Adam Parr löst Frank Williams als Vorsitzender des Formel-1-Teams ab

Formel 1 2010

— 08.07.2010

Führungswechsel bei Williams: Parr neuer Vorsitzender!

Update mit Stimmen: Frank Williams hat den Vorsitz des nach ihm benannten Rennteams bereits im März an Adam Parr übergeben, bleibt aber weiterhin Teamchef

Das britische Traditionsteam Williams setzt seine schrittweise Nachfolgeplanung weiterhin konsequent um. Nachdem Frank Williams und Patrick Head im November vergangenen Jahres den Verkauf von Anteilen an den österreichischen Geschäftsmann Christian Wolff bekannt gegeben haben, übergeben sie ihren Rennstall nun an einen neuen Vorsitzenden.

Bereits im März wurde dieser Führungswechsel vollzogen, zunächst allerdings nur hinter den Kulissen. Heute folgte vor dem Heim-Grand-Prix in Silverstone die offizielle Bekanntgabe. Der neue starke Mann in Grove heißt Adam Parr und ist keineswegs ein Unbekannter, sondern steht schon seit 2006 als Geschäftsführer auf der Williams-Gehaltsliste. Nun werden ihm noch mehr Kompetenzen als bisher zuteil.

"Ich übernehme die Verantwortung für die Leitung der Firma und des Teams, aber Frank bleibt Teamchef und gibt dem Team weiterhin seinen Namen, sein Gesicht und seine Inspiration", sagt Parr. "Für mich ist das eine enorme Verantwortung, denn Williams ist eine großartige Firma. Frank ist schon seit 1969 in der Formel 1 am Start und Williams Grand Prix Engineering Limited seit 1977. Das Ziel ist, dass das noch viele Jahrzehnte so bleibt."

Parr übernimmt das komplette Tagesgeschäft, aus dem sich Williams selbst nun komplett zurückziehen wird. Der Rollstuhlfahrer, der das Team 1977 gemeinsam mit Head gegründet hat, bleibt aber Teamchef und hat damit weiterhin das letzte Wort bei allen strategischen Entscheidungen. Head bleibt Ingenieursdirektor und damit Ansprechpartner für den Technischen Direktor Sam Michael, für den sich ebenfalls nichts ändert.

"Ich möchte unterstreichen, dass dies nicht meine Rücktrittserklärung ist", stellt Williams anlässlich der Bekanntgabe klar. "Ich liebe die Formel 1, bin in die Firma stark involviert und gehe jeden Tag in die Arbeit. Aufzuhören kommt mir nicht einmal in den Sinn." Aber: "Adam ist höchstwahrscheinlich der richtige Mann, um die Firma weiterzuführen, wenn ich sie eines Tages ganz verlassen werde."

Der neue Williams-Vorsitzende Parr begann seine professionelle Laufbahn mit Studienabschlüssen in Cambridge und Eton, ehe er zur Barclays-Bank wechselte und in verschiedenen Ländern auch für andere Unternehmen arbeitete. Später unterbrach er seine Karriere, um Jura zu studieren. 2000 traf er erstmals auf seinen späteren Chef Williams. Die beiden verstanden sich auf Anhieb gut, was einige Jahre später zu einer Zusammenarbeit führte.

Fotoquelle: Williams


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