Pressekonferenz: Michael Schumacher als Puffer zwischen den Red-Bull-Piloten

Formel 1 2010

— 22.07.2010

Hockenheim: Die Pressekonferenz im Wortlaut

Mark Webber und die vier deutschen Piloten Sebastian Vettel, Michael Schumacher, Adrian Sutil und Timo Glock in der offiziellen Pressekonferenz am Donnerstag

Im Zweikampf der beiden Red-Bull-Piloten muss Silverstone-Sieger Mark Webber in der Höhle des Löwen antreten. Sebastian Vettel geht bester Stimmung in sein Heimrennen am Hockenheimring, nachdem ihm am vergangenen Wochenende bereits 120.000 Menschen im heimischen Heppenheim zujubelten. Webber war gleich zum Auftakt ins Rennwochenende von Deutschen umzingelt. In der Pressekonferenz hatte es der Australier mit Vettel, Michael Schumacher, Adrian Sutil und Timo Glock zu tun.

Frage: "Für vier Piloten von euch ist es das Heimrennen. Erklärt doch bitte mal, was euch das bedeutet..."
Timo Glock: "Ich finde es toll, wieder in Hockenheim zu sein. Ich hatte hier schon einige gute Rennen, deshalb freue ich mich darauf. Ich hoffe, dass wir ein problemloses Wochenende haben. Ich werde versuchen, vor Lotus zu landen. Das ist wieder unser Ziel."

Adrian Sutil: "Es ist immer schön hier. Ich mag die Strecke und außerdem ist es mein Heimrennen. Das ist für einen deutschen Piloten natürlich etwas Besonderes. Ich will hier eine gute Leistung zeigen. Es kommen viele Fans, viele Gäste und auch einige Mitglieder meiner Familie. Das wird nett. Ich werde es definitiv genießen."

Glock und Vettel haben die Strecke vor der Haustür

Sebastian Vettel: "Es ist immer schön, wenn man mal wieder in der Heimat ist. Timo und ich wohnen nicht weit entfernt. Schade, dass es kein schönes Wetter ist, aber trotzdem bin ich gern hier. Wir alle kennen die Strecke sehr gut und natürlich ist es ein besonderes Gefühl, vor heimischer Kulisse zu fahren. Wir haben so etwas zuletzt in Silverstone erleben können. Die Leute haben Jenson und Lewis zugejubelt. Für uns wird es hier genauso sein. Wir genießen das und wollen uns gut präsentieren. Abgesehen von Michael hat keiner von uns jemals den Heim-Grand-Prix gewinnen können. Aber das ist natürlich mein Ziel dieses Wochenende."

Frage: "Und für den vierfachen Hockenheim-Sieger Michael Schumacher? Mit welchen Erwartungen und Hoffnungen kommst du hierher?"
Michael Schumacher: "Es ist etwas anders als früher, weil wir als eine Art deutsche Nationalmannschaft hier antreten. Das Mercedes-Hauptwerk ist mal gerade rund 100 Kilometer entfernt. Wir waren dort in Sindelfingen, haben viel Unterstützung erfahren, aber auch die Erwartungen sind hoch. Es ist schön zu sehen, dass die Ticketverkäufe besser sind als im Vorjahr, das Interesse ist größer, obwohl es auch diesmal nicht ausverkauft sein wird. Aber es hat alles seine Auswirkungen. Wir hoffen natürlich auf ein gutes Wochenende, um unsere Jungs glücklich zu machen."

Frage: "Sebastian, du bist am vergangenen Wochenende mit deinem Red Bull durch deine Heimatstadt gefahren. Wie war das für dich?"
Vettel: "Das war großartig. Ich war in einer 50er-Zone in der Innenstadt, bin natürlich nicht ganz Vollgas gefahren. Aber es war verrückt. Am Abend zuvor war ich etwas aufgeregt und habe mich gefragt, wie viele Leute wohl zum Zuschauen kommen werden. Aber dann war es schön sonnig und es kamen an diesem fantastischen Tag mehr als 120.000 Leute. Es gab dicke Staus auf der Autobahn. Das ist doch verrückt."

