Nick Heidfeld findet sich mit der Rolle als Mercedes-Edelreservist nicht ab

Formel 1 2010

— 27.07.2010

Heidfeld sieht Zukunft nicht bei Mercedes

Nick Heidfeld will 2011 unbedingt wieder Rennen fahren, spricht bereits mit anderen Teams und plant seinen Abschied von Mercedes

"Bei jedem Grand Prix" nagt es an Nick Heidfeld, wenn er wieder nur zuschauen und nicht selbst ins Cockpit steigen darf. Der 33-Jhrige fand Ende 2009 kein Team mehr, das seinen Ansprchen gengte, und musste sich schlussendlich mit der Rolle des Testfahrers bei Mercedes zufrieden geben. Dort kam ihm unerwarteterweise Michael Schumachers Comeback in die Quere.

Schon beim Saisonauftakt in Bahrain sei es "sehr schwierig" gewesen, das Rennen nur von der Box aus beobachten zu drfen, es sei aber "leider danach nicht besser geworden. Auf der anderen Seite freut es mich aber, weil mir das zeigt, dass ich mich mit dieser Situation nicht abfinden werde", so Heidfeld bei 'Servus TV' am Hangar-7 in Salzburg. Daher kndigt er an: "Mein Ziel ist, nchste Saison wieder als Einsatzfahrer in der Formel 1 zu sein."

"Es gibt Schlimmeres, als bei Terminen mit schnen Mercedes-, besonders AMG-Modellen, ein bisschen rumzudriften und Spa zu haben - das ist nicht das Problem", schildert er seine Situation. "Das Problem ist eher an der Strecke, wenn ich die anderen rumfahren sehe. Aber die Motivation ist ganz klar, dass ich wei, dass ich noch begehrt bin, dass Gesprche stattfinden mit anderen Teams und dass die Aussichten fr die Zukunft ganz gut sind."

Wrde ein Renncomeback automatisch den Abschied von Mercedes bedeuten, Nick? "Ja", entgegnet er klipp und klar. "Bei Mercedes wre es nicht mglich, in naher Zukunft Einsatzfahrer zu werden, dementsprechend muss man sich anderweitig umschauen." 'Motorsport-Total.com'-Experte Marc Surer hat da schon einen Vorschlag parat: "Renault fllt mir da zuerst ein. Das wrde zu Nick passen. Da sieht er seinen alten Spezi Kubica wieder!"

Aber so fortgeschritten, dass nur noch die Unterschrift fehlt, sind die Verhandlungen mit den anderen Teams "leider noch nicht", gesteht Heidfeld: "Wir sind in Gesprchen mit fast allen Teams, die noch ein Cockpit fr nchstes Jahr verfgbar haben. Es war dieses Jahr ein bisschen erstaunlich, wie frh die Topcockpits vergeben waren, und jetzt muss man halt schauen, was da noch verfgbar ist", gibt er zu Protokoll.

Wann die Entscheidung fallen wird, sei "im Moment noch nicht abzusehen. Ich hoffe einfach, dass eine positive Entscheidung fr nchstes Jahr fllt." Das derzeit attraktivste verfgbare Cockpit hat Renault zu bieten - dort bewirbt sich auch Timo Glock fr 2011. Auch Sauber und Force India knnten fr den Mercedes-Testfahrer Alternativen sein. Dass er sich auf ein Engagement bei einem der neuen Teams einlsst, erscheint hingegen unwahrscheinlich.

Fotoquelle: xpb.cc


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