Die vier Topstars der Szene hatten viel Spaß in der Pressekonferenz

Formel 1 2010

— 08.07.2010

Pressekonferenz: Geplänkel der Topstars

Die Pressekonferenz mit Fernando Alonso, Lewis Hamilton, Jenson Button und Mark Webber: Liebevolle Teamkollegen und Abschussrampen in Großbritannien

Frage: "Es wird derzeit viel über das Verhältnis von Teamkollegen gesprochen. Wie seht ihr das? Ist es perfekt, oder könnte es besser sein?"
Mark Webber: "Ich denke, dass die Presse Langeweile hat. Wenn es nichts mehr zu berichten gibt, dann berichten sie über Teamkollegen. Das war bestimmt während der vergangenen zehn Tage oder sogar noch länger ein Thema."

Frage: "Du standst dabei auch im Mittelpunkt...2
Webber: "Nun, die Presse fragt immer wieder und will irgendwie immer etwas Sprengstoff zwischen zwei Leute legen. Ich habe meine Meinung klar und deutlich gesagt. Es ist nicht einfach, eine kuschelige Atmosphäre zu haben, wenn man als Konkurrenten gegeneinander antritt. Aber trotzdem hassen wir uns doch nicht. So war es doch an der Spitze der Formel 1 immer schon, in den 1970ern, den 1980erm, den 1990ern und es wird auch in Zukunft so sein. Dafür muss man doch kein Raketenforscher sein, um das zu wissen."

Geplänkel zum Auftakt ins Wochenende

Frage: "Und wie ist deine Beziehung zum Teamkollegen?"
Webber: "Sensationell, herausragend."

Frage: "Das haben wir schon mal gehört..."
Webber: "Ja, das ist wirklich rekordverdächtig."

Frage: "Fernando?"
Fernando Alonso: "Bei uns ist wie immer alles gut."

Frage: "Wie immer?"
Alonso: "Ja, genau."

Frage: "Du hast immer ein gutes Verhältnis zu deinem jeweiligen Teamkollegen gehabt?"
Alonso: "Ja."

Frage: "Ein Arbeitsverhältnis, oder..."
Alonso: "Beides."

Frage: "Lewis, möchtest du das kommentieren?"
Lewis Hamilton: "Was?"

Frage: "Teamkollegen, auch frühere Teamkollegen."
Hamilton: "Ich hatte tolle Teamkollegen und großartige Beziehungen."

Neue Silverstone-Arena kommt gut an

Frage: "Siehst du die Gefahr, dass die jüngsten Äußerungen von Damon und Hill und Mark Webber etwas Probleme in die Beziehung zu deinem jetzigen Teamkollegen bringen könnten?"
Hamilton: "Nein. Ich habe mit Damon gesprochen und er hat mir versichert, dass er sowohl auf meiner als auch auf der Seite von Jenson steht. Er ist falsch wiedergegeben worden. Damit ist die Sache erledigt. Sonst ist alles wunderbar im Moment. Wir sind beim britischen Grand Prix und gespannt, wie das Wochenende verlaufen wird."

Frage: "Jenson?"
Jenson Button: "Ich liebe dieses Vorspiel zum britischen Grand Prix immer wieder. Das ist immer spannend. Ich lache mich regelmäßig kaputt, wenn ich meine Aussagen am nächsten Tag in der Zeitung lese. Das Beste ist aber, dass wir hier am Wochenende ein Rennen haben, es also wirklich etwas wichtiges über die Formel 1 zu berichten gibt. Vorher sucht man immer händeringend nach irgendwelchen Stories. Aber das ist nun vorbei. Jetzt können wir uns auf das Wesentliche konzentrieren."

