Mercedes vor Red Bull? In Ungarn wird das wohl kaum möglich sein

Formel 1 2010

— 27.07.2010

Mercedes erwartet harte Arbeit in Ungarn

Die Mercedes-Piloten und -Verantwortlichen versprühen vor dem Grand Prix von Ungarn nicht allzu viel Optimismus: Das Qualifying ist der Haken

Die deutschen Fans wurden am vergangenen Wochenende vom Auftritt der Silberpfeile enttäuscht. Im Qualifying mühten sich Nico Rosberg und Michael Schumacher mit einem schlecht balancierten MGP W01 auf die Plätze neun und elf, im Rennen war auch nicht viel mehr drin. Die neuesten Updates funktionierten nicht nach Wunsch. Nun hofft man auf Besserung in Ungarn, hält aber den Ball recht flach.

"Mir gefällt Budapest als Stadt sehr gut und auch die tolle Atmosphäre dort und an der Rennstrecke", sagt Rosberg. "Der Hungaroring stellt uns vor eine anspruchsvolle technische Aufgabe und mir macht es Spaß dort zu fahren. Da Überholen kaum möglich ist, kommt es noch mehr als sonst auf ein gutes Qualifyingergebnis an, um in der Startaufstellung möglichst weit vorne zu stehen."

Wird das Qualifying zum Stolperstein?

Genau die genannte Tatsache könnte für Mercedes nahe Budapest zum Stolperstein werden. "Bei den letzten Rennen war das Qualifying nicht gerade eine unserer Stärken, deshalb werden wir hart dafür arbeiten, diesmal eine bessere Chance im Rennen zu haben", verspricht der gebürtige Wiesbadener. "Im letzten Jahr wurde ich auf dem Hungaroring Vierter. Es wäre schön, auch diesmal wieder näher zur Spitze zu kommen."

"Der deutsche Grand Prix am vergangenen Wochenende war für uns sicher enttäuschend", blickt Schumacher in aller Offenheit zurück. "Unser Team hat in den letzten Rennen unterschiedlich abgeschnitten und ich komme deshalb mit einem guten Gefühl nach Ungarn. Wichtig ist, dass wir unser Auto besser verstehen lernen. Die Rennstrecke bei Budapest und mehr Zeit für die Arbeit mit unseren Verbesserungen sollte uns dabei helfen."

"Wie ich schon sagte, wir müssen ruhig bleiben, uns jedes Detail anschauen und unsere Leistung analysieren, damit wir auch an solchen Wochenenden möglichst viel Erfahrung sammeln", nennt der Rekordchampion das Rezept auf dem erhofften Weg an die Spitze. "Nur so können wir unsere Situation verbessern - vielleicht schon am kommenden Wochenende in Ungarn", meint der 41-Jährige, der auf der engen Strecke bereits vier Siege feiern durfte.

Nach Ungarn wird endlich pausiert

"Der Grand Prix von Ungarn ist für unser Team der Abschluss mehrerer arbeitsreicher Wochen mit den beiden Heimrennen in Silverstone und Hockenheim", sagt Teamchef Ross Brawn, bevor es nach dem kommenden Wochenende in die Sommerpause geht. "Nach dem Podiumsplatz in England war der deutsche Grand Prix am letzten Wochenende eine besondere Herausforderung, und wir waren enttäuscht, dass wir nicht weiter nach vorn kamen."

"Das Team macht einen guten Job, aber wir müssen mehr Speed aus dem Auto herausholen und daran arbeiten wir weiter intensiv. Ungarn stellt uns vor eine anspruchsvolle Aufgabe. Hier wird sich zeigen, wie gut sich unsere jüngsten Verbesserungen auswirken. Bei der Arbeit am optimalen Setup verbringen wir viel Zeit auf der Strecke."

"Das Layout der Rennstrecke vor den Toren Budapests ist sehr gegensätzlich zu jenem von Hockenheim", sagt Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug. "Ein Wochenende nach dem Mercedes-Heim-Grand-Prix will unser Team ein besseres Resultat erzielen, als uns das in Hockenheim gelang." Man will einen Erfolg mit in die Pause nehmen. "Während unserer zweiwöchigen Betriebsferien im Anschluss an das Rennen haben unsere Mitarbeitern eine wohl verdiente Pause und die Möglichkeit, die Batterien vor dem letzten Drittel der Saison wieder aufzuladen", so Brawn.

Fotoquelle: xpb.cc


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