FIA soll prüfen: Verzieht sich der Frontflügel am Red Bull zu sehr?

Formel 1 2010

— 25.07.2010

Red Bull und Ferrari illegal unterwegs?

Red Bull und Ferrari droht möglicherweise erheblicher Ärger: FIA verlangt Erklärungen über angeblich flexible Frontflügel

In Hockenheim haben die beiden Topteams Red Bull und Ferrari vor allem im Qualifying mit einem unglaublichen Speed überzeugt. Weder McLaren noch Mercedes, Williams oder Renault hatten eine Chance gegen Vettel, Alonso und deren Teamkollegen. "Ich frage mich, wo man jetzt noch sieben Zehntelsekunden herbekommt", hatte sich Weltmeister Jenson Button am Samstagnachmittag nach der Zeitenjagd gewundert.

Der Brite fand keine Erklärung dafür, dass seine Mannschaft urplötzlich einen solch erheblichen Rückstand hat. Die Erklärung könnte womöglich in den Frontflügeln von Red Bull und Ferrari versteckt sein. Nach Informationen von 'Motorsport-Total.com' werden die Lösungen der beiden Teams vom Automobilverband FIA kritisch beäugt.

Die FIA erwartet von den beiden Teams Erklärungen über den möglicherweise flexiblen Frontflügel. Die Vorwürfe waren durch Fotos ausgelöst worden, die einen erheblich geringen Abstand zwischen Fahrbahn und Flügelunterkante im Fahrbetrieb zeigen. Bei stehendem Boliden scheint der Abstand deutlich größer zu sein. Im Reglement ist ein entsprechender Mindestabstand festgeschrieben.

"Fotos als Grundlage zu nehmen ist immer gefährlich", wehrt Red-Bull-Teamchef Christian Horner ab. "Man weiß nie, ob sich die Kamera bewegt hat, oder wie viel Benzin zum Beispiel gerade im Fahrzeug ist." Der Chef von Sebastian Vettel ist sicher: "Unser Auto entspricht in allen Belangen dem gültigen Regelwerk. Wer will, der kann ja protestieren."

Mit einem speziellen Belastungstest prüft die FIA die maximale Verformung von aerodynamischen Bauteilen. Diese Tests haben Red Bull und Ferrari ebenso bestehen müssen wie alle anderen Teams. Nun soll es weitere Überprüfungen der Elemente geben. Sollten sich die Teile von Red Bull und Ferrari als legal erweisen, hätten andere Teams gleich eine neue Baustelle: Auch die Frontflügel müssten nachgeahmt werden.

Fotoquelle: GEPA


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