Frage: "Welche Eindrücke habt ihr von der neuen Streckenführung?"
Webber: "Ich glaube, als der neue Teil entworfen wurde, ging man nicht davon aus, dass die Formel 1 hier fahren würde. Man hat also eher darauf Wert gelegt, dass es für Motorräder passend ist. Da gab es weitere Rennen der Formel 1 plötzlich als Bonus, worüber wir uns alle sehr freuen. Die Leute vom BRDC um Damon Hill haben tolle Arbeit geleistet. Wir sind sehr glücklich, dass wir weiterhin hier fahren können."

"Zurück zum Streckenverlauf: Ich denke, die tollen Passagen, die alle Fahrer so lieben, sind erhalten geblieben. Es wäre nett, wenn wir die Bridge-Passage auch noch hätten und ein paar andere Ecken auch, aber man kann nicht alles haben. Vor allem dann nicht, wenn man eigentlich für die MotoGP plant. Man hat Anpassungen vorgenommen, sodass es jetzt für alle Serien passt."

"Ich glaube nicht, dass es nun mehr Überholmanöver geben wird. Das war hier immer schon schwierig und das wird weiterhin der Fall sein - wie auf fast allen Strecken der Welt. Insgesamt sehe ich es positiv. Man muss für die geleistete Arbeit Applaus spenden. Ich hoffe, wir können ein entsprechend gutes Rennen bieten."

Der alte Slverstone-Fluss ist futsch

Frage: "Fernando, wie siehst du das?"
Alonso: "Ich bin heute ein paar Runden mit dem Fahrrad gefahren. Ich kann aber nicht viel mehr sagen als Mark. Wir alle lieben die ultraschnellen Kurven. Überholen wird schwierig, aber auch nicht schwieriger als in der Vergangenheit. Wir werden dieses Wochenende genießen."

Frage: "Ihr McLaren-Fahrer habt es bestimmt auf der Scalextric-Bahn geübt..."
Button: "Ja. Es war sehr rutschig in der ersten Kurve, es gab viel Übersteuern. Sonst war das Streckenlayout sehr gut. Ich hatte viel Spaß."
Hamilton: "er war wirklich schnell auf der Scalextric-Bahn. Man muss an diesem Wochenende auf ihn achten. Er hat mich fast zweimal überrundet. Ich bin ganz schön oft abgeflogen."

Frage: "Lewis und Jenson, wie denkt ihr über den neuen Streckenteil?"
Button: "Ich mag ihn. Es ist etwas der Fluss der alten Variante verloren gegangen. Das ist die erste grundlegende Änderung an der Strecke. Ich schätze aber, dass wir ein Bonus sein. Der Fluss ist weg, aber es wird interessant sein, hier mal ein paar langsame Ecken zu haben. Man braucht viel mechanischen Grip. Ich hoffe, dass Überholen etwas einfacher wird. Bisher war es hier schwierig, aber mit den engen Ecken könnte es einfacher werden. Der Abtriebslevel dürfte nun etwas anders sein und die Reifen werden auch anders beansprucht."

Hamilton: "Auch ich mag den neuen Teil. Ich finde, man hat da einen guten Job gemacht. Überhaupt den Grand Prix wieder hier zu haben ist toll. Gut, dass man das so hinbekommen hat. Es ist auch toll, dass die Strecke nun modernisiert wird. Ich habe die Strecke schon als kleiner Junge bewundert und kenne die Geschichte. Ich bin noch an die alte Streckenführung gewöhnt. Im Simulator habe ich einige Runden gebraucht und bin aus Versehen die alte Strecke gefahren, habe den neuen Teil schlicht vergessen. Es ist komisch, dass man bei Abbey nun rechts abbiegen muss, anstatt links wie vorher. Ich sehe das positiv und hoffe, dass wir eine noch bessere Show liefern können. Für die Fans ist das bestimmt toll."

Frage: "Mark, gibt es Nachwirkungen vom Valencia-Crash?"
Webber: "Nein, alles ist gut. Ich bin bereit."