"Ich konnte die bekannten Straßen zu meiner alten Schule oder zum Schwimmbad gar nicht mehr erkennen, denn es war alles voller Zuschauer. Das war richtig schön. Und ich glaube, wir haben eine ganz nette Show geboten. Wir hatten auch ein DTM-Auto dort und einen Kerl mit seinem Motorrad. Es war eine tolle Aktion und es waren viele Leute dort. Ich hoffe, dass dieses Wochenende genauso gut läuft. Am Sonntag soll es trocken bleiben. Es wird also nett."

Frage: "Bei Red Bull ist in den vergangenen Tagen viel los gewesen. Musstet ihr im Verhältnis zwischen dir und Mark den Reset-Knopf drücken? Ist alles wieder normal?"
Vettel: "Wenn ich das richtig verstehe, dann verkauft Red Bull immer noch jede Menge Getränkedosen, also diesbezüglich ist gar nicht viel passiert. Es gab viele Diskussionen und Presseberichte, aber man muss verstehen, dass es letztlich gar nicht so wichtig ist, wer ein Rennen gewinnt. Wir sind ein Team und Red Bull hat das Rennen am Sonntag gewonnen. Mark hat es geschafft, ein tolles Resultat. Aus irgendwelchen Gründen blieb das positive Feedback aus. Wir wissen aber, worauf der Fokus liegt: auf diesem Rennen - und auf nichts anderem. Das Team ist motiviert. Wichtig ist auch die Atmosphäre im Team und die wird durch nichts beeinflusst, was gesagt oder geschrieben wird."

Kein großes Drama in Silverstone

Frage: "Mark, wie denkst du darüber?"
Mark Webber: "Ja, das war doch kein großes Drama beim vergangenen Rennen. Es gab hier und da ein paar Kleinigkeiten, aber Sebastian hat mir doch überhaupt nichts getan. Das ist doch ganz eindeutig. Seb hat das getan, was er tun musste und leider hatte er Pech in der ersten Runde. Das kann jedem mal passieren. Für mich lief das Rennen hingegen gut, das Team hat toll gearbeitet. Leider wurde es kein Doppelsieg, der sicherlich locker möglich gewesen wäre. Das Team blickt nun nach vorn. Es liegt in der Natur der Medien, dass sie immer irgendwo eine Rivalität entdecken wollen. Aber Sebastian und ich machen ganz normal unseren Job."

"Wir haben das gleiche Team und uns ist die Leidenschaft und der Wille zum Sieg gemein. Daran ist doch nichts falsch. Wir kommen im Team schon klar. Hier und dort lernen wir dazu, aber es ist ein gesunder Prozess. Wir sind doch in einer sensationellen Position. Vor zwei Jahren war das Team von solchen Resultaten noch weit entfernt. Jetzt nehmen wir es mit den besten Teams in der Boxengasse auf. Das ist unser aller Verdienst. Daran wollen wir nun anknüpfen."

Frage: "Bei fünf Rennen hattet ihr die ersten Startreihe, aber kein einziges mal kam ein Doppelsieg dabei heraus. Ist das Teil des Lernprozesses?"
Webber: "Ja, aber es gibt schließlich auch Leute, die behaupten, wir müssten jetzt schon 5.000 Punkte Vorsprung in der Gesamtwertung haben. Ich sehe mehrere Gründe, die dagegen sprechen. Sebastian hat durch viel Pech zu Saisonbeginn einige Siege verloren und in Istanbul waren wir schlicht nicht schnell genug.In Kanada hatten wir im Qualifying eine andere Reifenstrategie und haben dann im Rennen die verdiente Quittung dafür bekommen."

"Wir machen keine Späße auf Kosten anderer. Es gab letztlich ein paar Sprüche von Jenson aus seinem Cockpit und es gab ein paar Siege. Wir werden natürlich versuchen, in Zukunft die guten Startpositionen in mehr Erfolge umzumünzen, aber es gibt eben keine Punkte am Samstag. Das wissen wir und wir wollen es nun besser machen. Es ist kein Kinderspiel am Sonntagnachmittag, in dem wir einfach losfahren und nach vorne verschwinden. Wir müssen arbeiten. Das kann man am Punktestand doch sehen."

Frage: "Timo, ist euer Ziel nach wie vor, Lotus zu schlagen? Wo liegen derzeit eure Prioritäten?"
Glock: "Silverstone hat gezeigt, dass unser neue Aerodynamikpaket gut funktioniert. Es war eigentlich erst unser zweites richtiges Update des Jahres. Das zeigt sich zwar nicht in der Ergebnistabelle, aber wir sind deutlich näher an Lotus. In Silverstone konnten wir gegen sie kämpfen. Hier werden wir wieder neue Kleinigkeiten am Auto haben, die uns erneut einen Schritt voranbringen. Das ist positiv, es geht in die richtige Richtung. Die erste Saisonhälfte war hart, weil wir viele Probleme aussortieren mussten. Aber jetzt geht es mehr und mehr um Performanceverbesserungen am Auto."

