Robert Kubica könnte sich Kimi Räikkönen als neuen Teamkollegen vorstellen

Formel 1 2010

— 08.07.2010

Kubica hätte kein Problem mit Räikkönen

Kimi Räikkönen soll auf der Wunschliste von Renault stehen - Robert Kubica bleibt gelassen: "Er ist ein toller, talentierter Fahrer"

Renault will innerhalb der kommenden zwei Jahre wieder zum Titelaspiranten werden. Dieses ehrgeizige Ziel gaben die Verantwortlichen um Zuge der Vertragsverlängerung von Robert Kubica bekannt. Allein die Bindung des schnellen Polen für zwei weitere Jahre ist ein klares Signal. Die Franzosen wollen angreifen. Möglicherweise muss Vitaly Petrov nach seiner Rookiesaison dafür einem alten Bekannten der Formel-1-Szene weichen.

Kimi Räikkönen wird als möglicher neuer Teampartner von Kubica gehandelt. Der Finne könnte eine realistische Option sein, wenn Renault tatsächlich den lukrativen Deal mit Sponsor Mastercard sicherstellen kann. Der Ex-Weltmeister fühlt sich zwar im Rallyesport wohl, schließt ein Comeback aber nicht kategorisch aus. Nach eigenen Angaben hat er Angebote aus der WRC und der Formel 1. Renault wäre für den Fall einer Rückkehr sicherlich die beste Option, weil die Plätze in den Topteams allesamt besetzt sind.

"Ich habe nie Probleme mit Teamkollegen", zeigt sich Kubica angesichts des möglichen neuen Renault-Fahrers gelassen. "Wenn Kimi zu uns käme wäre das doch super. Er ist ein toller, talentierter Fahrer. Zusammen mit ihm hätten wir eine gute Fahrerpaarung. Aber ich weiß nicht, was die Zukunft bringt und er mein Teamkollege sein wird. Dafür ist es jetzt noch zu früh."

"Es ist heutzutage natürlich sehr wichtig, zwei starke Fahrer im Team zu haben", erklärt der Pole. "Man kann sich gegenseitig und auch dem Team helfen. Ohne Testfahrten bleibt nicht viel Zeit, es wird also einfacher, wenn man jemanden hat, auf dessen Einschätzungen man sich verlassen kann. Ich finde, es gibt überhaupt keine Nachteile, wenn man zwei starke Piloten in einem Team hat." Kubica gilt derzeit als klare Nummer eins bei Renault. Angeblich hat er sich den Status sogar vertraglich zusichern lassen.

Er habe sich bei seiner Vertragsverlängerung um zwei Jahre von seinem guten Gefühl leiten lassen, erklärt der Krakauer: "Ich habe mich nicht für Renault entschieden, weil dann vielleicht im dritten Jahr ein toller Platz in einem anderen Team frei wird. An so etwas denke ich überhaupt nicht. Ich habe mich so entschieden, weil ich sicher bin, dass wir in Zukunft sehr konkurrerzfähig sein werden. Ich freue mich auf den weiteren Weg mit Renault."

"Wie alle Piloten will ich gern ein Siegerfahrzeug, aber das kann einem niemand garantieren", sagt Kubica. "Alle lauern doch darauf, irgendwann man ein Jahr zu erwischen, wo man mit einem tollen Auto zum Titel fahren kann. Sicher ist das nirgendwo, aber wir bei Renault werden es versuchen. Die Motivation ist riesengroß. Vielleicht können wir nach viel Arbeit eines Tages tatsächlich um die Krone kämpfen. Vor drei Jahren hat auch niemand bei Red Bull von einem Topteam gesprochen."

Vor knapp einem Jahr habe man ihm vorgeworfen mit dem Schritt zu Renault die falsche Entscheidung getroffen zu haben. "Aber ich lag richtig", schmunzelt der Pole. Die Hackordnung könne schon in einem Jahr auf den Kopf gestellt sein. "Das geht ganz schnell, das haben wir bei anderen Teams schon gesehen. Ich habe das Gefühl, dass wir weiter vorankommen werden. Natürlich gibt mir dafür niemand eine Garantie. Ich weiß nicht einmal, wie unser Auto in den nächsten zwei oder drei Rennen abschneidet. Wie soll ich wissen, was im kommenden Jahr sein wird?"

Kubica wurde ein möglicher Wechsel zu Ferrari nachgesagt. Dort hätte er an der Seite seines Kumpels Fernando Alonso fahren sollen. Aber der Deal kam nicht zustande, weil die Roten den Vertrag mit Felipe Massa vorzeitig verlängerten. "Enttäuscht war ich nicht. Es gab überhaupt keine Gespräche. Wir haben nie gemeinsam an einem Tisch gesessen, also kann ich auch nicht enttäuscht sein", sagt Kubica mit Blick auf die mögliche Ferrari-Chance. Ob Mercedes ein Angebot unterbreitete? "Ich weiß nicht", so der Renault-Pilot grinsend.

Fotoquelle: xpb.cc


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