Helme, Hoffnungen, Unfälle

Frage: "Du bekommst hier ein anderes Chassis. War das nicht emotional, wo das alte dir doch so viel Glück gebracht hat?"
Webber: "Das Chassis ist das einzige Chassis, das wir nun verwenden können. Es geht also gar nicht anders. Ein Problem habe ich damit überhaupt nicht. Es wird alles okay sein. Mit dem anderen Wagen hatte ich ein paar Pole-Positions, einige Siege wie in Monaco. Es hätte ein besseres Ende verdient gehabt. Aber das Chassis wird wieder aufgebaut und bald wieder zurück sein."

Frage: "Wirst du es wieder fahren?"
Webber: "Ich glaube, es wird unser Ersatzchassis."

Frage: "Fernando, in deinem Team hatte man den Eindruck, dass du in den vergangenen zwei Rennen um die Siegchancen gebracht wurdest. Vergebene Chancen, oder habt ihr auch hier die gute Form?"
Alonso: "Ehrlich gesagt, glaube ich, dass es hier deutlich schwieriger wird. Die Streckencharakteristik ist anders als in Montréal oder Valencia. Wir müssen es mal abwarten. Ich bin schon recht optimistisch fpr dieses Wochenende. Nun hatten wir zweimal Pech, bald werden wir auch mal Glück haben."

Frage: "Lewis, du startest hier nicht nur mit einem besonderen Helm, sondern hattest in dieser Woche generell viel zu tun. Bist du froh, dass es nun wieder ans Fahren geht?"
Hamilton: "Es war eine anstrengende Woche für mich und auch für Jenson. Aber das ist vor dem Grand Prix von Großbritannien immer so. Es ist unser Heimrennen. Wir haben dann Verpflichtungen gegenüber den Partnern, die uns das Rennen überhaupt erst ermöglichen. Beim Helmdesign wollte ich in diesem Jahr bei den beiden besten Grands Prix etwas Besonderes machen, also in Monaco und Silverstone."

"Im vergangenen Jahr hatte ich die britische Flagge recht deutlich sichtbar auf dem Helm. In diesem Jahr kommen viele Familienmitglieder aus Grenada, also habe ich in diesem Jahr beide Flaggen drauf. Beide Banner sind oben auf dem Helm, am Rand sind Sterne. Ich finde das cool, denn meine Familie hat ihre Wurzeln dort. Ich hoffe, dass diese Helme vielleicht in Zukunft mal einen besonderen Wert haben. Vielleicht gebe ich einen später mal für den guten Zweck ab, um so Geld zusammenzubekommen."

Frage: "Jenson, ab sofort habt ihr beiden auch den auspuffangeströmten Diffusor am Auto. Wie wichtig ist es, das System sofort zum Arbeiten zu bringen?"
Button: "Wenn man sich die Teams anschaut, die zuletzt neue Diffusoren und Auspuffsysteme an ihre Autos gebracht haben, dann erkennt man, dass es bei einige gut lief und bei anderen gar nicht. Es braucht seine Zeit. Ohne Testfahrten ist so etwas schwierig. Mal schauen, was passiert."

"Wir hoffen, dass es sofort in Ordnung ist, aber uns ist auch klar, dass man sich daran gewöhnen und beim Setup Anpassungen vornehmen muss. Es werden arbeitsreiche Tage, bis es dann funktioniert. Aber es ist eine wichtige Entwicklung. Wir glauben an die Ideen des Teams und es geht sicherlich in die richtige Richtung. Ich freue mich schon auf die ersten Erfahrungen."

Sein Name ist Button, Jenson Button

Frage: "Lewis und Jenson, man sieht euch hier harmonisch zusammensitzen. Ihr seid beide im Titelkampf. Müsste es nicht eigentlich Animositäten zwischen euch geben?"
Hamilton: "Das hättet ihr Jungs gern, aber es ist eben nicht der Fall. Wir arbeiten gut zusammen, denke ich. Wir arbeiten an unseren schauspielerischen Fähigkeiten und überzeugen euch dabei voll. Er spielt demnächst den James Bond und ich werde der Bösewicht in dem Film sein. Wir finden uns gerade in die Rollen ein."

