Christian Horner und Mark Webber wollen sich noch aussprechen

Formel 1 2010

— 14.07.2010

Horner strebt eine weitere Aussprache an

Aufarbeitung im kleinen Kreis: Red-Bull-Teamchef Christian Horner will sich noch einmal mit Mark Webber über die jüngsten Vorkommnisse in Silverstone unterhalten

"Nicht schlecht für eine Nummer zwei, oder?" Speziell dieser Satz dürfte Red-Bull-Teamchef Christian Horner im Anschluss an den Grand Prix von Großbritannien sauer aufgestoßen sein. Mark Webber machte seinem Unmut nach der Zieldurchfahrt erst per Funk reichlich Luft, ehe er auch noch in der Pressekonferenz nachlegte. Noch am Sonntagabend sollen sich die Wogen aber gelegt haben.

Spätestens im Laufe dieser Woche will Horner das Thema Silverstone nun endgültig ad acta legen: "Mark und ich werden uns hinsetzen und die Ereignisse des vergangenen Wochenendes in Ruhe und abseits der Rennstrecke besprechen. Er kennt mich lange genug und umgekehrt ist es genauso. Ich möchte mit ihm über seine Kommentare nach dem Rennen sprechen", kündigt der Teamchef an.

"Es ist wichtig, dass wir uns darüber unterhalten - speziell, wo er doch nur zehn Minuten entfernt wohnt", meint Horner, merkt aber an: "Vielmehr als alles andere störe ich mich daran, dass wir in Silverstone einige Punkte verloren haben, weil sich Sebastian und Lewis berührt haben." Auf diese Weise konnte Vettel den vermeintlichen Vorteil seines neuen Frontflügels nur bedingt umsetzen.

In diesem Zusammenhang bringt Horner durchaus Verständnis für Webbers anfängliche Reaktionen auf: "Ich kann nachvollziehen, dass Mark am Samstag frustriert war. Es war allerdings wichtig für uns, diese Komponente einzusetzen. Wir müssen Druck machen und ich glaube nach wie vor, dass es die richtige Entscheidung war", wird der ehemalige Rennfahrer zur Wochenmitte von 'Reuters' zitiert.

"Nach dem Rennen wurden die Aussagen von Mark ziemlich aufgebauscht. Das Wichtigste ist aber: Das Team hat am Wochenende seinen elften Grand-Prix-Erfolg eingefahren. Das war das Ergebnis der harten Arbeit aller Teammitglieder. Diesen Erfolg teilen wir mit allen Beteiligten, denn wir haben dieses prestigeträchtige Rennen nun schon zum zweiten Mal hintereinander für uns entschieden."

"Das rückte beinahe etwas in den Hintergrund", hält Horner fest und fügt hinzu: "Es gibt offensichtlich gewisse Spannungen zwischen den Fahrern, die der Wettbewerb ganz einfach mit sich bringt. Beide Piloten sind allerdings unter Vertrag genommen worden, um ihr Bestes zu geben. Wir haben sie nicht wegen ihres Aussehens verpflichtet, sondern aufgrund ihrer Geschwindigkeit", erklärt der Brite.

Von den Fähigkeiten Webbers ist Horner nach wie vor überzeugt - und mehr denn je, wie er festhält: "Jetzt ist Mark zweifelsfrei ein Kandidat auf den Titel und er fährt richtig gut. Kein Individuum ist aber größer als das Team. Wir haben mehr Rennen gewonnen als jeder andere Rennstall, haben neun von zehn möglichen Poles erreicht und freuen uns nun auf eine sehr spannende zweite Saisonhälfte."

Fotoquelle: xpb.cc


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