Gerne in Deutschland: Jarno Trulli hat gute Erinnerungen an Hockenheim

Formel 1 2010

— 20.07.2010

Lotus: Mit Emotionen und Vorfreude nach Hockenheim

Der Lotus-Traum geht weiter: Heikki Kovalainen und Jarno Trulli sollen die Silverstone-Updates besser ausnutzen - Fairuz Fauzy am Freitag im T127

Lotus will sich auch in Hockenheim als schnellstes der neuen Formel-1-Teams präsentieren. Doch Virgin rückte der Mannschaft aus Malaysia zuletzt recht dicht auf die Pelle. Das neue Updatepaket von Silverstone funktionierte bei Lotus noch nicht ganz, erst in Deutschland will man den wahren Effekt der neuen Teile sehen. Der T127 hat abgespeckt. Mit einer veränderten Gewichtsverteilung will man endlich eine bessere Balance hinbekommen.

"Wir alle freuen uns auf Hockenheim", sagt Lotus-Sportdirektor Dieter Gass, der als Deutscher ein Heimspiel feiern darf. "Die Strecke ist ganz anders als früher. Damals musste man bezüglich des Setups erhebliche Kompromisse eingehen, weil die Geraden enorm lang, das Motodrom hingegen sehr eng war. Die Kompromisse fallen nun weniger heftig aus, aber dennoch fährt man nicht mit vollem Abtrieb. Man nimmt etwas Flügel weg, um auf der Geraden schnell zu sein und dem Fahrer die Chance zu geben, am Ende des schnellen Teilstücks überholen zu können."

"Unser Auto sollte gut zu dieser Strecke passen", sagt der ehemalige Toyota-Chefingenieur. "Die Charakteristik ist anders als in Silverstone, wo unser Auto nicht ganz so gut funktionierte. In Silverstone hatten wir ein umfassendes Update, konnten es aber mangels Trainingszeit noch nicht voll nutzen. Ich hoffe, dass wir am Freitag und Samstag mehr herausholen können. Mit dem Ballast können wir mehr spielen, um eine bessere Balance hinzubekommen. In der Fabrik haben wir Boxenstopps geübt, um auch dabei noch schneller zu werden. Es sollte ein gutes Wochenende werden."

Ebenso positiv geht Heikki Kovalainen an das Wochenende. "Hockenheim ist immer ein tolles Rennen. Die Fans sorgen für eine prachtvolle Atmosphäre. Vor allem das Motodrom ist beeindruckend. Man hört die Tröten, sieht die Fahnen und hier und dort geht eine Rakete hoch. Man fühlt sich fast wie in einem Fußballstadion. Für die Fans ist das toll und auch für uns Fahrer ist das cool. Wir sehen die vollbesetzten Tribünen. Das ist wirklich heftig."

"Die Strecke selbst ist auch gut", so der Finne. "Man kann am Ende der langen Geraden vor der Haarnadel überholen, aber sonst gibt es kaum andere Stellen, wo man vorbeikommen kann. Die Strecke ist für Reifen recht hart. Wir haben dort oft Blasenbildung erlebt. Aber in diesem Jahr wird das wohl kein Problem sein. Bridgestone bringt die harte und die superweiche Mischung nach Hockenheim. Es sollte also einen deutlichen Performanceunterschied zwischen den Pneus geben. Mal sehen, wie sich das auswirkt."

"Hockenheim hat wirklich Tradition", freut sich Jarno Trulli. "Sie verlangt einem Piloten bezüglich Setup und Fahrstil viel ab, man muss außerdem alle Details passend hinbekommen. Es ist eher ein normaler Kurs. Ich mag ihn, fand aber das alte Layout deutlich besser. Ich stand dort schon auf dem Podest, habe dort die deutsche Formel-3-Meisterschaft gewonnen. Ich habe also nette Erinnerungen. Meist ist es dort am Rennwochenende sehr heiß, die Fans machen viel Stimmung. Ich hoffe, dass wir eine gute Show bieten können."

Am Freitag wird Kovalainen sein Cockpit am Vormittag Testpilot Fairuz Fauzy überlassen. Der Malaysier bekommt nach technischem Pech in Silverstone in Hockenheim eine weitere Chance. "Die hat er sich verdient. Testpiloten bekommen sonst kaum Chancen", argumentiert Lotus-Geschäftsführer Riad Asmat. "Er darf nun also statt in Ungarn in Deutschland fahren und uns zeigen, was er drauf hat. Ich freue mich, dass wir ihn so schnell wieder im Cockpit sehen."

"Auf dem Rückweg von Silverstone saß ich mit Tony Fernandes im Auto. Wir erinnerten uns, dass es in Silverstone 2009 war, dass wir Mike Gascoyne trafen und der Lotus-Traum begann", sagt Asmat. "Er erinnerte sich, dass er im Vorjahr mit seinem Wagen kaum irgendwo an die Strecke fahren konnte, weil ihm die Genehmigungen fehlten. Jetzt rennt er frei durch das Fahrerlager. Ein Jahr ist das nun her. Nun schauen wir bereits fünf Jahre voraus und fragen uns, wie weit wir wohl kommen werden."

Fotoquelle: xpb.cc


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