Hamiltons Geschenk zum 50. Geburtstag seines Vaters: ein Mercedes-Benz CL65 AMG im Wert von knapp 200.000 Euro!

Eines steht aber trotzdem fest, nämlich dass sich Hamilton für die Zukunft einen anderen Manager als seinen Vater suchen wird. Der McLaren-Pilot hat zahlreiche Angebot auf dem Tisch liegen, unter anderem von Sportmarketingfirmen wie IMG, 19 Entertainment (Simon Fuller) oder dem Unternehmen CSS Stellar, das vom früheren Senna-Manager Julian Jakobi geleitet wird. Eine solche Agentur soll Hamiltons Wert auch außerhalb von Europa steigern.

"Derzeit manage ich mich selbst", betont der 25-Jährige. "Ich bin ziemlich stolz darauf, dass ich mich nicht sofort auf ein neues Management eingelassen habe, sondern ich habe den Leuten gesagt, sie sollen geduldig sein. Der Reihe nach habe ich mich dann auf Dinge konzentriert und in Bereichen gearbeitet, die ich bisher wenig oder gar nicht kannte, um zu lernen. Manchmal dauert das ein bisschen, aber es läuft ganz gut."

Hamilton hat nicht vor, das zum Dauerzustand werden zu lassen, weil er sich voll auf das Rennfahren konzentrieren will, aber McLaren unterstützt ihn gut und "die Wohnung aufräumen, E-Mails beantworten und mich um die Steuern kümmern, bekomme ich auch selbst hin", grinst er. Spätestens wenn Ende 2012 ein neuer Vertrag ausgehandelt werden muss, wäre ein Manager oder eine Managementfirma aber hilfreich.

Die USA, Heimat von Freundin Nicole Scherzinger, spielen dabei nur eine untergeordnete Rolle: "Ich liebe die Staaten, aber das hat keinen Einfluss auf meine Entscheidung", winkt der Weltmeister von 2008 ab. "Sie sind nicht in die Formel 1 involviert. Ich möchte nur die bestmögliche Person finden und niemanden, der mich ausnutzt, sondern jemanden, der es aus den richtigen Gründen macht, gutes Geld heranschafft und mir dabei hilft, mich richtig zu entwickeln."

Fotoquelle: xpb.cc


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