Weltmeister Jenson Button legte mit seinem McLaren ein paar Donuts hin

Formel 1 2010

— 19.07.2010

Moskau: Gestern Demo, morgen Grand Prix!

Über 200.000 Fans kamen zur Formel-1-Demo mit Jenson Button und Vitaly Petrov - Moskau bereitet sich für 2012 auf einen Grand Prix vor

Nicht nur in Heppenheim wurde gestern Formel 1 gefahren, sondern auch in Moskau. In die russische Hauptstadt kamen laut Veranstalterangaben mehr als 200.000 Fans, um Vitaly Petrov, der "Rakete von Wyborg", bei der Arbeit über die Schulter zu schauen. Anschließend gab es auch noch eine völlig unerwartete Bekanntgabe.

Denn die Veranstalter von Bavaria-City-Racing ließen aufgrund des Erfolgs in Moskau in den vergangenen Jahren verlautbaren, dass für 2012 eine richtige Grand-Prix-Strecke vorbereitet werden soll: "Moskau verdient einen Grand Prix. Die Verträge sind noch nicht unterschrieben, aber wir haben einen wichtigen Schritt unternommen", sagt Bavaria-City-Racing-Direktor Derk Sauer. "Es wäre wie Monaco ein Rennen im Stadtzentrum mit dem Kreml im Hintergrund."

Ecclestones Traum könnte wahr werden

Formel-1-Geschäftsführer Bernie Ecclestone träumt schon seit Jahren von einem Grand Prix auf und rund um den Roten Platz, bisher wurden ihm aber nur russische Strecken außerhalb von Moskau schmackhaft gemacht. Gut möglich, dass es nun klappen wird, wenn Moskau selbst zur Diskussion steht, auch wenn der Deal trotz der optimistischen Veranstalteraussagen noch lange nicht in trockenen Tüchern ist.

Die niederländische Brauerei Bavaria begann mit ihren City-Racing-Events ursprünglich in Rotterdam und zunächst vor allem zu Werbezwecken. Inzwischen haben die Veranstaltungen aber massiv an Popularität hinzugewonnen. So kamen zur Premiere in Moskau im Jahr 2008 noch deutlich weniger als 100.000 Zuschauer, während es 2009 schon über 100.000 und dieses Jahr sogar erstmals über 200.000 waren - plus 600 internationale Berichterstatter.

Die neue Grand-Prix-Strecke in Moskau soll mit Höchstgeschwindigkeiten von 320 km/h der schnellste Stadtkurs der Formel 1 werden. Streckenplaner Hermann Tilke arbeitet mit seinen Leuten bereits am Layout. Bekannt gegeben wurde dies gestern im Rahmen von Bavaria-City-Racing von Vladimir Makarov, einem Vertreter der Moskauer Stadtregierung. Das zeigt, dass es den Russen diesmal ernst ist mit ihren Ambitionen.

Petrov und Button die großen Stars

"Wir haben vor drei Jahren damit begonnen, diesen Event in Moskau zu veranstalten", sagt Bavaria-Vorstandsmitglied Peer Swinkels über den Erfolg von Bavaria-City-Racing. "Die heutige Beliebtheit beweist, dass die Stadt bereit ist für den nächsten Schritt. Wir sind stolz darauf, dass wir dazu beitragen, Moskau auf den ersten Grand Prix vorzubereiten. Das ist unser schönster Lohn. Wir freuen uns jetzt schon auf nächstes Jahr."

Gestern sorgten verschiedene Rennautos für Furore, am meisten wurde jedoch natürlich für Lokalmatador Petrov gejubelt. Der Renault-Pilot legte einige Donuts hin und ließ sich von seinen Fans frenetisch feiern. Ebenfalls herzlich begrüßt wurde Weltmeister Jenson Button, der sich bei der Gelegenheit vom McLaren-Cockpit aus gleich ein Bild von den Rahmenbedingungen in Moskau machen konnte.

"Es ist eine Ehre für mich, mein Formel-1-Auto durch das Stadtzentrum von Moskau lenken zu dürfen", so Button. "Das ist keine Arbeit für mich, sondern purer Spaß. Ich wollte immer schon mal nach Moskau kommen, habe es bisher aber leider nie geschafft. Leider habe ich nicht viel von der Stadt gesehen, weil ich auch erst am Freitag angekommen bin. Ein Grand Prix wäre eine gute Idee, denn ich möchte unbedingt wiederkommen!"

Fotoquelle: Frits van Eldik


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