Button: "Wichtig ist, dass wir wirklich zusammenarbeiten. Das hilft dem Team. Wenn es auf die Strecke geht, dann will man den anderen natürlich schlagen. So läuft das nunmal. Aber derzeit sind wir nicht auf der Strecke, sondern wir quatschen hier. Ich wäre jetzt lieber auf der Strecke."

Frage: "Mark, welche Empfindungen hattest du, als du die Bilder von deinem Crash gesehen hast? Spielt das eine Rolle, wenn du morgen in den Wagen steigst?"
Webber: "Es ist sicherlich etwas ungewöhnlich, dass ein Formelfahrzeug dermaßen in die Lüfte aufsteigt. Ich war sicherlich besorgt ob der möglichen Konsequenzen. Es war ein verrückter Unfall und ich hatte wegen der Werbeschilder etwas Sorgen. Ich wusste nicht, wo diese Werbebrücken sind. Ich konnte aber ohnehin nichts mehr machen."

"Ich hatte schon vorher Unfälle, bin wieder zurückgekommen. Alle haben manchmal einen Abflug. Fernando hatte mal in Brasilien einen heftigen Crash. Solche Dinge passieren. Manchmal liegt es an mechanischen Defekten und manchmal gibt es die Unfälle, die niemand will. Aber es gehört nun mal zu unserem Job dazu. Über meine Leistungen hinter dem Steuer mache ich mir keine Gedanken. Es geht einfach weiter."

Frage: "Fernando, befürchtest du, dass Red Bull hier genauso dominant sein könnte wie in Barcelona? Oder habt ihr mit eurem neuen Heck schon so große Fortschritte gemacht, sodass ihr denen Paroli bieten könnt?2
Alonso: "Keine Ahnung. Wir müssen es mal abwarten. In Barcelona waren wir weit zurück, dort fehlte uns fast eine Sekunde. Natürlich sollte es im Vergleich dazu hier etwas besser laufen. Vor dem ersten Training gelten die Red Bulls aber als klare Favoriten. Hoffentlich zeigt sich dann morgen ein anderes Bild, wenn wir erstmals in den Autos sitzen."

"Ich hoffe, dass wir hier gut sein können. Aber eine konkrete Vorstellung habe ich bisher nicht. Wir müssen morgen in den Freien Trainings hart arbeiten, die Strecke kennenlernen und das Setup entsprechend gut hinbekommen. Wir werden wohl mehr Runden fahren als sonst, um dann optimal in den Samstag durchstarten zu können."

McLaren-Stars zuckeln mit dem Wohnmobil

Frage: "Als Holländer möchte ich dir einen Deal vorschlagen: Du gewinnst hier das Rennen, dafür gewinnen wir am Sonntag das Finale bei der Fußball-Weltmeisterschaft..."
Alonso: "Im Fußball läuft es derzeit richtig gut und wir haben am Sonntag eine richtig gute Chance, den Titel zu holen. Aber von hier aus kann ich keinen Einfluss darauf nehmen. Wir machen hier unseren Job im Motorsport und danach genießen wir hoffentlich das, was im Fernsehen gezeigt wird."

Frage: "Jenson und Lewis, wie habt ihr die Woche vor dem Grand Prix verbracht? Da ihr doch Freunde seid, habt ihr euch gegenseitig Tipps gegeben?"
Button: "Wir hatten mit Sponsorendingen viel zu tun. Außerdem saßen wir beide im Simulator. Aber wissen auch ohne Tipps des jeweils anderen, das wir dort Setuparbeit machen müssen. Das ist sinnvoll. Viele Teams nutzen Simulatoren, um sich auf neue Strecken vorzubereiten."

