Vitantonio Liuzzi hat Hoffnung auf Punkte am Hungaroring

Formel 1 2010

— 28.07.2010

Force India will zurück zur Normalform

Nach einem Wochenende voller Pleiten, Pech und Pannen will Force India in Ungarn zurückschlagen: Punkte sind bei optimalem Verlauf möglich

Nach einer Nullrunde in Deutschland will Force India am kommenden Wochenende in Ungarn schnell wieder zur Normalform des bisherigen Jahres zurückfinden. Adrian Sutil und Vitantonio Liuzzi waren in Hockenheim vom Pech verfolgt und sollen nun wieder Punkte holen. "Hockenheim war für das Team sehr enttäuschend, aber es war nur ein Ausrutscher", meint Teamchef Vijay Mallya.

"Es ging dabei richtig gut los. Adrian war im ersten Training auf Platz eins", blickt der Inder zurück. "Aber danach hat nichts mehr geklappt und wir sind von einem Problem ins nächste gestolpert. Es war aber erst das zweite Mal, dass wir keine Punkte geholt haben. Noch wichtiger: Wir haben kaum Boden auf unsere direkten Konkurrenten verloren. Insgesamt sind wir also gut davongekommen."

"Es darf nicht noch einmal passieren", gibt Mallya vor. "Der Kampf um die Positionen fünf und sechs in der Meisterschaft ist sehr eng. Wir müssen ab jetzt immer mit mindestens einem Auto in die Punkte fahren. Wir können aber zuversichtlich sein, weil weitere Neuteile kommen. Am Freitag testen wir unseren angeblasenen Diffusor, der hoffentlich ein großer Erfolg wird. Wir werden anschließend die Daten analysieren, die dann in die weitere Entwicklung einfließen. Wir haben auch vorne am Unterboden neue Entwicklungen."

Bislang galt Force India immer als starkes Team auf schnellen Rennstrecken, der enge Kurs von Ungarn könnte demnach Probleme bringen. "In diesem Jahr ist unser Auto aber auf allen Streckentypen besser ausbalanciert. Natürlich freuen wir uns auf die Highspeedstrecken in Monza und Spa-Francorchamps, aber auch in Ungarn können wir bestehen", sagt der Teamchef optimistisch.

"Wenigstens hatte ich in der letzten Rennphase beim Fahren meinen Spaß", hakt Sutil die Erlebnisse aus Hockenheim samt Bremsplatten und unerlaubter Reifen schnell ab. "Ich freue mich auf Ungarn. Budapest ist eine tolle Stadt, es ist immer schön warm dort. Darauf freue ich mich nach den kalten Tagen in Deutschland. Die Strecke ist schwierig, es geht von einer Kurve in die nächste, ohne Pausen dazwischen."

"Ich fahre dort gern, obwohl die Durchschnittsgeschwindigkeit eher niedrig ist", sagt der Gräfelfinger. "Das Qualifying ist dort immer sehr wichtig. Trotz unserer kleinen Formschwäche zuletzt bin ich immer zuversichtlich, dass ich es in die Top 10 schaffen kann. Es gibt auch neue Teile, zum Beispiel den angeblasenen Diffusor. Bisher hatte ich in Ungarn nie viel Glück, aber dieses Jahr muss es klappen."

Auch Teamkollege Liuzzi hat die Enttäuschungen von Hockenheim abgehakt. "Wenn ich weiter vorne gestartet wäre, dann hätte ich auch Punkte geholt", ist der Italiener sicher. Liuzzi war im Qualifying hart in der Mauer gelandet. "Aber jetzt geht es schnell in Ungarn weiter. Es wird zwar angesichts des harten Wettkampfes nicht einfach, aber auch dort können wir punkten, wenn alles gut läuft."

"Die Strecke ist wie Monaco in groß", malt der Force-India-Pilot ein Bild vom Hungaroring. "Es ist sehr kurvig, es gibt kaum Platz zum überholen. In Monaco waren wir gut", erklärt Liuzzi seinen Optimismus. "Ich mag die Strecke und war dort auch schon schnell. Es geht nur um einen guten Rhythmus, wie bei einer Kartstrecke. So etwas mag ich. Eine Strecke alter Art mit einer tollen Stadt nebendran. Es ist immer toll dort. Die Chance auf Punkte ist da, aber die anderen Teams werden es uns nicht leicht machen."

Fotoquelle: Force India


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