Kurz nach dem Rennstart konnte sich Nico Rosberg wieder umziehen...

Formel 1 2010

— 01.08.2010

Rosberg: Schumacher hat nichts falsch gemacht

Nico Rosberg spricht über die gefährliche Situation in der Boxengasse, als er ein Rad verloren hatte, die Performance des Mercedes-Teams und Michael Schumacher

Das Wort WM-Titel wird Nico Rosberg wohl nicht mehr in den Mund nehmen, der Wiesbadener dürfte davon wohl nicht einmal mehr träumen. Das Mercedes-Team rutscht von Rennspeed her sichtlich immer weiter zurück und wenn sich dazu noch Fehler einschleichen, ist das besonders deprimierend. In der Boxenstoppphase hatte sich am Mercedes-Boliden des 25-Jährigen ein Reifen gelöst und gefährlich durch die versammelten Mechaniker-Horden gerollt. So was hatte in der Vergangenheit durchaus zu einigen Knochenbrüchen geführt.

Erwischt hat es schließlich einen Williams-Mechaniker, der zudem auch noch ein Kumpel Rosbergs aus dessen Williams-Zeit ist. "Das war eine gefährliche Situation mit dem Reifen. Ich war schon bei Williams drüben und zum Glück ist ihnen nichts passiert. Es hat ausgerechnet den größten Mechaniker im ganzen Feld getroffen", erklärte Rosberg gegenüber 'Sky'.

"Das ist noch ein Kumpel von mir aus den alten Zeiten. Er hat zwar eine angeknackste Rippe, aber den es geht ihm den Verhältnissen entsprechend gut und er war danach schon wieder gleich bei Barrichellos Boxenstopp." Sein Boss Norbert Haug ergänzte: "Es muss beim Boxenstopp immer schnell gehen. Offenbar war ein Rad nicht richtig fest, als wir ihn wieder losgeschickt haben."

Haug: Die Choreografie hat nicht gestimmt

Auch der Mercedes-Motorsportchef hatte bei Williams einen Besuch abgestattet, um sich nach dem Wohlergehen des Opfers von dem herrenlosen Reifen zu erkundigen: "Es tut uns leid, dass das Rad weggeflogen ist und einen Williams-Mechaniker getroffen hat. Ich bin später zu den Williams-Jungs herübergegangen und habe gehört, dass es ihm gut geht."

"Man hat gestikuliert, aber es gibt eben einen Mann, der die Lücke in der Boxenstraße sucht. In diesem Fall hat die Choreografie nicht gestimmt. Das war nicht im Sinne des Erfinders", erklärt Haug den verpatzen Boxenstopp der Silber-Crew.

Aber auch ohne diesen Zwischenfall war es für Mercedes einmal mehr ein Wochenende zum Vergessen: "Das Wochenende war für uns insgesamt sehr durchwachsen, wir waren einfach nicht schnell genug", seufzte Rosberg. "Ich bin zwar ein gutes Qualifying gefahren und hab noch den sechsten Platz rausholen können, das war aber schon mehr, als es tatsächlich hätte sein sollen. Im Rennen konnte ich noch nicht mal Petrov folgen, keine Chance, da ging gar nichts."

Ferrari ist einfach überlegen

Statt einen Schritt vorwärts scheint das Team deren zwei rückwärts gemacht zu haben: "Das war natürlich nicht so schön anzusehen, dass ich noch nicht mal Petrov hinterherfahren konnte und von hinten hat Kubica die ganze Zeit Druck gemacht. Ich hätte wohl Sechster hinter Petrov werden können, das wären wichtige Punkte gewesen. Jetzt habe ich meinen sechsten Platz in der Meisterschaft an Massa verloren. Das wäre aber früher oder später wohl aber so oder so passiert, weil ihr Auto einfach überlegen ist."

Auch zum Vorfall zwischen Teamkollege Michael Schumacher und Rubens Barrichello hat der Mercedes-Pilot eine Meinung: "Schumacher hat nicht gegen die Regeln verstoßen. Man darf die eigene Position ja verteidigen, trotzdem kann man hier natürlich darüber diskutieren, ob das in dem Fall nicht ein bisschen zu spät war."

Fotoquelle: xpb.cc


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