Lewis Hamilton konnte den Grand Prix von Ungarn 2007 und 2009 gewinnen

Formel 1 2010

— 27.07.2010

Ungarn: McLaren will Dauersieger bleiben

Nach drei Siegen in Ungarn in Folge sollen Jenson Button und Lewis Hamilton die glänzende Bilanz von McLaren am kommenden Wochenende weiter verbessern

Beim vergangenen Grand Prix von Deutschland hatte McLaren mit dem Kampf um den Sieg nichts zu tun. Der MP4-25 lag auf der Strecke in Hockenheim nicht allzu gut. Lewis Hamilton und Jenson Button betrieben unter diesen Voraussetzungen mit den Plätzen vier und fünf Schadensbegrenzung. In Ungarn soll es am kommenden Wochenende wieder besser laufen.

"In Ungarn habe ich mein erstes Rennen gewonnen. Ich erinnere mich noch daran, als sei es erst gestern gewesen", sagt Button, der 2006 mit einem Honda am Hungaroring siegen konnte. "Die besten Momente waren damals nach dem Rennen, als ich gespürt habe, dass es real ist und ich die Reaktionen der anderen Leute sah. Das war ein toller Moment in meiner Karriere, den ich bis heute genieße."

An das Siegen hat sich der 30-Jährige seit seinem WM-Jahr 2009 gewöhnt. Für den kommenden Auftritt nahe Budapest rechnet sich Button gute Chancen aus. "Die Strecke ist toll. Dort musst du sehr konzentriert sein, um eine gute Runde hinzubekommen. Manche Randsteine sind sehr hoch. Man muss vor allem in den Highspeed-Kurven präzise sein."

"Zum Glück ist es eine Strecke für viel Abtrieb, wo sich viel Grip aufbaut. Zumindest am Sonntag wird es so sein. Zu Beginn des Wochenendes ist die Piste meist noch schmutzig", erklärt der Brite. "Wir gehen nach Hockenheim nun mit mehr Optimismus nach Ungarn. Dort war McLaren traditionell immer gut. Außerdem haben wir ein Paket für viel Downforce, das gut passen sollte. Über den angeblasenen Diffusor lernen wir immer mehr, vor allem im Rennen in Hockenheim gab es neue Erkenntnisse."

Diese neuen Eindrücke gelte es nun umzusetzen. "Es geht darum, dass wir aus unserem Paket das Maximum herausholen. Hoffentlich können wir vor der Sommerpause noch ein schönes Ergebnis einfahren. Das wäre eine tolle Motivation für alle im Team." Der Formel-1-Zirkus macht nach dem Rennen nahe Budapest vier Wochen Pause, bevor es anschließend in Spa-Francorchamps weitergeht. Alle Fabriken werden für mindestens zwei Wochen geschlossen.

"Ich fahre sehr gern in Ungarn", sagt der aktuell in der Gesamtwertung führende Lewis Hamilton. "Budapest ist eine tolle Stadt, hoffentlich habe ich Zeit für einen kurzen Ausflug dorthin. Die Strecke ist einzigartig. Es heißt immer, die Strecke sei langsam und man könne dort nicht überholen. Ich stimme dem nicht ganz zu", so der Weltmeister von 2008.

"Es gibt dort einige schnelle Ecken, vor allem die blinde Linkskurve Nummer vier oder der Rechtsknick in Kurve elf", erklärt Hamilton. "Seit dem Umbau von Kurve eins halte ich Überholen dort für möglich - auch wenn es vielleicht nicht einfach ist. Man muss dort - ähnlich wie in Monaco - erstmal eine gute Runde hinbekommen. Es gibt dort keine Pausen, es geht von Kurve in Kurve. Wenn du ein gutes Auto hast, dann macht das richtig Spaß."

Seinen Spaß hatte der 25-Jährige in Budapest schon mehrfach. 2007 feierte er dort beispielsweise einen Sieg. "Und auch 2009. Das war ein Erfolg, der mir allerhöchste Befriedigung gab. Das ganze Team war enorm erleichtert. Wir hatten eine ganz große Aufholjagd geschafft. Wir kamen am Saisonstart von ganz weit hinten und durften dann einen Sieg feiern."

Einen solch enormen Rückstand muss McLaren in diesem Jahr nicht aufholen, auch wenn man zuletzt in Hockenheim deutlich hinter Ferrari und Red Bull zurücklag. "McLaren ist traditionell in Ungarn stark", sagt Teamchef Martin Whitmarsh. "2009 feierten wir mit Lewis dort den ersten KERS-Sieg aller Zeiten in der Formel 1. Auch an Heikkis Sieg 2008 habe ich beste Erinnerungen. Wir gehen sehr hoffnungsfroh an das diesjährige Rennen."

"Wir geben uns keinen Illusionen hin. In Hockenheim lagen wir hinter unseren Rivalen zurück", so Whitmarsh. "Der MP4-25 sollte aber mit einer speziellen Konfiguration für viel Abtrieb besser sein. Außerdem haben wir nun ein Rennen mit dem angeblasenen Diffusor hinter uns. Dadurch haben wir viele Daten sammeln können, daher werden wir das Konzept voranbringen können."

"Es wird das zwölfte Rennen der Saison und gleichzeitig das letzte vor der wohlverdienten Sommerpause. Wir haben extrem hart gearbeitet, um uns an der Spitze beider WM-Wertungen halten zu können. In den vergangenen vier Wochen waren wir mit unbändiger Entschlossenheit und großem Einsatz an der Weiterentwicklung unseres MP4-25", beschreibt der McLaren-Teamchef.

"Für alle Teammitglieder in Woking wird es toll sein, bald endlich in die Sommerferien gehen zu können. Am besten mit einem tollen Resultat. Dadurch würde die Motivation und Leidenschaft für das wichtige letzte Saisondrittel noch einmal gesteigert", meint Whitmarsh. Nach dem Rennen in Ungarn sind vier Wochen Pause, die Technikabteilungen müssen ihre Arbeiten zur Verbesserung der Fahrzeuge eine Zeit lang ruhen lassen. Doch selbstverständlich wird sich so mancher Ingenieur auch am Strand seine Gedanken machen...

Fotoquelle: McLaren


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