Entschlossen: Fernando Alonso will in diesem Jahr noch um den Titel kämpfen

Formel 1 2010

— 15.07.2010

Warum Alonso derzeit locker bleibt

Fernando Alonso trägt die anhaltende Pechsträhne derzeit mit Fassung: Beruhigung vom Renningenieur, Motivation von anderen Sportstars

Fernando Alonso und seiner Ferrari-Mannschaft haftet seit Wochen das Pech an. Immer wieder verhinderten Zwischenfälle und diskussionswürdige Entscheidungen der Rennleitung gute Ergebnisse. Dabei ist der F10 schneller geworden, Podestplätze wären sicherlich möglich. Alonso war vor allem nach dem Valencia-Rennen explodiert, weil er sich und sein Team betrogen sah. Nach dem Rennen in Silverstone, das der Spanier nach einer Strafe ohne Punkte beendete, blieb er erstaunlich gelassen.

"Natürlich bin ich frustriert", gibt der Asturier im Rahmen einer Fragestunde mit Ferrari-Fans offen zu. "Aber gerade in solchen Zeiten muss man zusammenstehen, nach vorne blicken und darf die Motivation nicht verlieren. Wir müssen uns so aufstellen, sodass wir aus der kleinsten Gelegenheit das Maximum herausholen können. Wir müssen jede Chance auf Punkte irgendwie nutzen." Alonso gibt sich keinesfalls geschlagen. Noch immer sieht er Titelchancen für sich und sein Team.

"Solche Rennen wie in Silverstone heizen meinen Willen zum Kampf auf der Strecke immer noch weiter an", gibt sich der Spanier regelrecht trotzig. "Ich will jetzt ganz schnell zum nächsten Rennen und diese neue Energie positiv und konstruktiv nutzen." Renningenieur Andrea Stella hat dem heißblütigen Ex-Weltmeister offenbar Ruhe eingehaucht. "Er weiß genau, was er tun muss, damit ich locker bleibe", berichtet Alonso, der schnell eine gute Beziehung zu Stella aufbauen konnte.

Seine Motivation holt sich Alonso auch aus andere Sportarten. Der Gewinn der Fußball-Weltmeisterschaft durch seine Landsleute gebe ihm einen Schub. "Auch wenn zum Beispiel Rafael Nadal ein Turnier gewinnt", sagt der Ferrari-Star. "Oder damals als Alex Criville Motorrad-Weltmeister wurde. Solche Dinge motivieren. Der Titel für 'Crivi' liegt zwar schon elf Jahre zurück, aber er ist immer noch in den Köpfen und Herzen. Und bald könnte Jorge Lorenzo das auch schaffen..."

Fotoquelle: xpb.cc


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