Luca di Montezemolo versteht die große Aufregung um die Teamorder nicht

Formel 1 2010

— 27.07.2010

Di Montezemolo: "Schluss mit der Heuchelei!"

Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo versteht die Aufregung um die Stallorder von Hockenheim nicht: Das Interesse des Teams ging immer schon vor

Die Ferrari-Teamorder von Hockenheim sorgt weiter für jede Menge Gesprächsstoff im Fahrerlager, in den Medien und in den Fanforen. Nun hat sich Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo zu Wort gemeldet. Er versteht die ganze Aufregung nicht, die die Entscheidung verursacht hat, Felipe Massa zu Gunsten von Fernando Alonso zu "opfern". Der Chef verteidigt die Vorgehensweise seiner Scuderia.

"Diese ganze Polemik interessiert mich nicht", sagt di Montezemolo auf der offiziellen Ferrari-Internetseite. "Ich kann nur bestätigen, was ich immer schon gesagt habe, was unsere Fahrer sehr gut wissen und woran sie sich immer halten müssen: Wenn jemand für Ferrari fährt, dann kommt das Interesse des Teams vor dem Interesse des Einzelnen."

Außerdem seien solche teamtaktischen Manöver nichts Neues, betont di Montezemolo: "Diese Dinge gab es schon zu den Zeiten von Nuvolari und ich habe es erlebt, als ich Sportchef war, in den Zeiten von Niki Lauda. Und nicht nur damals. Von daher: Schluss mit der Heuchelei. Auch wenn ich mir gut vorstellen kann, dass manche Leute gern gesehen hätten, dass sich unsere Fahrer gegenseitig eliminieren. Aber das gilt definitiv weder für mich noch für unsere Fans."

Und wichtiger als die Diskussionen, für die der Regelbruch gesorgt hat, ist di Montezemolo ohnehin die Tatsache, dass Ferrari einen Doppelsieg eingefahren hat: "Ich bin sehr glücklich für unsere Fans, die gesehen haben, wie zwei Ferrari das Rennen dominiert und vom Start bis ins Ziel geführt haben", erklärt er. "Das haben wir der harten Arbeit all unserer Leute zu verdanken, die niemals aufgeben. Jetzt müssen wir weiter so arbeiten und unser Auto verbessern, damit es auf all den Strecken, auf die wir noch kommen, konkurrenzfähig ist. Alonso und Massa haben auch einen sehr guten Job gemacht, sie haben das ganze Wochenende über alles gegeben."

Unbestritten ist, dass Ferrari das Rennen dominierte und auch ohne Stallorder den Doppelsieg geholt hätte - außer, Alonso und Massa hätten sich im Duell um die Führung ins Aus befördert. Die Performance des F10 ist deshalb auch das, was für Teamchef Stefano Domenicali im Vordergrund steht. Er bedankt sich dafür beim Team direkt.

"Der Doppelsieg ist die beste Belohnung für all das, was ihr in den vergangenen Wochen geleistet habt", sagt Domenicali. "Es ist eine Weile her, dass wir einen solchen Erfolg verdient haben und jetzt ist es uns endlich gelungen. Ihr habt außergewöhnlich schnell reagiert und das Auto so lange verbessert, bis es auf höchstem Niveau konkurrenzfähig war. Jetzt müssen wir uns weiter auf unsere eigene Arbeit konzentrieren und diesem Weg fortsetzen - beginnend in Budapest."

Fotoquelle: xpb.cc


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