Jacques Villeneuve will als Fahrer und Teamteilhaber zurückkehren

Formel 1 2010

— 20.07.2010

Villeneuve hält sich bedeckt

Jacques Villeneuve will noch keine Details zu seinem geplanten Formel-1-Comeback preisgeben - NASCAR geht im Moment vor

Erst Ende August will die FIA erklären, wer den 13. Startplatz für die kommende Saison bekommt. Als Bewerber bekannt sind derzeit Epsilon Euskadi von Ex-Benetton-Teammanager Joan Villadelprat, das serbische Stefan-Team, die amerikanische Cypher-Gruppe und Villeneuve Racing. Der ehemalige kanadische Formel-1-Weltmeister hat sich mit dem früheren GP2-Team Durango zusammengetan und eine Bewerbung abgegeben.

In Bezug auf das mögliche Comeback des Ex-Champions gibt es derzeit noch viele Fragen. Wie soll eine Mannschaft wie Durango innerhalb weniger Monate ein Formel-1-Auto entwerfen und bauen? Nicht einmal Durango-Boss Ivone Pinton kann erklären, wo man die Ressourcen hernehmen will. "Ich weiß es noch nicht", sagt der Italiener auf die Frage, ob man den Wagen in Italien oder England bauen wird. In sieben Monaten gehen die Testfahrten für die kommende Saison los...

Auch bezüglich der Finanzierung eines solchen Projekts gibt es dicke Fragezeichen. Von Villeneuve selbst wird das Geld wohl kaum kommen. Der Kanadier hatte in den vergangenen Jahren nicht einmal die Mittel, sich weitere Starts in der NASCAR-Serie zu ermöglichen. Erst jetzt konnte der 39-Jährige einen Deal mit Braun Racing für einen Start in Indianapolis finden, später soll er mit der Nationwide-Serie in Montréal fahren.

Gerüchten zufolge soll das nötige Kleingeld aus Libyen kommen. Die Gaddafi-Familie soll angeblich mit der staatlichen Mineralölgesellschaft Tamoil als Sponsor einsteigen. Nicht nur der Aufbau und Betrieb des Teams müsste finanziert sein, sondern auch die Konstruktion des Autos und die fällige FIA-Kaution in Höhe von 19 Millionen Euro. Insgesamt müsste man also mindestens 60 bis 100 Millionen Euro zusammenbekommen, um in der Formel 1 2011 an den Start gehen zu können.

Villeneuve selbst bestätigt zwar sein Vorhaben, verrät aber keinerlei Details. "ich habe nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass ich für die Zukunft ein Formel-1-Programm plane", so der Weltmeister von 1997 in einer Stellungnahme auf seiner Homepage. "Wir haben in den vergangenen zwölf Monaten hart an diesem Projekt gearbeitet. Zu diesem Zeitpunkt möchte ich aber keine weiteren Kommentare abgeben."

Fotoquelle: xpb.cc


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