Sebastian Vettel will sich auf dem Hungaroring am liebsten den Sieg holen

Formel 1 2010

— 27.07.2010

Red Bull reist zuversichtlich nach Ungarn

Sebastian Vettel geht nach dem dritten Platz von Hockenheim mit "viel Energie" an den Ungarn-Start - Teamchef Christian Horner: "Wir werden stark sein"

Red Bull hat das enttäuschende Ergebnis vom Hockenheimring schon abgehakt. Erneut hatte man aus der Pole-Position keinen Sieg machen können. Der Blick ist nun nach vorne gerichtet. Die "Bullen" wollen die Konkurrenz am kommenden Wochenende in Ungarn auf die Hörner nehmen. "Ich gehe mit viel Energie in den nächsten Lauf. Der Blick vom Podest beim Heimspiel auf die ganzen Fans tat einfach gut", sagt Sebastian Vettel nach Rang drei beim Auftritt in der Heimat.

"Wir werden in Ungarn stark sein", verspricht Teamchef Christian Horner. Die Strecke nahe Budapest ist eng und langsam - also anders als zuletzt Hockenheim, Silverstone und Valencia. "Es ging nach dem enttäuschenden Start nur noch um Schadensbegrenzung", blickt David Coulthard auf das vergangene Rennen zurück. "Das Ergebnis ist so gesehen gut. Natürlich will man am liebsten einen Sieg, aber die Saison ist noch lang. Wenn man die Wahl hat zwischen Sieg oder Totalausfall, wie wir das in Istanbul erlebt haben, dann ist dies dann doch ein gutes Resultat."

Der schottische Ex-Formel-1-Pilot und heutige Red-Bull-Berater rechnet auch in Zukunft mit harter Gegenwehr von Ferrari, McLaren und Co. "Bei Ferrari scheinen alle Updates richtig gut zu funktionieren. Dadurch haben sie aufschließen können - im Qualifying und im Rennen", sagt Coulthard. "Vor dem kommenden Rennen kann man jetzt überhaupt noch nicht sagen, wer vorne sein wird. Eines ist aber sicher: In Ungarn ist es wichtig, sich gut zu qualifizieren und als Erster in die erste Kurve zu gehen. Überholen ist dort kaum möglich."

"Es ist in diesem Jahr sehr eng. Ganz anders, als im vergangenen Jahr", erklärt Chefrenningenieur Ian Morgen. "Damals war Brawn zu Beginn allen weit voraus, viele andere Teams mussten schnell neue Diffusoren entwickeln und bauen, um wieder Anschluss zu bekommen. In der zweiten Saisonhälfte waren wir gut. Es war schon im Winter klar, dass es in diesem Jahr deutlich enger zwischen den Topteams zugehen wird."

"Die Entwicklung geht unglaublich schnell voran", meint der erfahrene Brite. "Es ist natürlich interessant, dass sich dieses Jahr alle bei uns bei McLaren etwas abschauen wollen. Ferrari ist jetzt dran. Im Rennen sind die sogar die schnellsten Autos. Aber im Qualifying mit wenig Benzin haben wir immerhin noch einen kleinen Vorteil." Und genau dies könnte in Ungarn zum entscheidenden Vorteil für Red Bull werden.

"Wenn wir mit unserem Auto mit dem Stand vom Saisonstart antreten würden, dann hätten wir überhaupt keine Chance mehr auf die Pole-Position - ganz klar", sagt Morgan, der auch für Budapest weitere Neuteile am RB6 erwartet. "Der Wagen ist deutlich weiterentwickelt worden, das Entwicklungstempo ist sehr hoch. Mit jedem Wochenende kommen neue Teile, die das Auto noch schneller machen. Genau darum geht es aber in der Formel 1."

Fotoquelle: GEPA


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