Schumacher bleibt gelassen und fokussiert

Frage: "Adrian, bei Force India scheint es im Moment etwas auf und ab zu gehen. Manchmal läuft es im Qualifying und Rennen richtig gut, manchmal aber auch gar nicht..."
Sutil: "Ich finde nicht, dass es auf und ab geht. Ich bin sehr regelmäßig in den Punkten und bin wohl der einzige Fahrer, der seit Barcelona in jedem Rennen Zähler gesammelt hat. Es ist also ein konstant gutes Team und ein starkes Auto. Manchmal ist es beim Einzug in Q3 sehr eng. Manchmal reicht es, aber oft ist es wirklich ein enger Fight im den Einzug in Q3. Williams hat ein gutes Update bekommen, die sind jetzt deutlich stärker. Auch Sauber hat einen ordentlichen Schritt gemacht."

"Wir haben aber keine Probleme, keineswegs. Wir müssen alles etwas weiter optimieren. Wir haben aus meiner Sicht in den vergangenen beiden Qualifikationen nicht das Beste herausgeholt, weil wir die Reifen nicht optimal ausnutzen konnten. Es gibt dafür Gründe. Ansonsten läuft alles gut und ich bin sicher, dass wir auch hier eine starke Leistung zeigen können. Wir wollen wieder Punkte holen. Das Auto ist dafür sicherlich stark genug."

Frage: "Michael, fühlst du dich von den Medien ungerecht behandelt, die vielleicht zu viel von dir erwartet haben?"
Schumacher: "Nein. Zu behaupten, dass ich mit meiner Leistung rundherum zufrieden bin, wäre auch nicht richtig. Sehen wir es mal so: Es gibt Erwartungen, aber man muss mal hinterfragen ob es realistisch ist, dass ich sie erfülle. Ich war drei Jahre weg. Zu erwarten, dass ich nun sofort wieder dort anknüpfen kann, wo ich aufgehört habe, ist unrealistisch. Erst recht, wenn das Auto so etwas gar nicht zulässt. Ich bin doch kein Zauberer. Es braucht Zeit und die nehme ich mir. Ich habe an diesem gesamten Prozess Freude."

"Es gab vielleicht Rückschläge und Situationen, wo man vielleicht ärgerlich hätte sein können. Aber generell gibt es dieses Auf und Ab - das ist der Motorsport. Ich kenne mein ultimatives Ziel und ich bin zuversichtlich, dass ich es erreichen kann. Daran arbeite ich und darauf bin ich fokussiert. Es gibt die sportliche Seite und eine Unterhaltungsseite an diesem Zirkus. Das muss man akzeptieren und sich nicht allzu sehr darum scheren."

Frage: "Mark, hast du früher schon einmal solche Situation mit einem Teamchef oder Teamkollegen erlebt?"
Webber: "Frank Williams und Patrick Head waren manchmal nicht ganz einfach, aber das ist wohl normal. Diese Situation jetzt war einfach ungewöhnlich. Wie gesagt: Ich habe keine Probleme mit Sebastian. Was in Silverstone passiert ist, hatte nichts mit ihm zu tun. Ich hatte am Wochenende einige Diskussionen mit Christian Horner. Er leitet das Team. Wir lernen und machen dann weiter. In der Karriere eines Fahrers passieren immer mal unerwartete Dinge. Wie Michael jetzt auch gerade sagte: Es gibt neue Herausforderungen und immer wieder kleine Hürden, die es zu nehmen gilt. Wer glaubt, es würde immer alles glatt gehen, der ist ein Träumer."

Reifen bleiben ein Rätsel

Frage: "Michael, wer von den beiden Red-Bull-Jungs wird am Ende des Jahres Weltmeister sein? Wem drückst du die Daumen?"
Schumacher: "Natürlich ist offensichtlich, dass diese beiden Jungs ein tolles Paket zur Verfügung haben und somit auch gute Chancen im Kampf um den Titel. Aber man darf auch die McLaren-Fahrer nicht vergessen, die sind immer noch mittendrin. Es ist aus meiner Sicht noch lange nicht vorbei. Aber natürlich hat man in solchen Situationen etwas Nationalstolz und tendiert deswegen zum deutschen Kollegen. Tut mir leid, Mark. Aber das ist wohl ganz normal."

