Michael Schumachers Qualifying-Schuss ging nach hinten los

Formel 1 2010

— 31.07.2010

Nur Startplatz 14: Schumacher und das Chaos-Setup

Michael Schumacher (14.) erleidet in Ungarn eine bittere Qualifying-Niederlage gegen Teamkollegen Nico Rosberg (6.) - aus Verzweiflung probierte er ein Chaos-Setup

Der nächste Tiefpunkt in der Comeback-Saison von Michael Schumacher: Der Rekordweltmeister kommt in seinem Mercedes am Hungaroring nicht über Startplatz 14 hinaus, Nico Rosberg ist starker Sechster. Was war passiert? Acht Zehntelsekunden fehlen Schumacher auf seinen Teamkollegen, in Hockenheim war er zumindest im Qualifying noch auf Augenhöhe.

Der Grund für Schumachers Rückfall liegt an seinem Chaos-Setup. "Fakt ist, dass wir gestern ziemlich ratlos waren, was unsere Performance angeht", erklärt er. "Wir haben gesehen: Mit unserer normalen Abstimmung kommen wir auf keinen grünen Zweig, lasst uns doch was anderes probieren."

Rosberg bleibt konservativ, Schumacher riskiert

Gesagt, getan! Während Nico Rosberg am konservativen Setup weiterarbeitete, riskierte Schumacher einen Schuss ins Blaue. Der Superstar bestätigt: " Wir haben gesagt, dass die Platzierung nicht so wichtig ist, wie, etwas Neues über das Auto zu erfahren. Rückwirkend haben wir da vielleicht falsch gedacht, auch wenn es heute Morgen eigentlich ganz gut losging und auf die Distanz gesehen ganz vernünftig aussah. Nico hat sich währenddessen auf sein Setup - wie wir normalerweise gearbeitet haben - konzentriert."

Das Resultat beweist ganz klar, dass Rosberg mit seiner Strategie richtig lag. Das gibt auch Schumacher offen zu: " Wir waren von der Performance her der Meinung, dass wir es in die Top zehn schaffen müssten, aber das ist halt in die Hose gegangen. Die Temperaturen sind ein bisschen heißer geworden und manchmal läuft es einfach gegen einen, man hat ziemlich viel Gegenwind. Aber da muss man halt durch, da musst du dich durchkämpfen."

Schumacher verteidigt sich

Dass es an seiner eigenen Leistung lag, warum er gegen Rosberg beim Qualiying in Ungarn kein Land sah, lässt Schumacher nicht gelten: "Die Runde war sicherlich nicht perfekt. Sie hätte auch nicht gereicht, um in die Top zehn zu kommen. Auch, dass Nico sehr stark im Qualifying ist, haben wir dieses Jahr schon des Öfteren gesehen. Aber acht Zehntel muss man jetzt nicht bei den Fahrern suchen. Es ist einfach keine stabile Basis da, auf der wir aufbauen können. "

Was jetzt noch hilft? Von Startplatz 14 ist der Grand Prix von Ungarn eine Herkules-Aufgabe. Eine Strecke, auf der man kaum Überholen kann, ein suboptimales Setup - keine Ausgangssituation, die Zuversicht zulässt. Bloß das Schicksal von Jenson Button 2006 könnte dem Mercedes-Piloten Hoffnung geben. Der Brite raste damals vom selben Startplatz im Mercedes-Vorgänger Honda zum Sieg. Oder hilft gar der liebe Gott? Schumacher schmunzelt: "Der müsste mir da schon ziemlich viel beistehen."

Fotoquelle: xpb.cc


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