Gute Laune: Fernando Alonso feierte am Donnerstag seinen 29. Geburtstag

Formel 1 2010

— 30.07.2010

Alonso bleibt gelassen: Nur ein Freitag

Hockenheim-Sieger Fernando Alonso geht fest davon aus, dass der Abstand zu Red Bull nicht so groß ist wie er scheint: "Erst morgen zählt es"

In Hockenheim bewegte sich Ferrari wegen der vielen guten Updates am F10 auf Augenhöhe mit Red Bull. Im Rennen konnte man die "Bullen" sogar besiegen. In Ungarn sieht das Bild nach dem ersten Tag wieder anders aus. Im ersten Training waren die Roten eine Sekunde zurück, im zweiten Durchgang immerhin auch noch eine halbe Sekunde.

"Die Freitage bedeuten meist nicht allzu viel", spielt Fernando Alonso den Rückstand herunter. "Alle probieren verschiedene Dinge aus. Wir haben zum Beispiel im ersten Training etwas mit neuen Teilen getestet und im zweiten Training die Reifen ausprobiert. Wir hatten gar keine Zeit, uns mit schnellen Runden zu beschäftigen. Erst morgen zählt es dann, nicht heute. Am wichtigsten werden ohnehin die Punkte am Sonntag."

"Es ist nur ein Freitag, und wir sind bisher zufrieden", so die Bilanz des Spaniers nach dem ersten Tag. Sorgen mache er sich nicht: "Mal abwarten. Heute waren wir auf eine einzelne Runde etwas langsamer als Red Bull, aber es gab zum Beispiel auch viel Verkehr auf der Strecke. Ich bin zuversichtlich, dass der Abstand gar nicht so groß ist wie es jetzt erst einmal scheint. Aber sie sehen stärker aus als in Hockenheim und wir müssen uns heute Abend etwas einfallen lassen, damit wir noch an Performance zulegen."

In Ungarn ist Überholen kaum möglich, deshalb wird das morgige Qualifying von großer Bedeutung sein. In der Zeitenjagd am Samstag hatten Sebastian Vettel und Mark Webber in diesem Jahr meist die größten Vorteile. "Es stimmt schon, dass Red Bull immer auf eine Runde gesehen sehr schnell ist", sagt Alonso. "Ich hoffe trotzdem, dass wir morgen vielleicht eine Chance auf die Pole-Position haben werden. Im Rennen sieht es dann meist ohnehin anders aus."

In Ungarn könnte sich eine weitere Chance bieten, in der Gesamtwertung erheblich aufzuholen, denn McLaren schwächelt offenbar weiterhin. "McLaren sieht nicht so stark aus. Es ist also wichtig, dass wir möglichst viele Punkte holen, um die Lücke in der WM weiter zu schließen", so der Ferrari-Star. "Man hat McLaren schon mal am Freitag schwach erlebt, dann haben sie trotzdem viele Punkte geholt. In Silverstone war es so. Trotzdem sind sie dort im Rennen auf die Plätze zwei und vier gefahren."

Fotoquelle: xpb.cc


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