"Aber wir haben dennoch aufgrund der vielen PR-Termine viel Zeit zusammen verbracht. Vor diesem Rennen gibt es immer viel zu tun. Aber es hielt sich dennoch in Grenzen, sodass wir uns auch mal ausruhen konnten und nun entspannt und fokussiert ans Rennen gehen können.

Hamilton: "Unser tolles Team macht uns diese Arbeit recht leicht. Die Events laufen sauber ab, sind weder langweilig, noch anstrengend oder ermüdend. Die sorgen dafür, dass wir dort Spaß haben. Heute sind wir zum Beispiel in einem ... Was war das doch gleich?"
Button: "Mit einem lustigen Campingwagen sind wir gefahren."

Hamilton: "Das war richtig lustig. Wir sind mit 80 km/h von Woking hierher gefahren. Das hat Ewigkeiten gedauert, aber war eine tolle Sache. Das Team überlegt sich immer wieder nette Dinge für uns. Und der Simulator ist ein schöner Ausgleich für die wenige Zeit, die wir auf Rennstrecken unterwegs sein können."

Frage: "Jenson, wenn du im vergangenen Rennen in dem Schlamassel von Fernando gesteckt hättest, wäre dann auch von dir eine Beschwerde über Lewis' Verhalten bezüglich des Safety-Cars gekommen?"
Button: "Die Situation gab es für mich nicht, also wird hier gerade mal wieder eine Geschichte an den Haaren herbeigezogen, oder? Wir arbeiten als Team. In einem solchen Fall hätte das Team womöglich um Klärung gebeten."

SMS als normaler Kommunikationsweg

Frage: "Fernando, du warst ein Jahr lang an der Seite von Lewis. Wie empfindest du das Verhältnis der beiden McLaren-Piloten?"
Alonso: "Das ist sehr gut, denke ich."

Frage: "Besser als zu deinen McLaren-Zeiten?"
Alonso: "Ähnlich."

Frage: "Fernando und Lewis, wie wir gehört haben, habt ihr per SMS Frieden geschlossen. Kommuniziert ihr immer so? Und Fernando: Hat Lewis aus deiner Sicht das Safety-Car-Manöver ganz bewusst platziert?"
Alonso: "Valencia ist vorbei. Lasst uns nun nach vorne schauen. Wir kommen nach zwei für uns unglücklichen Rennen hierher, wo wir nicht die gewünschten Ergebnisse einfahren konnten. Unser Ziel ist somit klar: Wir müssen in der zweiten Saisonhälfte 30 Punkte mehr holen als der Gegner."

"Bei all den Problemen, die wir im ersten Teil der Saison hatten, sollte uns das mit etwas mehr Glück gelingen können. Wir können einen besseren Job machen. Hoffentlich gut genug, um noch in den Titelkampf eingreifen zu können. Was die SMS angeht: Wir schreiben doch alle reichlich SMS an andere Leute. Das ist doch wohl ganz normal."

Hamilton: "Er hat es treffend erklärt."

Frage: "Fernando, wie wichtig ist es, dass ihr mit eurer Aufholjagd gleich hier durchstartet?"
Alonso: "Das ist wichtig. Nicht nur hier, sondern die nächsten paar Rennen sind alle enorm wichtig. Es kommen jetzt drei Rennen innerhalb von vier Wochen, dabei sich 75 Punkte zu holen - allein im Juli. Es ist wichtig, dass wir in diesen drei Rennen mehr Punkte machen als die anderen."

Webber: "Wir wissen doch, dass es von Rennen zu Rennen immer wieder Verschiebungen gibt. Das neue Punktesystem macht es diesbezüglich interessant. Fernando hatte mit dem Safety-Car im vergangenen Rennen etwas Probleme, Lewis hatte eine Durchfahrtsstrafe und wurde trotzdem Zweiter. Jenson war im Qualifying nicht so gut, hatte aber ein gutes Rennen. Ich hatte den Unfall, Sebastian ein perfektes Wochenende."

