Für eine mögliche Petrov-Nachfolge bei Renault gäbe es reichlich Kandidaten

Formel 1 2010

— 19.07.2010

Silly Season: Wer bekommt den Renault?

Die Liste der möglichen Petrov-Nachfolger bei Renault wird immer länger - Pedro de la Rosa steht bei Sauber stark unter Druck

Zwar sind die begehrtesten Cockpits für 2011 bereits fest vergeben, aber dennoch wird über mögliche Fahrerwechsel zur kommenden Saison kräftig spekuliert. Im Zentrum des Interesses steht der Platz neben Robert Kubica bei Renault. Rookie Vitaly Petrov hat sich dort nach Meinung vieler Beobachter nicht gerade für eine Weiterbeschäftigung empfohlen, entsprechend werden bereits potenzielle Nachfolger des Russen gehandelt.

"Wir werden später Gespräche führen", sagte Petrov im Rahmen des Showruns in Moskau am Wochenende. Dem Youngster soll intern angeblich schon klargemacht worden sein, dass sein Platz erheblich wackelt, falls nicht geradezu eine Leistungsexplosion zum Start in die zweite Saisonhälfte erfolgt. "Er hat es selbst in der Hand" - mit diesen Worten hatte Renault-Teamchef Eric Boullier dem Russen noch Chancen eingeräumt.

Aber wie realistisch sind diese Chancen tatsächlich? Vermutlich eher weniger. Renault wird offenbar mit dem neuen Sponsor Mastercard bald viel frisches Geld bekommen, also auf den Geldkoffer aus Moskau nicht mehr angewiesen sein. Außerdem macht Boullier kein Geheimnis daraus, dass man bei Renault bereits eine Liste mit potenziellen Kandidaten für 2011 aufgestellt hat. Die Tage von Petrov bei den Franzosen scheinen definitiv gezählt.

Als mögliche Nachfolger werden Sébastien Buemi, der seinen Vertrag bei Toro Rosso nach eigener Auskunft noch nicht verlängert hat und viele weitere Kandidaten gehandelt: Kimi Räikkönen, Timo Glock, Kamui Kobayashi und Adrian Sutil zählen offenbar dazu. "Einige sehr fantasievolle Nennungen darunter, aber auch ein paar realistische, dem denen wir tatsächlich bereits im Gespräch sind", kommentiert Boullier die Namen auf der Liste.

Sutil hatte zuletzt bekundet, dass er sich wegen der anhaltend guten Entwicklung bei Force India eine Vertragsverlängerung durchaus vorstellen kann. Räikkönen wird mit großer Wahrscheinlichkeit im Rallyesport bleiben. Glock hatte vor einigen Tagen zwar gesagt, dass er stets die Augen offen halte, aber bei Virgin will man den Odenwälder angeblich mit allen Mitteln halten. Bliebe Kobayashi, der sich bei Sauber zuletzt in hervorragender Form präsentierte.

Sollte der Japaner die Schweizer verlassen, müsste Peter Sauber einen regelrechten Neuaufbau einleiten. Pedro de la Rosa hat in seiner Comeback-Saison bislang kaum überzeugen können. Der Spanier weiß selbst, dass es mit einem Cockpit für 2011 eng werden könnte. "Ich genieße den Moment", so de la Rosa, der sich vor Wochen schon bei anderen Teams für 2011 anbot. Um einen neuen Vertrag bei Sauber zu bekommen, müsste der 39-Jährige erheblich nachlegen.

"Neun Rennen sind noch eine ganze Menge", so der Spanier vor dem Start in die zweite Saisonhälfte gegenüber der Agentur 'EFE'. Er rechne allerdings nicht damit, bis Jahresende noch einen Podestplatz herausfahren zu können. "Das wäre wohl zu viel verlangt. Ich kämpfe um die Top 10. Man muss realistisch bleiben. Wir haben viel Potenzial und alle Zutaten, aber eben ein begrenztes Budget für die Weiterentwicklung."

De la Rosa spürt jedoch den Druck, der durch die starken Leistungen von Youngster Kobayashi immer größer wurde. "Die nächsten zwei Rennen werden für das Team, aber auch für mich enorm wichtig." Der Spanier lebt derzeit in einer Ungewissheit. "Bezüglich meiner Zukunft habe ich keine Ahnung", sagt der 39-Jährige offen in der spanischen Zeitung 'AS'. "Wir werden im September Gespräche führen. Ich habe aber gelernt, nichts zu überstürzen."

Fotoquelle: Renault


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