Webber sich nun, dass auch er angesichts des WM-Stands vom Team bevorzugt wird

Formel 1 2010

— 18.07.2010

Webber schließt einen weiteren Stallkrieg nicht aus

Mark Webber nimmt noch einmal zum Flügelstreit in Silverstone Stellung, schließt aber weitere Vorfälle dieser Art nicht aus

Das teaminterne Duell bei Red Bull zwischen Mark Webber und Sebastian Vettel gibt einer ohnehin schon actiongeladenen Formel-1-Saison einen weiteren Kick. Sei es der Crash in Istanbul oder der jüngste Streit, der durch den Wechsel des Frontflügels zwischen den beiden Stallrivalen in Silverstone ausgelöst wurde. Zwar versuchte der Energydrink-Konzern immer wieder mit PR-wirksamen Aktionen eine heile Welt zu demonstrieren. Doch vor allem das lose Mundwerk Webbers zerstörte oft diese Bemühungen.

Alleine seine Aussage im Boxenfunk nach dem Silverstone-Sieg ("Nicht schlecht für eine Nummer zwei") passte gar nicht in das Konzept des Rennstalls, der immer versicherte, beide Piloten gleich zu behandeln. "Das war eine Botschaft an mein Team", erklärt der Australier gegenüber der 'Daily Mail', der diesen Sager aber bereut: "Der Einwand ist in Ordnung, dass ich zu viel in die Welt hinaustrage. Ich hätte das besser nicht von mir gegeben, aber ich habe es getan. Ich trage mein Herz auf der Zunge und versuche, ehrlich zu mir selbst und jedem anderen zu sein."

Im Nachhinein kann er aber die Situation in Silverstone nachvollziehen. "Am Samstag ist mir nach den ganzen Vorkommnissen der Kragen geplatzt. Das war eine einzigartige Situation, denn zum ersten Mal verfügte jeder von uns nur über einen einzigen unersetzbaren Teil am Auto. Die Entscheidung war ziemlich schwer und ich war deshalb sehr enttäuscht", beschreibt Webber den vieldiskutierten Flügeltausch. Der 33-Jährige glaubt aber, dass vergleichbare Entscheidungen in Zukunft anders gefällt werden.

"Das Fazit daraus ist, dass es in Zukunft in die andere Richtung gehen wird, auch wenn das keiner glauben mag. Man hat ihm den Flügel gegeben, weil er in der Weltmeisterschaft besser platziert war. Nun bin ich aber vor ihm, also ist die Logik daraus klar", glaubt Webber. Dass Vettel vielleicht bevorzugt wird, weil er besser zur Marke Red Bull passt, schließt der Australier nicht aus, nimmt's aber mit Humor: "Natürlich bin ich nicht mehr in meinen Zwanzigern, Sebastian hat aber keine Tätowierungen oder Ohrringe. Also hilft es vielleicht, wenn ich welche hätte."

Das Verhältnis der beiden Stallrivalen beschreibt der dreifache Saisonsieger folgendermaßen: "Seb und ich sind nicht die besten Kumpels, aber das ist nicht ungewöhnlich, wenn man das selbe Ziel verfolgt." Dass es dadurch zu weiteren Scharmützeln kommen könnte, schließt Webber nicht aus. "Wer weiß. Wenn wir beide in den nächsten Monaten nach wie vor an der Spitze fahren, könnte die Lage zwischen uns etwas angespannter werden."

Für den Flügelstreit in Silverstone macht der Australier aber nicht Vettel verantwortlich. "Seb hat am gesamten Wochenende nichts falsch gemacht. Nach dem Rennen schüttelte er meine Hand." Gerüchte, es gebe eine "Trennwand" in der Red-Bull-Box, kann Webber nicht bestätigen: "Die Geschichten, wonach es zwei Teams in unserer Box gibt, sind absoluter Müll. Man braucht keine Feinde, ich will einen fairen Kampf. Wir respektieren uns. Deshalb werde ich auch in der nächsten Saison bei Red Bull bleiben, ich bin teil eines großartigen Teams."

Fotoquelle: xpb.cc


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