"Es geht immer auf und ab, bis zum Saisonende wird es so sein. Wer die besten Wochenenden bis Abu Dhabi erwischt, der wird die besten Karten haben. Es werden weitere Tränen fließen, weil mal die Zuverlässigkeit nicht passt, es wird Fehler geben, schlechte Boxenstopps - das ist Rennsport. Deswegen sind wir hier, deswegen lieben wir es. Wir alle werden unsere Chancen bekommen."

Button: "Das stimme ich voll zu. Was ich noch anfügen möchte ist, dass meiner Meinung nach das neue Punktesystem gut funktioniert. Es geht nicht nur um die Kostanz bis zum Ende der Saison. Du musst Rennen gewinnen. Das gilt für jeden von uns. Ein Rückstand ist mit einem Sieg schnell wieder wettzumachen. Jeder gibt immer alles."

"Wir können viel von kommenden Updates erzählen, aber wir wissen es nicht, bevor wir nicht auf der Strecke waren. Es sind spannende Zeiten in der Formel 1. Es gab viele verschiedene Sieger, der Kampf tobt und hält an. Man sollte nicht vergessen, dass es bisher ein ganz tolles Jahr für die Formel 1 ist."

Probleme mit Randsteinen in Silverstone

Frage: "Fernando, nach den Valencia-Vorfällen hat die FIA erkannt, dass man die Saftey-Car-Regeln anpassen muss. Hast du schon Informationen, wie diese Änderungen aussehen könnten? Wurde mit Charlie Whiting darüber gesprochen?"
Alonso: "Nein, ich weiß auch nicht mehr. Ich weiß, dass es gestern ein Meeting gab. Ich treffe mich jetzt gleich mit meinen Technikern, vielleicht erfahre ich dann etwas mehr. Aber im Augenblick weiß ich noch nichts."

Frage: "Noch einmal kurz zurück zum Rennen in Valencia. Du warst dort sehr ärgerlich. Fiel es dir schwer, cool zu bleiben? Falls so etwas noch einmal passiert, bleibst du dann ruhiger?"
Alonso: "Ich habe meine Sicht der Dinge Anfang der Woche geschildert, als ich etwas ruhiger darüber nachdenken konnte. Aber Valencia ist nun wirklich abgehakt. Wir hatten zuletzt Pech und wollen den Trend nun in den kommenden Rennen umkehren."

Frage: "Mark, man hört, dass es an vier oder fünf Stellen extrem hoher Randsteine gibt, die den Fahrern Anlass zur Sorge geben. Was ist dort los?"
Webber: "Ja, das stimmt. In Becketts gibt es hinter dem Hauptrandstein einen größeren Bereich, der bei den Fahrern nicht viele Freunde hat. So etwas braucht man in Highspeed-Kurven wirklich nicht. In engen Schikanen will man mit so etwas das Abkürzen verhindern. In Monza und Kanada, oder die Schikanen am Nürburgring oder in Barcelona."

"In einer Variante, die man im fünften oder sechsten Gang fährt, ist so etwas überflüssig. Hoffentlich schauen es sich die Verantwortlichen am Abend nochmal an. Man hat in der Vergangenheit bei Regen oft Autos unkontrolliert im Aquaplaning zwischen Maggotts und Becketts gesehen. Montoya hatte da mal einen heftigen Aufhängungsschaden deswegen. Besser ist es, wenn Autos in einem solchen Fall einfach rutschen können."

"Wir brauchen keine Abschussrampen für die Autos. So kann ein Auto zum Geschoss auf Kopfhöhe des Piloten werden, der gerade im Scheitelpunkt ist. In langsamen Kurven geht das vielleicht noch, aber im schnellen Bereich ist es nicht gut. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die Motorradjungs das gut finden. Das ist eher was für Tourenwagen. Die Jungs auf ihren Bikes werden ganz sicher einen weiten Bogen um die Dinger machen wollen."

Fotoquelle: xpb.cc


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