Norbert Haug und Michael Schumacher: Ein Team für viele Jahre?

Formel 1 2010

— 21.07.2010

Schumacher: Rentenvertrag bei Mercedes?

Michael Schumacher betont, dass er bis Ende 2012 definitiv Rennen fahren wird, danach könnte er weitermachen oder Mercedes-Berater werden

Michael Schumacher hat zwar noch nicht vor, seine aktive Karriere zu beenden, obwohl ihm dies zuletzt von einigen Experten empfohlen wurde, doch eines scheint jetzt schon festzustehen: Wenn er zum zweiten (und dann wahrscheinlich letzten) Mal den Helm an den Nagel hängt, dann wird er der Marke Mercedes wohl weiterhin verbunden bleiben.

"Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich Mitglied der Mercedes-Familie bleiben werde", erklärt der 41-Jährige. "In welcher Funktion, das müssen wir erst definieren. Ob ich weiterhin Rennen fahren oder ob ich ruhigere Tätigkeiten ausführen werde, werden wir dann sehen." Eine ähnliche Konstellation kennt Schumacher ja schon von Ferrari, wo er nach seiner aktiven Karriere zunächst offiziell "Superassistent" von Jean Todt und dann Berater und Markenbotschafter war.

Auf die Frage, ob er seinen Dreijahresvertrag als Fahrer unabhängig davon, was in Zukunft noch auf ihn zukommen mag, definitiv einhalten wird, entgegnet der Mercedes-Pilot klipp und klar: "Richtig. Dem gibt es nichts hinzuzufügen." Nico Rosberg wird dabei voraussichtlich sein Teamkollege bleiben, denn auch der 25-Jährige hegt keine Abwanderungsgedanken: "Mercedes ist mein Wunschteam. Ich freue mich auf eine längere Zukunft hier."

Schumacher sei "ohne Zweifel" der stärkste Teamkollege, den er je hatte, behauptet Rosberg - eine interessante Aussage, wenn man bedenkt, dass er in seiner Premierensaison 2006 das Stallduell gegen Mark Webber bei Williams knapp verloren hat, jetzt aber überlegen führt. Auch Schumacher stuft Rosberg umgekehrt höher ein als all seine bisherigen Teamkollegen: "Das kann ich bestätigen", gibt der siebenfache Weltmeister das Kompliment zurück.

Rosberg war von vornherein klar, "dass es nicht einfach wird, sondern im Gegenteil sehr schwierig, Michael zu schlagen. Ich bin aber sehr happy, das ich derzeit punktetechnisch vor ihm liege. Das ist toll", freut er sich, schränkt aber ein: "Das Wichtigste ist für uns derzeit, dass wir das Auto nach vorne kriegen. Dann werden wir schauen, wer teamintern vor dem anderen steht. Aber wichtiger ist erstmal, dass wir ein Siegerauto hinkriegen."

Derzeit hat der Deutsche als WM-Sechster 55 Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Lewis Hamilton. Da will er noch nicht alle Ressourcen für 2011 in die Waagschale werfen: Die nächste Saison spiele "im Hinterkopf immer" eine Rolle, "aber momentan geben wir noch Vollgas für diese Saison, denn da kann man noch was erreichen. Man kann auch sehr viel für nächstes Jahr lernen, indem man das diesjährige Auto entwickelt."

Fotoquelle: xpb.cc


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