Nico Hülkenberg erhofft sich in Silverstone einen großen Fortschritt

Formel 1 2010

— 08.07.2010

Hülkenberg: "Wir werden uns weiter verbessern"

Nico Hülkenberg verspricht sich einiges von den technischen Neuheiten am FW32 - Platz in den Top 10 ist das Ziel

Das Williams-Team wartet bei seinem Heimrennen in Silverstone mit einigen Verbesserungen am FW32 auf. Nico Hülkenberg verspricht sich vom neuen F-Schacht-System und dem auspuffangeströmten Diffusor ein deutlichen Fortschritt. Wie groß dieser ausfällt, kann aber auch er erst am Freitag beurteilen, wenn er zum ersten Mal mit dem erneuerten Auto auf die Strecke geht.

Frage: "Nico, hast du am Mittwochabend das WM-Halbfinale zwischen Deutschland und Spanien verfolgt?"
Nico Hülkenberg: "Natürlich habe ich das. Ich war traurig und enttäuscht. Ich war mit ein paar Freunden in einem Pub in Oxford, wo ein paar Deutschland-Fans, aber auch einige Spanier waren. Am Ende war es ganz schön frustrierend, um ehrlich zu sein. Die Spanier haben gut gespielt, das muss ich ihnen zugestehen."

Frage: "Kommen wir zum Rennwochenende. Wie viele Neuerungen werdet ihr an den Start bringen? Was erwartest du dir?"
Hülkenberg: "Wir haben ein paar neue Teile dabei: den F-Schacht, den auspuffangeströmten Diffusor und noch ein paar weitere, kleine Dinge. Es hängt wirklich davon ab, wie gut sie funktionieren werden. Die Richtlinie lautet für uns: Sind wir in den Top 10 oder nicht? Wir werden sie morgen ans Auto bauen und dann sehen, ob sie funktionieren. Falls sie funktionieren, sollten wir ein etwas schnelleres Auto haben."

Frage: "Manche Leute sprechen sogar von einer halben Sekunde. Ist das realistisch?"
Hülkenberg: "Es könnte sein, ja."

Frage: "Fiel das Fazit nach dem Test auf der Geraden positiv aus?"
Hülkenberg: "Ja, es sah alles gut aus."

Frage: "Ist es für dich nun leichter, das Loch zu schließen? In Valencia hörten wir, dass es für Rubens etwas einfacher sei, da er etwas kleiner ist."
Hülkenberg: "Ich weiß es nicht, denn ich habe es seitdem nicht getestet. Ich war in der Fabrik, um den Sitz und ein paar andere Sachen anzupassen, um es einfacher und besser zu gestalten. Das hat gut funktioniert, aber der wichtige Teil kommt erst morgen. Aber es ist schön zu sehen, dass wir weitere Dinge in der Pipeline haben."

Lange Beine sind etwas problematisch

Frage: "Wir öffnet und schließt ihr das Loch denn?"
Hülkenberg: "Wir müssen das Bein ein wenig nach oben und unten bewegen."

Frage: "Worin bestand denn in erster Linie das Problem? War es so, dass du zu wenig Bewegungsfreiheit hattest, oder war es schwierig, sich immer rechtzeitig daran zu erinnern, es auch einzusetzen?"
Hülkenberg: "Bei mir? Um ehrlich zu sein hatte ich gar nicht so viele Probleme damit. Aber ich habe offensichtlich recht lange Beine und von daher ohnehin nicht so viel Spielraum im Monocoque."

Frage: "Du hattest also kein Problem damit, die Öffnung beim Bremsen abzudecken?"
Hülkenberg: "Nein."

Frage: "Du hast jetzt dein erstes Halbjahr in der Formel 1 hinter dir. War die Umstellung größer als du vor der Saison gedacht hattest?"
Hülkenberg: "Nicht wirklich, nein. Es ist in etwa genau so, wie ich es erwartet hatte. Der Wettbewerb ist sehr eng, aber das hatte ich so erwartet. Ich habe einen guten Teamkollegen, der immer noch sehr schnell ist und bis hierhin einen guten Job gemacht hat. Wir sind nicht da gestartet, wo wir gerne gewesen wären. Aber jetzt haben wir vielleicht Fortschritte gemacht. Das kommende Wochenende wird uns recht gut darüber Aufschluss geben, wo wir stehen. Wir hatten zu Saisonbeginn ein paar Probleme, aber wir haben immer weiter gearbeitet. Wir werden zwar an den kommenden Rennwochenenden nicht gewinnen, aber wir werden weiter nach vorne kommen."

Neues Streckenlayout im Simulator getestet

Frage: "In Valencia wart ihr mit beiden Autos in den Top 10. Lag das daran, dass ihr bereits dort ein paar gute Änderungen am Fahrzeug vorgenommen habt, oder lag es bloß daran, dass die Strecke dem Wagen etwas besser taugte?"
Hülkenberg: "Ein bisschen von beidem, denke ich. Die langsamen Kurven kommen unserem Auto vielleicht ein kleines bisschen entgegen. Aber schon in den Rennen vor Valencia haben wir immer wieder neue Teile gebracht und das Auto Stück für Stück verbessert. Aber nun soll der größte Schritt erfolgen."

Frage: "Ist der Williams nun mit mehr Anpressdruck leichter zu fahren?"
Hülkenberg: "Wenn das Auto besser wird, ist es auch immer etwas leichter zu fahren. Das ist offensichtlich das, was wir getan haben. Wir haben das Auto an den Wochenenden in kleinen Schritten verbessert."

Frage: "Was denkst du über das neue Layout hier in Silverstone? Hattest du schon Gelegenheit es dir anzusehen?"
Hülkenberg: "Nein, noch nicht. Ich habe es mir am Montagnachmittag im Simulator angeschaut. Es gibt zwei neue Highspeed-Kurven und zwei langsame. Ich habe den alten Kurs gemocht und der neue Teil ist nicht so außergewöhnlich. Ich sehe dort keine zusätzlichen Überholmöglichkeiten."

Fotoquelle: xpb.cc


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