Adrian Sutil will den Force-India-Mercedes auch in Silverstone in die Punkte fahren

Formel 1 2010

— 06.07.2010

Force India: Heimspiel in Großbritannien

Nur wenige Meter vom Formel-1-Werk entfernt will Force India auf der schnellen Silverstone-Rennstrecke besonders glänzen: Updates für mehr Abtrieb

Force India geht bester Dinge ans Heimspiel. "Wir haben nun fünfmal in Folge Punikte geholt, sogar zweimal mit jeweils beiden Autos. Wir standen zwar in Valencia nicht auf den besten Startpositionen, aber das Safety-Car spielte Adrian in die Karten. Aber ich würde dabei nicht von Glück sprechen", fasst Teamchef Vijay Mallya seine positiven Eindrücke zusammen. "Tonio hatte Pech. Aber insgesamt waren die acht Punkte aus Valencia gut. Sie unterstreichen die Qualitäten unseres Autos. Wir sind immer für Punkte gut."

Für Force India steht Silverstone als Heimspiel auf dem Plan. Man gilt zwar als indisches Team, hat seinen Stammsitz allerdings direkt neben der britischen Traditionsstrecke. "Ein ganz wichtiges Wochenende", sagt Mallya. "In Silverstone wollen wir die bestmögliche Leistung zeigen. Die Jungs in der Fabrik haben viele Neuteile vorbereitet. Das gesamte Team wird das Silverstone-Wochenende genießen. Wir wollen Punkte holen. Dieses Auto ist defintiv viel besser als die Autos, die wir in den vergangenen Jahren in Silverstone hatten."

Bislang laufe die Saison komplett nach Wunsch, sagt der Teamboss. "Wir wollten regelmäßig punkten und das tun wir. Spa und Monza werden die Strecken sein, die unserem Auto besonders entgegenkommen. Sollte dort noch ein Podium herausspringen, wäre das das Tüpfelchen auf dem I. Wenn das nicht klappt, dann haben wir uns wenigstens als regelmäßiger Punktegewinner etabliert. Wir haben nun schon 43 Zähler auf dem Konto, so stark war das Team seit langer Zeit nicht mehr."

Auch Adrian Sutil ist mit der bisherigen Saisonbilanz und seinem Valencia-Auftritt glücklich. "Platz sechs war in Ordnung. Dort stehen wir realistisch. Es mag noch Strecken geben, auf denen wir besser sind. Aber insgesamt sind wir recht nahe hinter der Spitze. Es war schade, dass es im Qualifying nicht so lief, aber wir kennen die Gründe nun und vermeiden so etwas in Zukunft. So wohl habe ich mich in der Formel 1 noch nie gefühlt."

Auch für den Deutschen stellt Silverstone ein ganz beseres Event dar. "Dort fahren wir unsere Shakedowns, dort haben wir viel getestet. Die Strecke liegt ganz nahe am Werk. Es wäre also toll, wenn wir dort punkten könnten", sagt der Gräfelfinger. Den neuen Silverstone-Streckenabschnitt habe man simuliert, aber ansonsten Standard-Vorbereitung betrieben. "Die besten Passagen sind nach wie vor vorhanden, der Charakter ändert sich nicht. Es wird immer noch hauptsächlich schnell und flüssig zu fahren sein."

"Wir werden neue Teile bekommen, in etwa genauso viele wie in Valencia", erklärt Sutil mit Blick auf einen neuen Fortflügel und einen verändert Unterboden für Silverstone. "Bisher hat uns jedes Update weiter nach vorn gebracht, also dürfen wir in Silverstone auf ein besseres Ergebnis hoffen als in Valencia. Auch unser F-Schacht funktioniert immer besser. Ich bin für die schnelle Strecke in Großbritannien also sehr zuversichtlich."

Mit ähnlicher Stimmung fährt Vitantonio Liuzzi zum Grand Prix nach Silverstone. "Jetzt kommt das Heimrennen für unser Team. Es wäre ein Traum, wenn wir dort ein tolles Resultat holen könnten", sagt der Italiener. "Ich habe die schnelle Strecke immer schon gern gemocht. Vor allem Becketts, wo man den Schwung schön mitnehmen muss. Ich habe mir den neuen Abschnitt angeschaut, der unserem Auto durchaus liegen sollte. Wir sollten mindestens so gut sein wie in Valencia, aber hoffentlich ohne Probleme im Qualifying."

Man habe auch in Valencia mit etwas mehr Glück Chancen auf ein doppeltes Punkteergebnis gehabt, meint Liuzzi. "Wenn nur das üble Qualifying nicht gewesen wäre. Nun für Silverstone haben wir einige Updates, die unserem Auto mehr Abtrieb in schnellen Kurven bringen sollten. Das ist auf dieser Strecke enorm wichtig. Ich will vor unseren Jungs eine möglichst gute Show zeigen und sie für die harte Arbeit belohnen." Liuzzi wird am Freitagmorgen zuschauen müssen, weil Testpilot Paul di Resta in seinem Auto sitzen wird.

"Ich freue mich sehr darauf. Vor allem, weil ich schon recht lange nicht mehr in der Heimat gefahren bin", sagt di Resta vor seinem Heimspiel. "Es wird aufregend, denn nach zwei britischen Champions in Folge wird die Begeisterung riesengroß sein. Ich freue mich auch darauf, dass ich das Auto auf einer Highspeed-Strecke fahren darf. Valencia war dagegen recht langweilig. In Silverstone musst du wirklich Vertrauen in den Wagen haben. Auch die großartige Historie der Strecke macht es zu etwas Besonderem."

Di Resta hat bereits einige Erfahrung auf der britischen Traditionsstrecke. "Als ich noch sehr klein war, habe ich meinem Cousin Dario Franchitti in der Formel Vauxhall zugeschaut, 2003 und 2004 bin ich selbst dort mit der Formel Renault gefahren. Ich stand auf der Pole-Position und hatte gute Rennen. Danach bin ich dann aber in ganz Europa unterwegs gewesen. Meine schönste Erinnerung ist mein erster Formel-1-Einsatz 2004 gewesen, als ich den McLaren Autosport Award gewonnen hatte. Ich habe schon das Gefühl, dass Silverstone einen besonderen Platz in meiner Motorsportkarriere einnimmt."

Fotoquelle: Bridgestone


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