Wollte Webber seinem Teamkollegen schaden, oder sich selbst helfen?

Formel 1 2010

— 20.07.2010

Vorwürfe: Falsches Spiel von Webber?

Die Äußerungen eines hochrangigen Red-Bull-Technikers werfen wieder einmal ein neues Licht auf die Flügelaffäre um Mark Webber

Im Red-Bull-Team herrscht nach einer weiteren Aussprache mal wieder Frieden. Viele Beobachter fragen sich bereits jetzt schon, wie lange die Ruhe vor dem nächsten Sturm diesmal anhalten wird. In Istanbul brachte eine Kollision zwischen Sebastian Vettel und Mark Webber Streit, in Silverstone wurde dem Australier ein neuer Frontflügel weggenommen. Dennoch siegte der 33-Jährige. Anschließend ließ er sich zu trotzigen Verbalausbrüchen hinreißen.

Teamchef Christian Horner gestand zwar in seiner Nachbetrachtung Fehler in der internen Kommunikation sein, aber auch Webber musste sich öffentlich entschuldigen. Er habe in seiner anfänglichen Enttäuschung zu emotional reagiert, so der erfahrene Pilot. Ist das die ganze Wahrheit? Die finnische Zeitung 'Turun Sanomat' zitiert einen hochrangigen Techniker von Red Bull, der allerdings anonym bleiben will. Die Aussagen werfen ein ganz anderes Licht auf die Affäre.

"Als er den neuen Flügel am Auto hatte, hat er sich beklagt, dass der keinen Deut besser ist als der alte Flügel", wird der Techniker zitiert. "Mark konnte kein gutes Gefühl damit aufbauen. Aber als wir nur noch einen Flügel hatten, wollte Mark ihn unbedingt haben. Als wir zwei davon hatten, hat er sich überhaupt nicht darum geschert." Vettel hingegen spürte das neue Bauteil als klare Verbesserung am Auto. Die Aussage des Heppenheimers ("In solchen Situationen lernst du manchmal das wahre Gesicht von Menschen kennen") bekommt vor diesem Hintergrund ebenfalls einen ganz anderen Beigeschmack.

Fotoquelle: xpb.cc


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