Frage: "Dein Auto reagiert auf unterschiedliche Mischungen sehr knifflig. Nun hat Bridgestone den weichsten und den harten Pneu mit hierher gebracht. Macht dir das Sorgen?"
Schumacher: "Nein, nicht wirklich. Wir haben aus meiner Sicht eher ein Problem damit, dass unser Auto mit ein und derselben Mischung recht inkonstant ist. Es gab Beispiele, wo ich mit der gleichen Reifenmischung plötzlich eine halbe Sekunde schneller oder langsamer war - ohne auch nur irgendetwas anders zu machen. Das geht aber nicht nur uns so, sondern das passiert allen Teams. Daher ist es so schwierig zu verstehen."

Frage: "Sebastian, warst du bei deiner Demofahrt in Heppenheim, im siebten Himmel? Und warum hast du das Benefiz-Fußballspiel verletzt absagen müssen?"
Vettel: "Es ist fast nichts. Ich kann laufen, aber für Fußball wäre es mir zu riskant gewesen, daher habe ich abgesagt. Ich hatte Anfang der Woche einen kleinen Unfall, nichts Großes, aber ich konnte eben gestern nicht mitspielen. Das Heimspiel in Heppenheim musste ich erstmal auf mich wirken lassen und verstehen, was dort überhaupt los war. Es war wirklich ein ganz besonderer Sonntag. Ich habe die Stadt noch nie so voll gesehen. Rundherum ein fantastischer Tag. Es ging früh am Morgen in der Altstadt los. Ich kann es immer noch nicht ganz begreifen, dass so viele Leute wegen uns gekommen sind."

Frage: "Michael, du kennst genau die Zutaten die nötig sind, um einen Titelkampf gegen einen starken Teamgefährten erfolgreich zu bestreiten. Was macht es aus?"
Schumacher: "Da kann ich jetzt kein einzelnes Element nennen. Das wäre dann nur ein minimaler Ausschnitt des großen Ganzen. Es muss einfach alles passen, damit aus den Puzzleteilen ein schönes Bild wird."

Frage: "Du hast gesagt, dass du immer noch davon ausgehst, dass du deine Ziele erreichen kannst. Hat dein Selbstbewusstsein einen kleinen Knacks bekommen, weil es doch etwas länger dauert, um wieder vorne mitfahren zu können?"
Schumacher: "Natürlich hätte ich gern wieder dort angeknüpft, wo ich früher aufgehört habe. Auch das Auto war im Vorjahr zu mehr fähig. Aber es hat nicht lange gedauert, um festzustellen, dass es so einfach nicht ist. Man muss das realisieren und dann auf dieser Grundlage weiter arbeiten."

Frage: "Sebastian, kannst du mal erklären, was mit deinem Bein passiert ist?"
Vettel: "Ich bin beim Laufen gestürzt. Nichts Schlimmes, aber ich habe eben einen Muskel überdehnt. Ich kann laufen, es ist kein Desaster."

Schumacher als Vettel-Lehrmeister

Frage: "Mark, du stehst nun vor Sebastian in der Gesamtwertung. Was wirst du diesmal durch den Boxenfunk schreien, wenn es mit dem Sieg klappt?"
Webber: "Ich würde sagen, wie es ist: eine tolle Teamleistung. Ich habe in Silverstone etwas in der Hitze des Gefechts gesagt. Wir werden aber gleich behandelt, sonst hätte ich auch nicht weitergemacht. Nun geht es aber weiter. Wir beide bekommen Autos, die uns faire Chancen im Kampf auf der Strecke ermöglichen. Ich freue mich eigentlich auf die Situation am Sonntag, nach dem Rennen im Boxenfunk die passenden Worte wählen zu dürfen."

Frage: "Sebastian, du hast Michael sicherlich beim Gewinn einiger seiner Titel beobachtet. Was hast du dabei lernen können?"
Vettel: "Vieles. Von Champions kann man immer viel lernen. Auch außerhalb der Formel 1, wenn man sich zum Beispiel mal andere Sportarten wie Tennis oder Golf anschaut. Da sind großartige Spieler, tolle Menschen. Talentiert sind viele, aber ein oder zwei stechen trotzdem hervor. Das sind im Tennis zum Beispiel gerade Federer und Nadal."

"Was ich von Michael gelernt habe? Man muss ihm doch nur mal zuhören. Er kennt die Situation, in der er gerade steckt, doch am besten. Es gibt hohe Erwartungen an ihn, aber das ist der Preis, den man als Champion zahlt. Man muss weise genug sein, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Wie er auch sagte: Es gibt zwei Welten, die sportliche und die Unterhaltungsschiene. Er konzentriert sich auf das Sportliche und arbeitet daran, wieder nach vorne zu kommen. Ich könnte viele Beispiele nennen. Aber das war die Lektion der vergangenen zehn Minuten, denke ich."

Frage: "Michael, wie ist es für dich, nun zurückzukehren und nicht mehr die dominierende Person zu sein?"
Schumacher: "Wir kommen ganz klar hierher und haben nicht das Paket, um hier um den Sieg zu fahren. Das ist ganz klar. Aber wir kämpfen dennoch um bestmögliche Resultate, vielleicht um einen Podiumsplatz. Das wäre großartig, für uns ein tolles Ergebnis, auch für die Fans. Das ist unser Ziel."

Frage: "Kannst du mit Bestimmtheit sagen, dass du 2011 für Mercedes fahren wirst?"
Schumacher: "Ja!"

Der achte Titel bleibt das Ziel

Frage: "Und wie steht es um das Erreichen deines ultimativen Ziels?"
Schumacher: "Das ist genau das, was ich bei der offiziellen Bekanntgabe meines Comebacks gesagt habe. Ich will einen weiteren Titel gewinnen. Das ist mein Ziel, darauf liegt der Fokus, dafür bin ich hier. Das ist ganz klar."

Frage: "Norbert Haug sagt, dass du im kommenden Jahr um den Titel fahren wirst. Dann bist du noch ein Jahr älter. Ändert sich dadurch etwas?"
Schumacher: "Ich wüsste nicht. Außer, dass ich vielleicht noch weiser werde."

Frage: "Mark, wie haben dich die Fans hier empfangen? Immerhin bist du der Rivale des Lokalhelden..."
Webber: "Es war bisher ein netter Empfang. Motorsport genießt in Deutschland eine hohe Aufmerksamkeit. Viele Fans haben die Formel 1 seit den guten Tagen von Michael Schumacher intensiv verfolgt. Jetzt ist neues, frisches Blut am Start. Wegen Michaels Erfolgen haben die Fans Ahnung. Die wissen, dass mal hier und dort etwas Bullshit abgeht. Sie wollen aber eigentlich nur den echten Rennsport sehen. Ich bin hier schon für Mercedes gefahren, habe viel im Sportwagen getestet. Ich habe etwas Gespür für die Deutschen. Ich bin kein Deutscher, aber was die Beziehung zum Motorsport anbelangt, gibt es Ähnlichkeiten. Ich finde es toll, dass ich wieder hier fahren darf."

Frage: "Könnte es dir einen psychologischen Vorteil verschaffen, wenn du Sebastian hier schlagen würdest?"
Webber: "Nicht jeder im Starterfeld hat den Luxus, ein echtes Heimrennen fahren zu dürfen. Ich habe meinen Australien-Grand-Prix, es gibt das Rennen in Großbritannien. Im vergangenen Jahr haben wir viele Auswärtssiege gesehen. Jenson hat mein Rennen gewonnen, ich seines, Sebastian hat das Heimrennen eines anderen gewonnen, ich habe in Rubens' Heimat gesiegt - es ging immer munter rundherum. Einen Auftritt daheim zu gewinnen ist schon ganz besonders."

"Sebastian wird alles daran setzen, ein solches Highlight erleben zu dürfen. Das ist schon irgendwie etwas anderes. Auf der anderen Seite gibt es auch nur 25 Punkte, wie bei jedem Grand Prix. Vielleicht ist es mit etwas mehr Emotionen verbunden für die deutschen Fahrer. Aber für mich würde es nichts Spezielles bedeuten, wenn ich ausgerechnet hier siegen würde. Psychologisch bedeutet das für mich gar nichts. Aber für die Lokalmatadoren ist es ein toller Ort für einen Sieg."

Fotoquelle: xpb.cc


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